Studie: Wandlungsfähigkeit deutscher Firmen divergiert stark

Unternehmensführung

Studie: Wandlungsfähigkeit von Firmen divergiert stark

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Geht es nach der Studie, herrscht in der deutschen Wirtschaft eine Zweiklassengesellschaft In Sachen Wandlungsfähigkeit. Foto: WrightStudio – Fotolia
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Eigentlich sind sich Deutschlands Unternehmen einig: Wandlungsfähigkeit ist der Schlüssel, um angemessen auf Megatrends wie Digitalisierung, Individualisierung und Co. reagieren zu können. Wie der „Change Readiness Index“ der Unternehmensberatung Staufen zeigt, unterscheiden sich die heimischen Betriebe in ihrer tatsächlichen Wandlungsfähigkeit allerdings doch sehr deutlich.

Während auf einer Skala mit maximal 100 Punkten ein durchschnittlicher Change Readiness Index (CRI) von 58 Punkten ermittelt wurde, reicht die Bandbreite der Einzelergebnisse von 18 bis 90 CRI-Punkten. „Ein Teil der Unternehmen lässt also noch jegliche Wandlungsfähigkeit vermissen, während ein anderer Teil bereits ohne Probleme in der Lage ist, sich schnell und erfolgreich auf Veränderungen und neue Herausforderungen einzustellen“, erläutert Wilhelm Goschy, Chief Operating Officer der Staufen AG, die Studienergebnisse. Für den Change Readiness Index wurden in jedem befragten Unternehmen die vier Bereiche Strukturen, Prozesse, Führungskultur und Mitarbeiterqualifikation untersucht.

Lean-Strategien zahlen sich aus

„Wie unsere Studie belegt, gehören zu den bereits wandlungsfähigen Unternehmen überdurchschnittlich viele Betriebe, die ihre Wertschöpfungsprozesse nach den Prinzipien des Lean Managements organisieren“, so Staufen-Vorstand Goschy weiter. „Wird Lean Management zusätzlich auch in den indirekten Bereichen eingesetzt oder folgt sogar die gesamte Strategie der Lean-Philosophie, gewinnen die Unternehmen nochmals deutlich an Agilität und Flexibilität hinzu.“ In Zahlen: Mit jeder Erhöhung des Lean-Reifegrades steigt der Change Readiness Index eines Unternehmens um mehr als 6 Punkte.

Prof. Daniel T. Jones, Mitautor des Lean-Standardwerks „The Machine That Changed the World“ und Gründer der Lean Enterprise Academy, erklärt das gute Abschneiden der Lean-Unternehmen so: „Während traditionelle Managementansätze Standardisierung dazu nutzen, um Kontrolle über die Belegschaft auszuüben, zeigt Lean Management den Mitarbeitern einen Weg auf, in Eigenverantwortung Verbesserungen zu erzielen. Und wo Menschen die Optimierung der eigenen Arbeit selbst vorantreiben, werden sie fähig, nicht nur die Probleme von heute zu lösen. Sie können auch den Problemen von morgen immer besser begegnen.“

Über die Studie

Für den „Change Readiness Index 2017“ befragte die Unternehmensberatung Staufen in diesem Frühjahr insgesamt 658 Unternehmen in Deutschland. Mehr als 60 % der befragten Unternehmen kommen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektroindustrie und der Automobilindustrie. Die vollständige Studie mit dem Titel „Erfolg im Wandel“ steht zum kostenlosen Download unter unten stehendem Link bereit.

Arne Stuhr ist Mitinhaber der Kommunikationsberatung Thöring & Stuhr in Hamburg.

http://www.staufen.ag/fileadmin/hq/survey/STAUFEN.-studie-erfolg-im-wandel-de_DE.pdf

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