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Österreichische Rundfunksender GmbH testet ab Ende März Fernsehen über Mobilfunkstandard 5G

5G Mobilfunkstandard
ORS testet Fernsehen über Mobilfunkstandard 5G

Einer der Sendemasten, die den 5G-Broadcast-Betrieb in Wien testen sollen.
Einer der Sendemasten, mit deren Hilfe die ORS den 5G-Broadcast-Betrieb testen will.
Bild: ORS
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Die Österreichische Rundfunksender GmbH (ORS) testet Ende März den 5G-Broadcast-Betrieb in der österreichischen Hauptstadt Wien. Das hat das Unternehmen in einem Blogbeitrag bekanntgegeben. ORS will damit testen, ob und wie Fernsehen über den neuen Mobilfunkstandard 5G funktioniert. Die Medienbehörde KommAustria hatte im November 2019 die Genehmigung dazu erteilt. 

Gesendet wird über zwei Sendeanlagen, die am Wiener Kahlenberg und im 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing aufgebaut sind. Dort soll die 5G-Broadcast-Technologie im Laufe der nächsten Jahre in zwei Phasen erforscht werden.

5G-Broadcast: Erste Testphase dauert bis Mitte 2021

Die erste Testphase wird bis zum zweiten Quartal 2021 andauern. Während dieser Phase wird die mobile Übertragungs-Technik feMBMS (further envolved Multimedia Broadcast Multicast Service) mit dem aktuellen DVB-T2-Übertragungsstandard für Antennen-Fernsehen verglichen.

Die ORS kündigt an, dass es in Zukunft mit feMBMS möglich sein wird, Medieninhalte sowohl über Receiver als auch über mobile Endgeräte zu empfangen. Damit eröffnet sich Rundfunkveranstaltern die Möglichkeit, ihr Ökosystem für die Medienübertragung deutlich zu erweitern.

TU Wien und ORS mit mobilen Messwagen im Raum Wien unterwegs

Die Technische Universität (TU) Wien hat gemeinsam mit der ORS im Vorfeld technische Parameter der 5G Broadcast Technologie simuliert, etwa Datenraten und Empfangsqualität. Diese Ergebnisse werden nun mit denen aus Feldmessungen abgeglichen: Ab Sommer werden Messwagen in Wien unterwegs sein, die unterschiedliche Geh- und Fahrgeschwindigkeiten simulieren und so die Empfangsqualität des Signals testen.

Auch die Übertragung neuer Medienformate – etwa HTTP Live Streaming (HLS) – und die gleichzeitige Verarbeitung von Mobilfunk, WiFi und feMBMS Daten auf Mobilgeräten werden dabei untersucht.

In der zweiten Phase wird unter anderem das Zusammenspiel zwischen Broadcast- und Mobilfunk Network Operators (BNO/MNO) getestet, sowie die Versorgung mit Katastrophen- und Krisen-Informationen und die dynamische Netzwerk-Nutzung für MNOs.

Test von 5G-Broadcast in Bayern erfolgreich durchgeführt

Bereits im vergangenen Oktober hatte das Forschungsprojekt „5G Today“ einen Erfolg von 5G-Broadcast in Bayern vermeldet.

5G Today kam nach Tests, die bereits seit 2017 liefen, zum Ergebnis, dass sich mit FeMBMS die Eigenschaften eines klassischen Rundfunk-Übertragungssystems erreichen ließen. „Auf weiten Teilen der Messstrecke konnten wir einen guten mobilen TV-Empfang realisieren“, sagt die Projektleiterin beim Institut für Rundfunktechnik, Aneta Baier. Das Projekt soll über den Testzeitraum hinaus weiterlaufen. (wag)


Kontakt zur ORS

Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG
Würzburggasse 30
1136 Wien, Österreich
Tel.: + 43 1870 4012 680
E-Mail: office@ors.at
Website: www.ors.at

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