5G Mobilfunkstandard

Telekom will binnen Jahresfrist 300 5G-Antennen bauen

5G Mobilfunkstandard Telekom
Bild: metamorworks / fotolia.com
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Die Telekom will bis Jahresende rund 300 5G-Antennen an mehr als 100 Standorten bauen und in Betrieb nehmen. Los geht es in Berlin und Bonn, danach sollen Darmstadt, Hamburg, Leipzig und München folgen. In den nächsten anderthalb Jahren plant der Mobilfunkkonzern, die 20 größten Städte in der Bundesrepublik ans 5G-Netz anzubinden.

Erste Geräte und Tarife für 5G seien ab sofort verfügbar, teilt das Bonner Unternehmen mit. In den vergangenen Jahren haben 18 Startups ihre 5G-Produkte im Berliner Netz der Telekom entwickelt.

„Mit der Frequenzauktion haben wir das Ticket für die 5G-Zukunft gelöst. Nun wollen wir 5G möglichst schnell auf die Straße, zu unseren Kunden, bringen“, verspricht Dirk Wössner, Vorstand der Telekom. „Wir geben überall Vollgas, damit es noch in diesem Jahr mit 5G losgehen kann“, so Wössner weiter. Problematisch seien allerdings die Genehmigungsverfahren, die in Deutschland für den Geschmack des Telekom-Vorstands zu lange dauerten. Wössner sieht 5G als die Technologie der Zukunft, gesteht aber ein, dass die Telekom noch Hausaufgaben im aktuellen Netz zu machen habe. Der LTE-Ausbau stehe deshalb weiter im Fokus. „Es geht darum, besonders im ländlichen Raum Lücken zu schließen“, so Wössner.

Mit der Industrie arbeitet die Telekom aktuell an 5G-Campusnetzen, bei denen der Ausbau dem konkreten Bedarf von Geschäftskunden folgt. Derzeit werde mit Unternehmen wir Osram und ZF am 5G-Netz gearbeitet. „Egal ob Mobilitätskonzepte in Städten, Produktion in der Industrie von morgen oder virtuelle Realität im Unterhaltungssektor: 5G ist der Schlüssel dazu“, sagt Claudia Nemat, Vorstand der Telekom für Technologie und Innovation.

18 Startups im Telekom Tech-Inkubator „hubraum“ haben in den letzten Monaten bereits ihre Ideen für 5G ausprobiert. Dazu hatten sie Live-Bedingungen im 5G Testfeld der Telekom in Berlin und konnten Edge Computing nutzen. Diese Technologie ermöglicht einen Zugriff auf das Netz quasi ohne Verzögerungen, weil die Rechenleistung in der Cloud möglichst nah zum Kunden gebracht wird. 5G wurde von den Startups beispielsweise für Echtzeit-Infos beim Sport verwendet, für Schulungen per Datenbrille oder für selbstfahrende Roboter in Fabriken. Claudia Nemat: „Das Feedback der 5G-Pioniere hat uns gezeigt, wie zukünftige Anwendungen aus der Kombination von 5G und Edge Computing profitieren können.“ Jetzt soll die Die Kommerzialisierung der 5G-Ideen im Fokus stehen.

Telekom testet 5G in Bonn

Die Telekom testet 5G jetzt auch in Bonn. Fünf Bonner Standorte seien bereits mit dem neuen Standard ausgerüstet, teilt das Unternehmen mit. Dort werde vor allem das Zusammenspiel von Netz und Geräten erprobt. Laut Telekom betrug die Übertragungsrate bei einem Live-Test mit kommerziellen Geräten über 1 GBit/s. Weitere 5G-Testfelder betreibt die Telekom in Berlin und Darmstadt. Alle Testfelder sollen noch in diesem Jahr in den 5G-Livebetrieb für Kunden geschaltet werden.

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