Unternehmensgründung

Aus Bosch Packaging Technology wird Syntegon

Syntegon Firmenzentrale Waiblingen ehemals Bosch Packaging Technology
Die Firmenzentrale von Syntegon in Waiblingen. Bild: Syntegon
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Am 2. Januar 2020 wurde der Verkauf an CVC offiziell abgeschlossen, am 16. Januar wurde der Start als eigenständiges Unternehmen gefeiert: Bosch Packaging Technology, die ehemalige Verpackungssparte der Bosch-Gruppe, heißt ab sofort Syntegon Technology.

Von unserem Redakteur Thomas Wagner

Das neue Unternehmen mit Firmensitz in Waiblingen bei Stuttgart legt seinen Fokus auf intelligente und nachhaltige Technologien für die Pharma- und Nahrungsmittelindustrie. Insbesondere das Service-Angebot soll ausgebaut werden, kündigte CEO Dr. Stefan König auf der heute (16.1.2020) abgehaltenen Pressekonferenz an. Der Verkauf von Bosch Packaging Technology war bereits im Juli 2019 angekündigt worden. Beim Käufer CVC Capital Partners handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft mit 24 Niederlassungen in Europa, Asien und den USA.

Stellen in der Produktion fallen weg

Die Verlagerung auf den Service soll vor allem denjenigen Mitarbeitern eine Perspektive bieten, die derzeit noch in der Produktion beschäftigt sind, so König. Dennoch ist das Unternehmen auch nach der Abspaltung von Bosch nicht vor Stellenstreichungen gefeit. In den nächsten Monaten sollen in Waiblingen etwa 70 Stellen in der Produktion abgebaut werden. „Durch die Verlagerung nach Waiblingen haben wir allerdings auch hier 100 neue Arbeitsplätze geschaffen, etwa in den Bereichen IT und Marketing“, rechnete König gegen. Die Anzahl der Beschäftigten bleibe also konstant. Am Firmensitz sind derzeit etwa 800 Mitarbeiter beschäftigt, für Syntegon Technology arbeiten weltweit etwa 6.100 Personen. Zu Verlagerungen einzelner Standorte soll es nach Aussagen der Geschäftsführung nicht kommen.

Stabile Geschäftsentwicklung im Jahr 2019

Trotz widriger Umstände im Maschinenbau – zur Pressekonferenz war auch VDMA-Baden-Württemberg-Geschäftsführer Dr. Dietrich Birk geladen, der auf die „spannenden aber wirtschaftlich unsicheren Zeiten“ hinwies – blieb die Geschäftsentwicklung bei Syntegon stabil. Der Jahresumsatz lag mit 1,3 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Zu den Umsatzzielen 2020 wollte sich König mit dem Verweis, dass es „noch keine Policy“ gäbe, nicht konkret äußern. Man blicke aber positiv in die Zukunft, zumal man derzeit nicht den Eindruck habe, dass es zu Einbrüchen kommen könne.

Klare Verpflichtung zur Nachhaltigkeit

Syntegon will auch als eigenständiges Unternehmen den Weg zur CO2-Neutralität und erhöhter Nachhaltigkeit weiter gehen. Als ehemalige Unternehmenssparte von Bosch sind dafür bereits zahlreiche Maßnahmen getroffen worden, die jetzt konsequent weiterverfolgt werden sollen. So experimentiert man in der Produktion bereits mit hundertprozentig recyclebaren Verpackungen aus Papier, etwa für Nudeln oder Mehl, die bereits im Einzelhandel erhältlich sind.

König kündigte außerdem an, dass Kunden zukünftig ihre Anlagen auf Nachhaltigkeit umrüsten könnten, ohne dafür mehr bezahlen oder in puncto Effizienz Einbußen hinnehmen zu müssen.

Synergie, Technologie und Zukunftsorientierung

Beim neuen Namen des Unternehmens handelt es sich um ein Kunstwort, das sich aus den drei Teilen „Syn“ (für Synergie), „te“ (für Technologie) und „gon“ (für „go on“, also eine Orientierung in Richtung Zukunft) zusammensetzt. Am 16. Januar haben weltweit alle Mitarbeiter per Liveschaltung aus der Waiblinger Firmenzentrale den gemeinsamen Start als eigenständiges Unternehmen gefeiert.


Kontakt zu Syntegon

Syntegon Technology GmbH
Stuttgarter Straße 130
71332 Waiblingen
Tel.: +49 7151 140
E-Mail: info@syntegon.com
Website: www.syntegon.com

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