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25. Global CEO Survey: 77 % glauben, dass sich das globale Wirtschafts-Wachstum im kommenden Jahr verbessern wird

25. Global CEO Survey
Mehr als drei Viertel der CEOs rechnen mit Anstieg des Weltwirtschafts-Wachstums

CEO am Fenster: 77% schauen positiv aufs kommende Jahr
77 Prozent der CEOs weltweit schauen positiv auf die nächsten zwölf Monate.
Bild: marvent/stock.adobe.com

Die CEOs weltweit zeigen sich auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie zuversichtlich. Das zeigt der 25. Global CEO Survey von PwC, für den das Beratungs-Unternehmen fast 4.500 CEOs aus 89 Ländern befragt hat. Demnach glauben 77 Prozent der CEOs, dass sich das globale Wirtschafts-Wachstum in den kommenden zwölf Monaten verbessern wird. Ein Prozent mehr als im Vorjahr, als es mit 76 Prozent so viele wie nie waren. An einen Rückgang des Wachstums glauben 15 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent).

Deutsche CEOs zeigen sich im globalen Vergleich ähnlich optimistisch: 76 Prozent rechnen mit einem Anstieg des Weltwirtschafts-Wachstums. Ein Rückgang von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Aber auch die Skeptiker sind mehr geworden: 19 Prozent der deutschen CEOs glauben an einen Rückgang (Vorjahr: elf Prozent).

„Konzentrieren sich Unternehmenslenker nicht nur auf die Schwierigkeiten, sondern auf Chancen, hilft das, ihre Organisationen sicher durch die Krise zu navigieren“, kommentiert Ulrich Störk, Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland, die Ergebnisse des 25. Global CEO Survey. Der weiterhin hohe Optimismus zeige, dass dies vielen CEOs bisher gelungen sei.

Jetzt dürfe man nicht den Fokus verlieren. Unternehmen müssten sich daher noch schneller und umfassender transformieren.

25. CEO Survey: Optimismus überwiegt, doch er bröckelt

Die deutschen CEOs bleiben auch im Hinblick auf die eigenen Unternehmen mehrheitlich optimistisch. 59 Prozent gehen von einem Wachstum der eigenen Organisation in den nächsten zwölf Monaten aus. Die Zuversicht bröckelt jedoch: Im Vorjahr waren noch 81 Prozent sehr zuversichtlich. Nicht zuversichtlich sind hingegen neun Prozent (Vorjahr: zwei Prozent).

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Beim Dreijahresausblick auf das eigene Unternehmen sind 67 Prozent der deutschen CEOs sind sehr zuversichtlich. Auch hier ist der Optimismus etwas zurückgegangen – im letzten Jahr machten noch 92 Prozent diese Angabe.

Sorgen vor Cyber-Risiken, Klimawandel, geopolitischen Konflikten

Zugenommen hat die Sorge vor Cyber-Risiken wie Hacking, Überwachung und Desinformation: 59 Prozent der CEOs gaben an, dass sie diesbezüglich sehr besorgt sind (weltweit: 49 Prozent).

Besorgt sind sie darüber hinaus vor allem wegen des Klimawandels (38 Prozent, weltweit: 33 Prozent) und geopolitischen Konflikten (38 Prozent, weltweit: 32 Prozent).

34 Prozent der deutschen CEOs schätzen zudem makroökonomische Volatilität (etwa Arbeitslosigkeit und Inflation) als besonders bedrohlich ein (weltweit: 43 Prozent).

31 Prozent sorgen sich vor Gesundheitsrisiken, etwa Pandemien, chronische Krankheiten oder Beeinträchtigungen der mentalen Gesundheit (weltweit: 48 Prozent).

Nur sieben Prozent sind wegen sozialer Ungleichheit besorgt (weltweit: 18 Prozent).

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Von diesen Bedrohungen könnte vor allem das Umsatz-Wachstum beeinträchtigt werden, gaben die deutschen CEOs an.

  • 74 Prozent glauben, dass Gesundheitsrisiken wie die Covid-19-Pandemie den Verkauf ihrer Produkte und Dienstleistungen erschweren könnten
  • 61 Prozent sagen, Cyber-Risiken könnten die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen
  • 59 Prozent sehen die Innovations-Fähigkeit bedroht

Fast ein Drittel der Unternehmen strebt CO2-Neutralität an

Fast ein Drittel der deutschen Unternehmen strebt CO2-Neutralität an. Kurzfristig unvermeidbare CO2-Emissionen werden hierbei durch den Kauf von Zertifikaten aus globalen Klimaschutz-Projekten kompensiert.

31 Prozent der Unternehmen hätten sich laut Umfrage zu CO2-Neutralität verpflichtet (weltweit: 26 Prozent). 36 Prozent arbeiten daran (weltweit: 30 Prozent). Bei 33 Prozent der deutschen Unternehmen gebe es keine Verpflichtung des eigenen Unternehmens in dieser Hinsicht (weltweit: 41 Prozent).

17 Prozent der deutschen CEOs gaben an, dass sich ihr Unternehmen zu „Net-Zero“ verpflichtet habe. Dies bedeutet, dass der CO2-Ausstoß des Unternehmens auf null oder nahezu null reduziert wird. Verbleibende Rest-Emissionen werden durch Projekte neutralisiert, die Treibhausgas-Emissionen aus der Atmosphäre entfernen – um so „Netto Null“ zu erreichen.

Weltweit gaben 22 Prozent der CEOs an, bereits ein Net-Zero-Commitment eingegangen zu sein. 45 Prozent der deutschen CEOs sind noch keine Verpflichtung zu „Net-Zero“ eingegangen (weltweit: 44 Prozent). 34 Prozent hingegen arbeiten daran (weltweit: 29 Prozent).

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Die Gründe sind vielfältig. Bei vielen wird das Commitment zu CO2-Neutralität oder „Net-Zero“ offenbar von außen beeinflusst: 83 Prozent der deutschen CEOs begründen ihre Entscheidung mit Erwartungen der Kunden. Einigen CEOs geht es aber auch darum, Risiken des Klimawandels zu minimieren – 64 Prozent der Befragten stimmen dem zu.

„Grün ist für viele CEOs längst kein Trend mehr, sondern ein echter Erfolgsfaktor. Dies ist eine gute Entwicklung und Resultat der veränderten Anforderungen von Kunden und Stakeholdern“, sagt Störk.

Die Unternehmen sollten nun vor allem Kompetenzen im Bereich ESG (Environmental, Governmental und Social) aufbauen. Störk rät: „Um nicht nur nachhaltig erfolgreich zu sein, sondern vor allem auch erfolgreich nachhaltig, sollten CEOs die ESG-Faktoren stärker in ihre Strategie einbeziehen.“ (wag)

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