Handel E/D/E: 2016 verlief gut – 2017 soll noch besser werden - Industrie.de

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E/D/E: 2016 verlief gut – 2017 soll noch besser werden

Im Wuppertaler E/D/E-Hauptsitz dürfte die Stimmung ob der aktuellen Geschäftsdaten und Prognosen bestens sein. Foto: E/D/E
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Das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler (E/D/E) blickt optimistisch auf 2017: Nachdem schon das vergangene Jahr für Europas größten Einkaufs- und Marketingverbund ein solides Wachstum brachte, soll das Handelsvolumen dieses Jahr nochmals deutlich steigen.
Die Wuppertaler Verbundgruppe E/D/E meldet für 2016 ein Wachstum auf hohem Niveau, das insbesondere vom Auslandsgeschäft getragen wurde. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die E/D/E Gruppe ihr Handelsvolumen mit Mitgliedern und Kooperationspartnern auf 5,56 Mrd. Euro gesteigert; das entspricht einem Wachstum von 1,1 % bzw. 58 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Das im Ausland erzielte Handelsvolumen wuchs gar um 5,3 % auf 1,24 Mrd. Euro. Für 2017 plant das E/D/E mit einem Handelsvolumenplus von 6,1 % auf 5,89 Mrd. Euro.
Zum 31. Dezember 2016 beschäftigten die Unternehmen der E/D/E Gruppe europaweit 1 103 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Auszubildende – auch hier ein Plus gegenüber dem Vorjahr (2015: 1 085). Vor dem Hintergrund der Konsolidierungsentwicklungen und der Wettbewerbssituation sank die Zahl der Mitglieder leicht auf 972 Fachhändler (minus 19) und 263 Einzelhändler (minus 15).
Starke Neumitglieder
2016 hatten sich mehrere Händler aus den Bereichen Haustechnik, Stahl und Werkzeuge der E/D/E angeschlossen – darunter die Partner für Technik- und die FAMO-Gruppe. Mit weiteren Händlern laufen derzeit Gespräche über eine Zusammenarbeit.
Die gemeinsam von MAH und Wupper-Ring 2015 gegründete Gesellschaft EHH Euro Haustechnik-Handel hat ihr erstes komplettes Geschäftsjahr erfolgreich absolviert: So wurden Sortimente zusammengeführt, Konzeptbad-Projekte mit der Herstellerindustrie umgesetzt und eine neue Handelsmarkenlinie für Produkte aus dem Sortimentsbereich Heizung etabliert. Konsolidierungstendenzen führten für den Bereich Haustechnik zu einer deutlichen Verringerung des Handelsvolumens durch Mitgliederabgänge aufgrund von Unternehmensverkäufen. Durch organisches Wachstum und Neugeschäft wurde das Vorjahresniveau mit 1,22 Mrd. Euro bzw. einem leichten Rückgang um –1 % annähernd erreicht; um Struktureffekte bereinigt, konnte sogar ein Wachstum von 4,9 % verbucht werden. Besonders das Wachstum im Ausland stützte die positive Entwicklung: Wesentlich dazu beigetragen hat der Kooperationspartner VGH International mit einem Außenumsatz von allein mehr als 3,6 Mrd. Euro.
Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der E/D/E Geschäftsführung: „Mit unseren neuen Partnern schwenken wir auf einen deutlichen Wachstumskurs ein. 2017 werden wir in der Haustechnik in Europa ein zentralreguliertes Handelsvolumen von über 1,3 Mrd. Euro erreichen.“
Zudem konnte das E/D/E Chancen im europäischen Ausland nutzen und dort neue Mitglieder, Kooperationspartner und Lieferanten gewinnen. Knapp 23 % des Gesamthandelsvolumens erzielt die E/D/E Gruppe mittlerweile im Auslandsgeschäft.
