Mobilfunkstandard 5G

Bitkom fordert Rechtsicherheit für 5G-Netzausrüster

5G-Netzausbau
Beim 5G-Netzausbau fordert der Bitkom Bitkom will Rechtssicherheit für Netzausrüster. Bild: Николай Батаев/adobe.stock.com
Anzeige

Die Bundesnetzagentur aktualisiert derzeit die Sicherheitsanforderungen an Mobilfunkbetreiber beim 5G-Netzausbau. Der Digitalverband Bitkom begrüßt, dass die Sicherheitsanforderungen für alle Netzbetreiber, Hersteller und Diensterbringer gleichermaßen und technikneutral gelten sollen. 


Gerade in letzter Zeit ist das Thema IT-Sicherheit sehr präsent und wichtiger denn je. Aus Bitkom-Sicht müssen die 5G-Netze jederzeit ein Höchstmaß an Sicherheit und Verfügbarkeit gewährleisten und dürfen nicht kompromittiert werden können. Zudem müsse grundsätzlich gelten, dass für alle Hersteller die gleichen produkt- und angebotsspezifischen Prüfkriterien, Regeln und Verfahren angewandt werden – unabhängig von dem Unternehmenssitz, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wichtig ist, dass es europaweit einheitliche Sicherheitskriterien gibt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

„27 Einzellösungen würden einen schnellen 5G-Aufbau massiv behindern. Der beste Weg ist ein europaweit verbindliches Regelwerk für 5G-Netzwerkkomponenten auf Basis des EU Cybersecurity Act. Wer dessen Vorgaben erfüllt, muss dann für den 5G-Netzaufbau zugelassen werden.“

Vertrauenswürdigkeit auf dem Prüfstand

Laut Entwurf der Bundesnetzagentur bestehen die Sicherheitsanforderungen aus zwei Säulen: technischen Überprüfungen sowie Verpflichtungen zur Vertrauenswürdigkeit der Netzausrüster. Aus Bitkom-Sicht ist die Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Herstellern ebenso wie die technische Überprüfung von Komponenten eine staatliche Aufgabe und darf nicht delegiert werden.

Der vorgesehene Sicherheitskatalog sieht das bislang so nicht vor. „Die Netzbetreiber dürfen nicht in eine politische Schiedsrichterrolle gedrängt werden“, so Berg. Zudem seien technisch-regulatorische Anforderungsdefinitionen ungeeignet, um Fragen primär politischer Natur zu beantworten. Vielmehr müsse eine Rechtsgrundlage geschaffen werden, die eine sachgerechte Zuweisung der Verantwortung regelt.

Außerdem merkt der Bitkom an, dass Teile des Entwurfs für eine Vertrauenswürdigkeitserklärung im Widerspruch zu geplanten Rechtsakten der EU-Kommission stehen würden, etwa der E-Evidence-Verordnung.

„Betreiber und Netzausrüster brauchen Rechtssicherheit. Die Sicherheitsanforderungen der Bundesnetzagentur müssen eindeutig sein und dürfen keine Spielräume für juristische Interpretationen lassen“, so Berg.(ag)


Kontakt zum Bitkom

Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Albrechtstraße 10
10117 Berlin-Mitte
Tel.: +49 30 275760
E-Mail: bitkom@bitkom.org
Website: www.bitkom.org

Ebenfalls interessant:

5G industriefähig ausbauen

Anzeige

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Konradin Industrie

Titelbild dei - Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie 11
Ausgabe
11.2019
LESEN
ARCHIV
ABO

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de