Einsatz von 5G-Mobilfunktechnologie

Herausforderungen für die Fabriken und Lieferketten

Quelle: xresch auf Pixabay
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Die Einführung der Mobilfunktechnologie „5G“ bringt eine ganze Reihe von Herausforderungen für die Industrie mit sich. Ganz oben rangieren Aspekte im Kontext der Sicherheit, wenn 5G in Fabriken und Lieferketten ausgerollt wird.

„Es gibt bei den mit 5G verbundenen Veränderungen auch deutlichen Widerstand. Viele traditionelle Produktionsbetriebe weisen gut dokumentierte Sicherheitsrisiken auf“, erklärt Will Stefan Roth von Nozomi Networks. Die Versuchungsei ist groß, neue Technologien sofort im Sinne eines geschäftlichen Vorteils ein- und umzusetzen. Der Return on Investment spricht nicht selten eine deutliche Sprache. Die Gefahr liegt darin, traditionelle Netzwerke und Systeme nicht entsprechend zu modernisieren. Netze und Systeme, die so untragbar sind. Denn sie vergrößern die Angriffsfläche für Cyberangriffe im industriellen Umfeld.

„Firmen müssen ihre Ingenieursteams beim Umsetzen neuer Technologien unterstützen. Nur so lassen sich Widerstände gegen Veränderungen auflösen“, empfiehlt Roth. „Und Unternehmen müssen ihre Lieferketten sorgfältig überprüfen. Gerade Firmen, die Teil von Lieferketten bei industriellen Steuersystemen sind, denken oft konservativ. Sie setzen auf bewährte Technologien und steuern ein Projekt von Beginn an bis zum Ende anhand der vorab definierten Ergebnisse gemäß dem traditionellen Wasserfallmodell.“

Adaptive Fertigung erfordert nach seiner Einschätzung einen Wandel in der gesamten Unternehmenskultur einschließlich der angeschlossenen Lieferketten: „Neue Technologien dienen dazu einen agilen bzw. flexiblen Lifecycle innerhalb der Fertigung zu entwickeln. Unternehmen, die an diesem Übergangsprozess scheitern, riskieren effektiv einen Wettbewerbsnachteil in ihrem Marktsegment. Im Umkehrschluss gilt, wem es gelingt, den Prozess der digitalen Transformation erfolgreich zu managen, der wird daraus vermutlich großen Nutzen ziehen.“

Revolution für den Fertigungsprozess

Dennoch sieht Roth für „5G“ ein großes Potenzial, den Fertigungsprozess zu revolutionieren und in Sachen Industrie 4.0 Ergebnisse zu liefern. „Allerdings verlassen sich ambitionierte und in diesem Bereich fortgeschrittene Produzenten dabei sehr viel stärker als bisher auf automatisierte Prozesse. Und das wiederrum macht sie anfällig(er) für Cyber-Bedrohungen“, fügt Roth hinzu.

Unternehmen müssen nach seiner Meinung sicherstellen, dass Menschen, Prozesse und Technologien mit den Sicherheitsanforderungen in derartig fortgeschrittenen Ökosystemen Schritt halten. „Wir leben in einem Zeitalter, in dem Datenschutzverletzungen nicht mehr nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich sind. Umso wichtiger ist es, Vorfälle so schnell wie möglich zu erkennen“, gibt Roth zu Protokoll. „Netzwerküberwachung und Anomalie-Erkennung sind dabei entscheidende Komponenten. Netzwerk-Monitoring bietet aber noch einen zusätzlichen Vorteil, gerade was die digitale Transformation anbelangt. Die Überwachung bietet zusätzlich detaillierte Informationen zu allen Systemen und Komponenten im Netzwerk und zur gesamten Kommunikation, die innerhalb industrieller Steuerungssysteme abläuft. Auf Basis dieser Daten haben Firmen die Gelegenheit ihre Systeme anzupassen und auf eine modernisierte Infrastruktur zu migrieren.“ (rhh)

Nozomi Networks

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