Die Zukunft liegt in Europa
Auch der im Oktober 2016 in die ESH Euro Stahl-Handel ausgegründete Geschäftsbereich Stahl richtet sich auf das Europa-Geschäft aus: In Österreich und der Schweiz werden bereits mit Mitgliedern gemeinsame Lieferantenoptionen genutzt, Partner in Benelux und Skandinavien sollen bald folgen. Die letztjährigen Preisturbulenzen machten sich nach einer guten Nachfrage an Stahlprodukten ab dem Herbst nur noch leicht im Handelsvolumen bemerkbar – es erreichte 792 Mio. Euro (- 3 %).
Die weiteren Warenbereiche profitierten von der anhaltend soliden Baukonjunktur und einer guten Auslastung der Kernzielgruppe „Handwerker“. Im Werkzeugbereich blieben die Impulse der Industrie weitgehend aus, weil sich Schlüsselbranchen wie der Maschinenbau eher seitwärts bewegten. Übergreifend betrachtet haben im vergangenen Jahr nahezu alle Geschäftsbereiche ihren Lagerumsatz steigern können: Das Zentrallager in Wuppertal etwa hat 2016 die Marke von 100 000 Lagerartikeln überschritten.
Ein ambitioniertes Strategieprogramm
Die Etris Bank hat als Teil des Verbundes in den vergangenen zwei Jahren eine moderne IT-Plattform entwickelt und pilotiert. Das Projekt, das Teil des Strategieprogramms „Challenge 2020“ ist, verläuft insgesamt erfolgreich: 2016 konnte Etris den ersten Drittmarktkunden gewinnen und an das System anbinden. Mithilfe der neuen IT-Plattform verarbeitet der Kunde nun sämtliche Stufen der Zentralregulierung automatisiert und digital über die Etris Bank.
Auch weitere Kernprojekte des Strategieprogramms entwickelten sich positiv: Das elektronische Daten-Center EDC hat 2016 Daten von mehr als 600 000 Artikeln „veredelt“, an teilnehmende Händler ausgeliefert und bietet so einen Mehrwert im Tagesgeschäft. Bei Toolineo entwickeln sich die Kernkennzahlen ebenfalls positiv – Traffic und Umsatz ebenso wie die Wiederkaufsquote und die Marketingeffizienz.
Das weitere Sortimentswachstum wird nun über die Anbindung der Händlerlager realisiert; die technische Lösung ist seit Herbst 2016 verfügbar. In Kooperation mit den Händlern werden aktuell die weiteren Rahmenbedingungen geschaffen, um das Sortiment von heute 80 000 auf zunächst 200 000 Artikel bis Ende 2017 zu steigern. Damit soll nach einem Jahr eine gute Grundlage vorhanden sein, um Toolineo zu skalieren.
Geschäftsführer Trautwein: „Es ist uns 2016 gelungen, in einem dauerhaft fordernden Marktumfeld unser Handelsvolumen erneut zu steigern und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir beobachten, dass sich derzeit die Marktlogik und die Wertschöpfungskette grundlegend verändern – der Markt verteilt sich neu. Um unsere Leistungsfähigkeit auch zukünftig abzusichern, haben wir „Evolution“, einen unternehmensweit angelegten Strategie- und Organisationsentwicklungsprozess, gestartet.“
Weitere Investitionen in die Zukunft geplant
Der Förderauftrag des E/D/E besagt, die unternehmerische Selbstständigkeit der Mitglieder zu fördern sowie die Lieferanten und Kooperationspartner dabei zu unterstützen, ihr Geschäft zukunftsfest und erfolgreich führen zu können. Trautwein: „Der mit Abstand größte Anteil des Jahresergebnisses wird grundsätzlich thesauriert, um die Finanzkraft der Unternehmensgruppe weiter zu stärken. Darüber hinaus ist es unser erklärtes Ziel, Mehrwert für unsere Partner zu schaffen und passgenaue wettbewerbsfähige Dienstleistungen zu entwickeln, die auf die sich wandelnden Marktanforderungen einzahlen.“
Christian Kleff ist Leiter Unternehmenskommunikation beim Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH – E/D/E.
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