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Volkswagen nimmt 5G-Campusnetz in Wolfsburg in Betrieb – auch Gläserne Manufaktur Dresden erhält 5G-Insel

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Volkswagen nimmt 5G-Campusnetz in Wolfsburg in Betrieb

Volkswagen Wolfsburg 5G
Volkswagen erprobt am Stammsitz in Wolfsburg 5G.
Bild: Epstudio20/stock. adobe.com

Volkswagen hat am Stammwerk Wolfsburg ein lokales 5G-Standalone-Netz („Campusnetz“) aufgebaut. Zunächst wird dieses im zentralen Entwicklungs-Zentrum und der Pilothalle der Produktion eingesetzt. In dem Pilotprojekt will der Autobauer testen, ob die 5G-Technologie die hohen Anforderungen der Autoproduktion erfüllt. Außerdem soll sie für den industriellen Serieneinsatz weiterentwickelt werden.

Volkswagen verwendet dafür eine exklusive 5G-Funkfrequenz, die eine sichere und verzögerungsfreie Übertragung von Daten gewährleistet.

Zusätzlich dazu haben die Wolfsburger in der Gläsernen Manufaktur Dresden eine sogenannte „5G-Insel“ in Betrieb genommen. VW setzt den Aufbau und den Betrieb der 5G-Infrastruktur in Eigenregie um. Dadurch will man wettbewerbsrelevantes Spezial-Wissen für die Nutzung der wichtigen Zukunftstechnologie sammeln sowie die Datensicherheit gewährleisten.

„Unser Ziel ist es, unsere Produktion kontinuierlich zu optimieren, sie noch leistungsfähiger und flexibler zu gestalten“, sagt Christian Vollmer, Vorstand für Produktion und Logistik bei Volkswagen Pkw. Die 5G-Technologie biete ein großes Innovationspotenzial.

5G: Datenübertragung in Echtzeit für Produktion der Zukunft

Im Werk in Wolfsburg setzt Volkswagen derzeit rund 5.000 Roboter ein, hinzu kommen viele weitere Maschinen und Anlagen. In Zukunft muss ihre Steuerung und Überwachung sicher und verzögerungsfrei erfolgen. Die Latenz reduziert sich mit 5G deutlich zu anderen drahtlosen Kommunikations-Technologien, etwa WLAN.

Trumpf und Telekom präsentieren Echtzeit-Lokalisierungslösung mit 5G

Ein Szenario, das der Konzern in der Pilotphase unter Labor-Bedingungen in Wolfsburg erproben will, ist das kabellose Aufspielen von Daten auf produzierte Fahrzeuge. Im Produktionsprozess wird die Übertragung großer Datenmengen in die Autos erforderlich. 5G ermöglicht dieses „digitale Betanken“ schneller und zeitlich flexibel während der Produktion.

Aufbau und Betrieb des 5G-Netzes in Eigenregie

„Für die flexible Produktion der Zukunft ist eine leistungsfähige und drahtlose Kommunikation, die in Echtzeit erfolgt, von entscheidender Bedeutung. 5G kann ein solcher Treiber des Industrial Internet of Things (IIoT) sein. Wir wollen daher umfassende Erfahrungen in dem Betrieb und industriellen Einsatz von 5G sammeln“, sagt Beate Hofer, CIO im Volkswagen-Konzern. Langfristig soll das Campusnetz in Wolfsburg weite Teile des 6,5 Quadratkilometer großen Werksgeländes abdecken.

Für das Campusnetz in Wolfsburg hat das Unternehmen eine private Funkfrequenz bei 3,7 bis 3,8 GHz mit 100 MHz Bandbreite bei der Bundesnetzagentur beantragt und zugeteilt bekommen. Erst eine eigene Frequenz ermöglicht eine störungsfreie, drahtlose Übertragung, da diese nur exklusiv von Volkswagen für die Produktion genutzt wird. Ausgerüstet wird das 5G-Netz von Nokia.

Gläsernen Manufaktur erprobt Anlagensteuerung über 5G

Die Marke Volkswagen Pkw ist Teil eines 5G-Kompetenznetzwerks im Volkswagen-Konzern. Auch in der Gläsernen Manufaktur Dresden ist eine 5G-Insel in Betrieb genommen worden.

In Zusammenarbeit mit Porsche, Audi und der TU Dresden wird die vernetzte Anlagensteuerung an einem Fahrerlosen Transportsystem (FTS) weiterentwickelt. Die Sensoren des FTS übergeben die Umfeld-Daten per 5G an den Cloud-Computer. Dieser berechnet den Fahrtkurs zu einer ID.3-Karosserie und sendet die Informationen in Echtzeit zurück. Das Projekt in Dresden wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. (wag)


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