Projekt von BMBF und DFKI

Autonome Roboter sollen Menschen unterstützen

Wall-Et vom DFKI
Bild: DFKI
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Wenn Roboter mit kognitiven Fähigkeiten in der Lage sind, ihre Umgebung und Situation sowie die Handlungsabsicht des Menschen zu erkennen, können sie „ihre“ Humanoiden sinnvoll unterstützen – etwa bei Tätigkeiten in Warenlagern, die oft physisch belastend, monoton und nicht ergonomisch sind. Doch auch im Alltag können diese Roboter eingesetzt werden, etwa um körperlich eingeschränkten Menschen zu helfen.

Für das Projekt „WALL-ET“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, arbeiten deutsche und koreanische Partner an einem sozialen Transport-Roboter. Dieser soll Menschen bei der Arbeit oder beim Einkauf unterstützen. „WALL-ET“ steht für „Warehouse Autonomous Lean Logistics Entity for Transportation“, zu deutsch etwa: „autonome robotische Einheit für Transportaufgaben in der Logistik“. Die robotische Plattform selbst wird von KIMM, dem Korean Institute of Machinery & Materials, entwickelt und aufgebaut. Das Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) wird zusammen mit dem in Saarbrücken ansässigen Korean Institute of Technology Europe (KIST Europe) die notwendige Intelligenz für das System liefern, etwa Softwaremodule zur Sprachinteraktion, multimodale Dialogführung und Aktivitäts- und Intentionserkennung. Das Projektvolumen beträgt 1 Million Euro, wovon die deutsche Seite etwa 500.000 Euro übernimmt. Gestartet wurde das Projekt am 1. April, es endet am 31. März 2022.

Die entwickelte Plattform wird in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Globus SB-Warenhaus Holding auf ihre Einsatzmöglichkeiten getestet. Auf koreanischer Seite wird das entwickelte Robotersystem vom Hersteller für Schreibgeräte Dong-A in der Lagerhalle in Daejeon getestet.

Menschliche Kommunikation ist kompliziert

Kommerziell erhältliche sprachgesteuerte Assistenzsysteme konzentrieren sich in der Regel auf relativ einfache Sprachkommandos oder -anfragen, etwa „Schalte das Licht im Wohnzimmer ein“. Menschliche Kommunikation ist allerdings um einiges komplizierter. Der Mensch spricht und hört nicht nur, sondern setzt weitere sogenannte Modalitäten, zum Beispiel Mimik und Gestik ein, und berücksichtigt den Kontext des aktuellen Gespräches und der Umgebung sowohl beim Sprechen als auch bei der Interpretation des Gesagten. Eventuelle Unklarheiten bei der Kommunikation können während des Dialogs sofort durch Nachfragen ausgeräumt werden. Multimodale Dialogsysteme nehmen sich dieses menschliche Verhalten zum Vorbild. So sollen auch Gespräche mit Robotern oder digitalen Assistenzsystemen möglichst natürlich umgesetzt werden. Das DFKI forscht seit mehr als 30 Jahren auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und hat nach eigenen Angaben im Bereich der Sprachverarbeitung und multimodalen Dialogführung Systeme entwickelt, die noch heute eine Pionierleistung darstellen. (wag)

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