5G Mobilfunkstandard

Swisscom aktiviert 5G-Netze in der Schweiz

5G-Smartphone vor einem Funkmasten.
Die Swisscom hat ihre 5G-Frequenzen in 54 Orten in der Schweiz live geschaltet. Bildquelle: Fotolia
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Der Marktführer im Schweizer Mobilfunknetz Swisscom hat das 5G-Netz im Alpenstaat live geschaltet. 54 Ortschaften – etwa die Landeshauptstadt Bern oder Zürich – haben ab sofort die (theoretische) Möglichkeit, auf den schnellen Mobilfunkstandard zuzugreifen.

Während in Deutschland die Versteigerungen der Frequenzen andauern und der Preis mittlerweile deutlich über die 5-Milliarden-Grenze gestiegen ist, sind unsere Nachbarn in der Schweiz bereits einen Schritt weiter. Die Swisscom, der größte Anbieter mobiler Netze in Helvetien, legte am 17. April um Mitternacht den Schalter um. Seitdem gibt es die theoretische Möglichkeit, in 54 Ortschaften via 5G im Internet zu surfen. Das Problem dabei: Aktuell gibt es auf dem Markt noch keine Smartphones oder andere 5G-fähige Endgeräte, die den neuen Standard unterstützen. Diese sollen in der Schweiz „in den nächsten Monaten“ bereitgestellt werden, wie die Swisscom in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Das Unternehmen will außerdem bis Ende des Jahres das komplette Land mit 5G versorgen, „von Aadorf bis Zwischenbergen“.

Swisscom ist verpflichtet, mindestens 50 Prozent mit 5G abzudecken

Die Frequenzen wurden bereits im Februar für umgerechnet etwa 3,3 Mrd. Euro von der Schweizer Kommunikationskommission (ComCom) versteigert. Dabei sicherte sich die Swisscom das Recht, die neuen Frequenzen über 15 Jahre zu nutzen. Die Auflage: Bis 2024 erwartet der Bund, mindestens 50 Prozent der Bevölkerung Zugang zum 5G-Netz zu ermöglichen. Die Swisscom selbst plant bis Ende 2019 bereits 90 Prozent Netzabdeckung. Hier werden sie sich an ihren Worten messen lassen müssen. Urs Schaeppi, Swisscoms CEO, verspricht jedenfalls, dass das 5G-Netz „schweizweit bis Ende des Jahres für alle parat sein [wird], wenn die Geräte der großen Hersteller unter dem Weihnachtsbaum liegen“.

Die Konkurrenz schläft nicht

Bereits Anfang des Monats hatte das zweitgrößte Telekommunikationsunternehmen der Schweiz, die Sunrise Communications AG, die ersten 5G-Internetboxen in Betrieb genommen. Von Seiten des Mobilfunkanbieters heißt es, dass bereits 150 Orte in der Schweiz mit dem neuen Netz versorgt seien. Die Pläne von Salt, dem dritten Unternehmen, das Frequenzen bei den Versteigerungen ergattert hatte, sind derzeit noch nicht bekannt.

In Deutschland geht derweil die Versteigerung der Frequenzen weiter. Ob dieser Prozess bis Ostern abgeschlossen sein wird, steht weiterhin in den Sternen.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Swisscom

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