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Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers ändert Markenauftritt und firmiert ab sofort unter dem Namen Thyssenkrupp Nucera

Änderung des Markenauftritts
Aus Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers wird Thyssenkrupp Nucera

Fahnen mit dem Logo von Thyssenkrupp Nucera
Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers hat seinen Unternehmens-Namen in Thyssenkrupp Nucera umbenannt.
Bild: Thyssenkrupp

Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers ändert seinen Markenauftritt und wird zu Thyssenkrupp Nucera. Bei Thyssenkrupp Nucera handelt es sich um einen Anbieter für Elektrolyseure zur Produktion grünen Wasserstoffs. Die Umbenennung der Marke wurde jüngst am Firmenstammsitz in Essen bekanntgegeben. Thyssenkrupp Nucera baut bei der alkalischen Wasserelektrolyse (AWE) zur Herstellung von grünem Wasserstoff auf seine Erfahrung in der Chlor-Alkali-Elektrolyse. Die AWE-Technologie soll Kunden des Unternehmens dabei unterstützen, Klimaneutralität zu erreichen.

Die Thyssenkrupp AG prüft derzeit, wie das Wasserstoffgeschäft bestmöglich weiterentwickelt werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung. Aktuell hält man in Essen einen Börsengang für den besten Weg. Auf diese Weise könne zum einen der tatsächliche Wert des Geschäftsbereichs sichtbar gemacht werden. Zum anderen ermöglichten zusätzliche Einnahmen durch ein Börsengang weiteres Wachstum.

Der Name von Thyssenkrupp Nucera setzt sich aus den Wörtern „new“, „UCE“ und „era“ zusammen. Das Unternehmen will damit den Aufbruch in eine neue Ära der Innovation, Transformation und grünen Energie andeuten.

„Die grüne Transformation der Industrie ist eine Aufgabe von Jahrzehnten. Der Systemwechsel ist nur mit einer gemeinsamen Vision und neuen Ideen möglich“, kommentiert Volkmar Dinstuhl, CEO des Thyssenkrupp-Segments Multi Tracks die Neuausrichtung.

Es brauche dazu die richtigen Investitionen, Technologien, Geschäftsmodelle und schlanke Prozesse. Thyssenkrupp Nucera erfülle all diese Voraussetzungen und sei in der Lage, den Weg in eine dekarbonisierte Industrie zu ebnen.

Thyssenkrupp Nucera will Vorreiter bei grünem Wasserstoff werden

Bereits heute sei man ein Marktführer in der Chlor-Alkali-Elektrolyse und könne jährlich Elektrolyse-Zellen mit einer Gesamtleistung von einem Gigawatt liefern, versichert Denis Krude.

Der CEO von Thyssenkrupp Nucera hat auch Großes vor: „Wir wollen zum Technologieführer für die Herstellung von grünem Wasserstoff im industriellem Maßstab werden.“

Thyssenkrupp Nucera gehört zu den weltweit führenden Anbietern grünen Wasserstoffs. Das Joint Venture – gegründet mit dem italienischen Unternehmen Industrie De Nora SpA – realisierte bislang mehr als 600 Projekte, produzierte 240.000 Elektrolyse-Zellen und installierte mehr als zehn Gigawatt Elektrolyse-Leistung. Über einen standardisierten, modularen Ansatz produziert das Unternehmen große Volumina an Wasserstoff. Die Kosten blieben dabei gering, heißt es von Thyssenkrupp Nucera.

Wachstum in einem dynamischen Wasserstoffmarkt

In den vergangenen Jahren habe das Chlor-Alkali-Geschäft stabile Umsätze erzielt. Rund die Hälfte davon entfiel auf das höhermargige Servicegeschäft über den gesamten Anlagen-Lebenszyklus hinweg. Das Ergebnis: wiederkehrende Erlöse und hohe Planungssicherheit.

Der Umsatz von Thyssenkrupp Nucera ist im Geschäftsjahr 2020/21 um rund 25 Prozent auf 319 Mio. Euro (2019/20: 255 Mio. Euro) gestiegen. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Auftragsbestand für grünen Wasserstoff rund 900 Mio. Euro.

Das EBIT liegt bei 27 Mio. Euro, in den vergangenen drei Geschäftsjahren habe es nur geringen Schwankungen gegeben.

Da die Wasserstoff-Technologie für das Unternehmen immer wichtiger wird, ändert sich auch der Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten. Bis zum Geschäftsjahr 2024/25 soll daher der Ausbau des Wasserstoff-Geschäfts vorangetrieben werden. Nucera will bis dahin einen Umsatz von rund 600 bis 700 Mio. Euro erzielen.

Auch nach 2024/25 will das Joint Venture weiter wachsen. Bis 2050 soll sich der Wasserstoffmarkt Erwartungen zufolge versiebenfachen – und die bisher fossile Erzeugung wird überwiegend auf grünen Wasserstoff umgestellt. Thyssenkrupp Nucera rechnet dann mit zusätzlicher Nachfrage aus neuen Anwendungen und damit aus unterschiedlichen Sektoren. Dazu gehören etwa Stromerzeugung und -speicherung, Gebäudeheizung und Stromversorgung, Verkehr sowie industrielle Energie und Rohstoffe.

Nucera hat zwei Meilensteine für grünen Wasserstoff bereits erreicht

Der AWE-Auftragsbestand im neuen Geschäftsjahr von Thyssenkrupp Nucera umfasst zwei globale Wasserstoffprojekte: Im Dezember 2021 unterzeichnete das Unternehmen einen Vertrag über die Lieferung einer Elektrolyse-Anlage mit mehr als zwei Gigawatt Leistung nach Saudi-Arabien.

Darüber hinaus arbeitet Thyssenkrupp Nucera mit Royal Dutch Shell an Europas größtem grünen Wasserstoffprojekt „Hydrogen Holland I“ im Hafen von Rotterdam. (wag)


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