Studien & Analysen

Der Erfolg der digitalen Transformation ist eine Frage der Kultur

Die digitale Transformation erfasst alle Branchen und Unternehmen jeder Größe. Bild: Microsoft
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Die Digitalisierung scheitert nicht am Willen der Mitarbeiter. 60 Prozent der deutschen Beschäftigten meinen, dass digitale Technologien die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Organisation verbessern. Auch für ihre persönliche Entwicklung sehen die Befragten überwiegend Vorteile. Gleichzeitig fürchtet sich jeder zweite Arbeitnehmer vor veränderten Aufgaben oder gar Jobverlust. Das ergibt eine repräsentative Erhebung von YouGov im Auftrag von Microsoft.

Demnach stellen sich Unternehmen und Institutionen aktuell eher den technischen als den kulturellen Herausforderungen der Digitalisierung. Nicht einmal jeder fünfte Arbeitgeber treibt den Kulturwandel konsequent voran. Ein neuer Microsoft-Studienband gibt jetzt konkrete Empfehlungen, wie Unternehmen eine Kultur der digitalen Transformation schaffen können.

Viele Arbeitnehmer empfinden die Digitalisierung als Chance. So ist jeder zweite davon überzeugt, dass die digitale Transformation mehr Spaß bei der Arbeit oder eine bessere Gestaltung der Work-Life-Balance ermöglicht (51 beziehungsweise 48 Prozent). Allerdings fürchten ebenso viele Beschäftigte den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder eine Veränderung von Aufgaben. „Wer die Digitalisierung erfolgreich gestalten will, muss alle Menschen mitnehmen“, fordert Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Es gelte die positive Grundstimmung der Beschäftigten zu nutzen, Ängsten aktiv zu begegnen und Zukunftsperspektiven für alle aufzuzeigen. Das gelänge am besten in einer Kultur des Vertrauens, in der die Mitarbeiter aktiv in den Transformationsprozess eingebunden würden. Doch genau daran scheine es in Deutschland noch zu mangeln. Die wenigsten Beschäftigten (laut der Studie 11 Prozent) erlebten die Entwicklung der digitalen Transformationsstrategie als gemeinschaftlichen Prozess unter Beteiligung von Mitarbeitern und Führungskräften.

Ängste akzeptieren und die Digitalisierung gemeinsam gestalten

Unsicherheit in der Belegschaft entsteht nach Überzeugung der Studienmacher häufig dann, wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, neuen Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Eine Digitalkultur, die Ängste ernst nehme und lebenslanges Lernen fördere, könne dem entgegenwirken. Laut Umfrage begrüßen 67 Prozent der Befragten ausdrücklich eine kontinuierliche berufliche Weiterentwicklung. Doch Unternehmen und Behörden leisten zu wenig Unterstützung bei der digitalen Qualifikation. So bietet nur jeder zweite Arbeitgeber regelmäßig entsprechende Schulungen an oder ermutigt seine Mitarbeiter, mit neuen Technologien zu experimentieren.

„Deutsche Unternehmen und Institutionen haben die Bedeutung der digitalen Transformation durchaus erkannt, doch sie stellen sich derzeit eher den technischen als den kulturellen Herausforderungen“, berichtet Bendiek. Dabei sei der Erfolg der digitalen Transformation immer auch eine Frage der Kultur. Eine klare Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungen könnten Mitarbeitern hier helfen, die digitale Zukunft zuversichtlich anzugehen. Nur genau daran hapere es. Derzeit berichte nicht einmal jeder fünfte Befragte (19 Prozent) von einem Programm für den Kulturwandel in seiner Organisation. Stattdessen nähmen die Befragten vielfach noch eine tradierte Unternehmenskultur wahr und vermissten eine Strategie für die digitale Transformation.

Den Kulturwandel zur Chefsache machen

Wie Unternehmen den notwendigen Kulturwandel konkret angehen können, zeigt Microsoft jetzt in dem neuen Studienband „Digitalisierung für alle – wie wir eine Kultur der digitalen Transformation schaffen“. Neben den detaillierten Umfrage-Ergebnissen finden sich in dem Band auch die Perspektiven von Change-Experten, Psychologen und Top-Managern unterschiedlichster Branchen. „Unternehmen dürfen die digitale Transformation nicht ignorieren“, fordert Andreas Schierenbeck, Vorstandsvorsitzender von Thyssen Krupp Elevator. „Sie müssen den Wandel von der Chefetage aus führen und sollten ihn nicht an die IT-Abteilung delegieren. Denn Veränderung erfordert unternehmerische Führung und übergreifenden Fokus“.

Tatsächlich aber sei Digitalisierung in Deutschland nur selten Chefsache: Laut der YouGov-Umfrage erlebt nur jeder vierte Mitarbeiter die Geschäftsführung oder den Vorstand als treibende Kraft der Transformation. Das Unternehmen befragte im Auftrag von Microsoft Deutschland 1.073 Mitarbeiter und Führungskräfte der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung in Deutschland im Zeitraum vom 2. bis 16. Februar 2018.

Digitalisierung für alle

Die Aktivitäten von Microsoft stehen im Kontext der Initiative Digitalisierung für alle. Microsoft setzt sich im Rahmen der Initiative dafür ein, dass alle Menschen vom Fortschritt und den Chancen profitieren, die die digitale Gesellschaft bietet. Die vollständige Studie erhalten Sie hier. (ig)

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