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ABB und Axpo: Grünen Wasserstoff leichter verfügbar und bezahlbar machen – Pilotprojekt in Italien

Energiewende
ABB und Axpo: Grünen Wasserstoff verfügbar und bezahlbar machen

ABB und Axpo wollen grünen Wasserstoff kostengünstig herstellen
ABB und Axpo wollen grünen Wasserstoff kostengünstig herstellen.
Bild: ABB

Der Energiekonzern ABB und der Energieversorger Axpo wollen in Italien grünen Wasserstoff produzieren. Die beiden Unternehmen haben jetzt eine Absichtserklärung für ein gemeinsames Pilotprojekt unterzeichnet. Dabei ist vorgesehen, modulare Anlagen und ein optimales Betriebsmodell auf den Weg zu bringen, das die Produktion von kostengünstigem grünem Wasserstoff ermöglicht.

Um die gemeinsame Vision von erschwinglichem grünem Wasserstoff umzusetzen, fließen die Kompetenzen beider Konzerne in das Gemeinschaftsprojekt: Von ABB kommt die Expertise in den Bereichen Automatisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung mit, von Axpo die Erfahrung in der Energieversorgung.

Zuerst werden jetzt Machbarkeits-Studien durchgeführt. Dabei wird untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, Betriebskosten zu senken und die Kohlenstoffbilanz zu reduzieren. So sollen Synergien identifiziert werden, die die Standardisierung, Modularisierung sowie die effiziente und flexible Erzeugung von grünem Wasserstoff unterstützen.

Größtes Problem bei grünem Wasserstoff sind hohe Produktionskosten

Grüner Wasserstoff kostet derzeit noch zu viel. Ein wesentliches Hindernis, wenn es um die Nutzung der umweltfreundlichen Lösung geht. Grüner Wasserstoff wird ausschließlich aus erneuerbaren Energien hergestellt – und ist derzeit in der Erzeugung rund sechsmal teurer als grauer Wasserstoff und zwei- bis dreimal teurer als hybrider blauer Wasserstoff. Sowohl bei der Herstellung von grauem als auch blauem Wasserstoff werden fossile Brennstoffe als Energiequelle eingesetzt.

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ABB wolle aus diesem Grund ihre „Branchenexpertise nutzen, um die Kosten für die Wasserstoffproduktion zu minimieren“, sagt Peter Terwiesch, Leiter Prozessautomation bei ABB. Das schließe auch die Reduktion der Kosten für den Betrieb der Anlage ein. „Nur so können wir das Potenzial von grünem Wasserstoff wirklich ausschöpfen und seinen Einsatz in der Zukunft auf breiter Basis ermöglichen“, so Terwiesch weiter.

„Wir sind fest entschlossen, das Potenzial von grünem Wasserstoff in Einklang mit unserer Strategie zur Förderung der Energiewende zu nutzen“, ergänzt Simone Rodolfi. Der Leiter Origination & Business Development bei Axpo Italia ist sich sicher, dass die Partnerunternehmen eine „maßgebliche Rolle in diesem vielversprechenden Segment“ spielen werden.

ABB will stabiles Wasserstoff-Ökosystem aufbauen

Die Partnerschaft mit Axpo sei für ABB nur ein Schritt auf dem Weg zu einem stabilen Wasserstoff-Ökosystem für eine kohlenstoffarme Zukunft, schreibt ABB in einer Pressemitteilung. Weitere Projekte des Unternehmens:

  • Mit Lhyfe arbeitet man an Steuerungs-Lösungen zur Automatisierung der ersten Produktionsstätte für grünen Wasserstoff in Frankreich
  • Im asiatisch-pazifischen Raum unterstützt ABB das Projekt Hydrogen Energy Supply Chain (HESC). Dieses will Wasserstoff sicher und effizient in Australien zu produzieren und anschließend nach Japan transportieren
  • Mit Hydrogen Optimized entwickelt man eine integrierte Lösung, die den Einsatz der Starkstrom-Wasserelektrolysetechnologie in Großanlagen unterstützt. Dort könne dann umweltfreundlicher Wasserstoff für Anwendungen in den Bereichen Chemie, Energieversorgung und Transport hergestellt werden (wag)

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