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Jahresgespräche: Zehn Tipps für den erfolgreichen Abschluss

Jahresgespräch 2016: Wer hier seine Trümpfe gekonnt ausspielt, kann für 2017 mit mehr Gehalt rechnen. Foto: corund / fotolia.
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Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und damit rücken auch die Jahresgespräche näher. Diese sind oft nicht nur Feedbackgespräch zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sondern auch Rahmen für Gehaltsverhandlungen. Wer hier die Ruhe bewahrt und die folgenden Tipps des Vergleichsportals Gehalt.de beherzigt, hat gute Chancen, mit einem Einkommensplus ins neue Jahr zu starten.

1. Sachlich bleiben und Fakten nennen
Auch wenn das Jahresgespräch für einige sehr emotional sein kann – Gefühlsausbrüche sind hier fehl am Platz. Arbeitnehmer sollten stattdessen bei den Fakten bleiben und ihre Leistungen aufzählen; eine gründliche Vorbereitung ist dabei besonders wichtig. Es hat sich bewährt, sämtliche erbrachte Leistungen aufzuschreiben: Das können erfolgreich abgeschlossene Projekte, organisierte Events oder wirtschaftlich relevante Kennzahlen sein.
2. Nicht mit Kolleginnen und Kollegen vergleichen
Sätze wie: „Ich habe viel schneller und besser gearbeitet als Kollege X“ sind ein absolutes „No-Go“. Ein solcher Vergleich ist nicht nur unprofessionell, sondern unkollegial zugleich. Besser ist es, Teamarbeit hervorzuheben: „Mit dem Kollegen X habe ich in diesem Jahr besonders gerne und effektiv zusammengearbeitet“, kommt als Aussage in der Regel weitaus besser an.
3. Negative Leistung benennen und zu Fehlern stehen
Nobody is perfect – jeder erwischt mal einen schlechten Tag, wir sind doch keine Maschinen! Fehler sind völlig normal, und jeder sollte dazu stehen. Falls ein Projekt, ein Auftrag oder ein Kundentermin erfolglos verlief, ist es keine Schande, dies einzugestehen. Ganz im Gegenteil: Selbstreflexion und kritische Beurteilung der eigenen Leistung wirken üblicherweise positiv und zeigen dem Arbeitgeber, dass der Beschäftigte mit Misserfolgen professionell umgehen kann.
4. Feedback an den Arbeitgeber
Das Jahresgespräch sollte immer auch als Feedback an den Arbeitgeber gestaltet sein. Es ist durchaus angebracht, auch positive wie negative Punkte zu nennen, die den Chef betreffen. Hier ist natürlich Fingerspitzengefühl und Sachlichkeit gefragt: Ein argumentativ fundiertes Feedback ist für die Geschäftsführung wertvoller als übertriebene Lobeshymnen, die sehr leicht als Heuchelei enttarnt werden.
5. Auf angemessene Kleidung achten
Anzug oder Pullover? Es kommt natürlich auf den Beruf und die Arbeitsumgebung an: Beschäftigte in „klassischen“ Bürojobs sollten zum Jahresgespräch Hemd oder Bluse tragen, in anderen Bereichen wie der produzierenden Industrie sind auch Pullover und Jeans völlig in Ordnung. Grundsätzlich gilt: Zum Gespräch immer etwas schicker erscheinen als im alltäglichen Betrieb – nur nicht übertreiben.
6. Den „Drive“ haben: Zeigen Sie Ihre Ambitionen
Pläne für das Jahr 2017 gehören ebenfalls in das Jahresgespräch. Wohin geht die Reise und was ist geplant? An dieser Stelle können sich Beschäftigte präsentieren und ihre Arbeitsmotivation zeigen. Hier gilt es, den Spagat zwischen großen und immer noch realistischen Zielsetzungen zu schaffen. Die Ausformulierung von Zielen, neuen Projekten und konkreten Maßnahmen zeigt den Vorgesetzten die Ambitionen des Mitarbeiters.
7. Es ist doch Weihnachten…
…ist kein Argument, um mehr Lohn zu verlangen. Private Geldsorgen, anstehende Hochzeiten oder abzuzahlende Kredite gehören nicht in die Gehaltsverhandlung. Wer hier die Fassung verliert, auf die Tränendrüse drückt und ins Emotionale abfällt, hat in der Regel schlechte Karten.
8. Ankerwert setzen: Den Gehaltswunsch nennen
Geht es in die Gehaltsverhandlung, sollte immer der Arbeitnehmer seinen Gehaltswunsch zuerst nennen. Das setzt einen sogenannten „Ankerwert“, an dem sich das Folgeangebot seitens des Arbeitgebers orientiert. In der Regel sollten nicht mehr als 5 bis 10 Prozent Aufschlag gefordert werden, es sei denn, ein Karrieresprung mit zunehmenden Verantwortungsbereichen steht bevor. Wichtig: Für die Gehaltsverhandlung ist das Wissen um den eigenen Marktwert essenziell. Valide Informationsquellen sind zum Beispiel Gehaltsportale wie Gehalt.de.
9. Es muss nicht immer mehr Geld sein
Falls die Geschäftsführung das Grundgehalt nicht erhöhen kann bzw. will, gibt es noch die Möglichkeit der nicht-monetären Vergütung. Dazu zählen zum Beispiel Zuschläge für öffentliche Verkehrsmittel, Essensmarken oder mehr Freizeit. In diesem Zusammenhang ist die Frage nach Weiterbildungen oder einem Zweitstudium ebenfalls legitim. Einfach mal versuchen!
zum Beispiel Gehaltsportale wie Gehalt.de.
10. Nicht mit Kündigung drohen
Wenn das Jahresgespräch und die Gehaltsverhandlung nicht so laufen wie erwünscht, herrscht oft Frustration. Einige versuchen dann mit der Kündigung zu drohen, um doch noch zum gewünschten Erfolg zu kommen. Selbst wenn dadurch ein Gehaltsplus erzielt werden sollte, herrscht zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber danach oft Eiszeit.
„Mit Kündigung drohen ist keine professionelle Verhandlungsstrategie, sondern eine emotional aufgeladene Reaktion, bei der sich der Arbeitnehmer meistens selbst ins Abseits bringt“, meint dazu Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.
Artur Jagiello ist Leiter Kommunikation bei der PMSG PersonalMarkt Services GmbH mit Sitz in Hamburg, die u. A. das Vergleichsportal Gehalt.de verantwortet.
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