Maschinenbau: Stimmungshoch statt Brexit-Panik

Maschinenbau

Stimmungshoch statt Brexit-Panik

Im Maschinenbau blickt – allen politischen Krisen zum Trotz – die Mehrheit der Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Foto: Nicolas Herrbach – Fotolia
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Die Laune im deutsche Maschinenbau könnte kaum besser sein: Konjunkturprognose und Umsatzerwartungen steigen auf ein neues Rekordniveau und die Zahl der Auslandsaufträge wächst beständig. Die Erwartungen an die weitere Entwicklung des Auslandsgeschäfts sind zwar eher verhalten – doch mit einem Umsatzrückgang infolge des Brexits rechnen laut PwC nur die wenigsten.
Die Stimmung im deutschen Maschinenbau hat sich in den ersten Monaten des Jahres deutlich verbessert: Derzeit sehen 84 % der befragten Entscheider die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs (Vorquartal: 68 %). Von einer positiven Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten gehen 72 % der Befragten aus (Vorquartal: 61 %). Auch im Hinblick auf die Weltwirtschaft hat sich die Stimmung in der Branche weiter verbessert; die aktuelle Weltkonjunktur bewerten 61 % der Maschinenbauer positiv (Vorquartal: 53 %), 41 % erwarten ein globales Wachstum in den nächsten zwölf Monaten (Vorquartal: 37 %). Dies geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC für das 1. Quartal 2017 hervor.
Auslandsgeschäft beflügelt Umsatzerwartungen
Die Umsatzerwartungen der Maschinenbauer für die nächsten zwölf Monate haben indes ein neues Rekordniveau erreicht: Für die Gesamtbranche gehen die Befragten aktuell von einem Wachstum von 3,8 % aus. Für das eigene Unternehmen sind sie mit durchschnittlich 6,7 % sogar noch optimistischer. „Diese Spitzenwerte verdanken wir einer stabilen Entwicklung zu Jahresbeginn“, erläutert Dr. Frank Schmidt, Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC. „Jedes vierte befragte Unternehmen konnte seine Gewinnmarge steigern, zwei Drittel haben sie auf konstantem Niveau halten können. Zudem registrieren wir eine Wende im Auslandsgeschäft.“ Rund die Hälfte der befragten Unternehmen konnte die Auslandsaufträge in den ersten drei Monaten des Jahres steigern – wogegen lediglich 2 % mit einer sinkenden Auslandsnachfrage konfrontiert waren.
Trotz dieser insgesamt positiven Entwicklung stagniert der erwartete Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz seit einem Jahr unter der 50-Prozent-Marke: „Dies ist für eine so exportorientierte Branche wie den deutschen Maschinenbau zu wenig“, kommentiert Schmidt. „Andererseits spiegeln sich in unseren Umfragewerten natürlich auch politische Unsicherheiten und internationale Krisen wider.“
Nur geringe Auswirkungen durch den Brexit erwartet
Dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU sieht die Mehrheit der deutschen Maschinenbauer hingegen weitgehend gelassen entgegen: 54 % der Entscheider erwarten keine nennenswerten Auswirkungen auf ihr Geschäft, lediglich 28 % befürchten einen Umsatzrückgang. Insgesamt rechnen die Befragten mit nur leichten Umsatzeinbußen von 0,4 %. Eine Verlagerung von Standorten als Reaktion auf den Brexit erwägen nur 3 % der Unternehmen. „Viel entscheidender für die Branche wird die weitere Entwicklung in den Vereinigten Staaten sein“, so Schmidt. „Sollte die vom US-Präsidenten angekündigte Steuerreform die Reindustrialisierung der USA weiter vorantreiben, müssen auch die deutschen Maschinenbauer ihre jeweiligen Produktions- und Vertriebsstrukturen auf den Prüfstand stellen.“
Patrick Torka ist in der PwC-Presseabteilung tätig.
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