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Wirtschaftswachstum: Hälfte der deutschen CEOs rechnet mit Rückgang

23. Global CEO Survey
Wirtschaftswachstum: Hälfte der deutschen CEOs rechnet mit Rückgang

23. CEO Survey PwC Gorodenkoff Adobe Stock
23. Global CEO Survey: Mehr als die Hälfte der deutschen CEOs blickt pessimistisch in die Zukunft. Bild: Gorodenkoff / stock.adobe.com
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Nachdem der Optimismus bei Topmanagern bereits im vergangenen Jahr eingetrübt war, hat die Zuversicht noch einmal abgenommen: 53 Prozent der CEOs rechnen mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums in den kommenden zwölf Monaten (Vorjahr: 29 Prozent). Zuversichtlich, dass die Weltwirtschaft stärker als im Vorjahr wächst, sind in diesem Jahr 22 Prozent (Vorjahr: 42 Prozent).

Deutsche Manager zeigen sich im globalen Vergleich noch pessimistischer: Von ihnen rechnen 68 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent) mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums im kommenden Jahr. 20 Prozent (Vorjahr: 38 Prozent) glauben an eine Verbesserung. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsgesellschaft PwC in ihrer 23. Global CEO Survey, an der 1.581 Topmanager aus 83 Ländern teilgenommen haben.

Dreijahresausblick: Deutsche CEOs für eigene Firmen zuversichtlicher

Nur jeder fünfte CEO in Deutschland (20 Prozent) ist im Bezug auf sein eigenes Unternehmen sehr zuversichtlich, dass es in den nächsten zwölf Monaten wächst (20 Prozent). 21 Prozent geben an, nicht sehr zuversichtlich zu sein (weltweit: 22 Prozent).

Beim Dreijahresausblick auf das eigene Unternehmen ist die Zuversicht im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. 2019 gaben 18 Prozent der befragten CEOs in Deutschland an, dass sie dem Wachstum in den nächsten drei Jahren sehr zuversichtlich gegenüberstehen. Bei der diesjährigen Umfrage waren es 31 Prozent, weltweit sogar 34 Prozent (Vorjahr: 36 Prozent).

„Handelskonflikte und ungeklärte Fragen rund um den Brexit bergen Unsicherheiten, die direkte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben“, sagt der Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland, Dr. Ulrich Störk. Dass die Zuversicht beim Dreijahresausblick gestiegen ist, wertet er aber als positives Zeichen. „Viele Unternehmen stecken in großen Transformationsprojekten, die erst mittel- oder langfristig gewinnbringend sein werden. Die digitale Transformation trotz bestehender Unsicherheiten weiter voranzutreiben und gezielt zu investieren, wird sich am Ende auszahlen“, so Störk.

Handelskonflikte und Cyber-Attacken bereiten Sorge

Die größten Sorgen bereiten den deutschen Topmanagern Handelskonflikte und Cyber-Attacken (jeweils 81 Prozent). Als besonders bedrohlich schätzen die CEOs auch Überregulierung sowie Protektionismus ein (jeweils 79 Prozent). Für Unruhe sorgen außerdem Klimawandel und Umweltschäden: 78 Prozent der Befragten stufen diese Themen als besorgniserregend ein (Vorjahr: 47 Prozent).

Auf die Frage, welche Maßnahmen zu Umsatzwachstum führen sollen, geben 80 Prozent der deutschen CEOs an, Produktions- und Lieferfähigkeit effizienter gestalten zu wollen (weltweit: 77 Prozent). Weitere Maßnahmen sind die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen in den Markt (69 Prozent; Vorjahr: 67 Prozent) sowie die Zusammenarbeit mit Start-ups (44 Prozent; Vorjahr: 56 Prozent).

Fehlende Ressourcen und Fachkräftemangel bremsen Bemühungen

Viele Unternehmen setzen Digital-Upskilling-Programme auf, um ihre Mitarbeiter im digitalen Bereich fit zu machen. 59 Prozent der CEOs in Deutschland gaben an, dass das Digital-Upskilling-Programm des eigenen Unternehmens „mäßig effektiv“ sei, um Qualifikationsdefizite zu reduzieren (weltweit ebenfalls 59 Prozent). Nach Meinung von 27 Prozent sei es sehr effektiv (weltweit: 20 Prozent).

Die Förderung eine offenen Kommunikation über zukünftige Fähigkeiten wirkt sich positiv auf das Engagement der Mitarbeiter aus. Dies gaben 30 Prozent der Befragten an (weltweit: 27 Prozent). Die größten Herausforderungen beim Thema Digital Upskilling sind mangelnde Ressourcen, etwa Budget, Personal, Zeit, Fachwissen (28 Prozent, weltweit: 14 Prozent) und der Fachkräftemangel (23 Prozent, weltweit: 14 Prozent).

Wird uns das Internet in Zukunft verbinden oder spalten?

Bei der Frage, ob das Internet (einschließlich Social Media) zukünftig die Menschen verbinden oder spalten wird, haben CEOs gegensätzliche Meinungen. 41 Prozent gaben an, dass sie glauben, dass das Internet die Menschen spalten wird, Fehlinformationen verbreitet und politische Manipulationen erleichtert (weltweit: 43 Prozent). 49 Prozent glauben, das Gegenteil wird der Fall sein (weltweit: 51 Prozent). 71 Prozent stimmten außerdem der Aussage zu, dass das Internet durch die Gesetzgebung einzelner Regierungen (beispielsweise zu Kommerz und Datenschutz) fragmentierter werden wird (weltweit: 50 Prozent). Der gegenteiligen Aussage stimmten 18 Prozent zu (weltweit: 40 Prozent). (wag)


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