Übernahme im Chemiebereich

BASF erwirbt außereuropäisches PA6.6-Geschäft von Solvay

Steamcracker II Ludwigshafen BASF
Der Steamcracker II in Ludwigshafen ist die größte einzelne Anlage von BASF in Ludwigshafen. Bild: BASF SE
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Vergangene Woche haben sich BASF, Solvay und Domo Chemicals darauf geeinigt, dass Domo das europäische PA6.6-Geschäft von Solvay erwerben wird. Noch stehe eine Genehmigung der Behörden aus, die Transaktion soll aber bis Ende 2019 abgeschlossen sein, schreibt BASF in einer Pressemitteilung. BASF wird das globale PA6.6-Geschäft von Solvay außerhalb Europas erwerben. Dazu gehört der 50-prozentige Anteil an der Adipodinitril-(ADN)-Produktion von Butachimie.

Auch diese Transaktion zwischen Solvay und BASF soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein, natürlich unter der Voraussetzung, dass die zuständigen Wettbewerbsbehörden der Transaktion zwischen Domo und Solvay zustimmen. Bereits im September 2017 unterzeichneten BASF und Solvay eine Vereinbarung über den Erwerb des integrierten Polyamidgeschäfts von Solvay. Im Januar 2019 genehmigte die EU-Kommission diese Übernahme unter bestimmten Auflagen, darunter die Veräußerung der Polyamid 6.6-Produktionsanlagen von Solvay in Europa. Ziel von BASF ist es, mit dem Kauf die Position als globaler Lieferant von technischen Kunststoffen weiter auszubauen.

Acht Produktionsstandorte weltweit

Die beabsichtigte Akquisition durch BASF umfasst nun insgesamt acht Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich, China, Indien, Südkorea, Brasilien und Mexiko. In Frankreich werden BASF und Domo zudem ein Joint Venture zur Produktion von Adipinsäure gründen. Darüber hinaus sollen drei Forschungs- und Entwicklungszentren in Südkorea, China und Brasilien sowie sechs technische Beratungszentren in Asien sowie Nord- und Südamerika von Solvay an BASF übergehen.

Der durch BASF zu zahlende Kaufpreis ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Fremdkapital würde 1,3 Milliarden Euro betragen. Der Umsatz der durch BASF zu erwerbenden Geschäfte von Solvay lag im Jahr 2018 bei 1 Milliarde Euro. Bei Abschluss der Transaktion werden etwa 700 Mitarbeiter von Solvay zu BASF übertreten, schreibt das Unternehmen. Rund 650 Mitarbeiter wird das beabsichtigte Joint Venture zwischen BASF und Domo in Frankreich beschäftigen. BASF plant, die Geschäfte in ihre Unternehmensbereiche Monomers und Performance Materials zu integrieren.

Mit dieser Transaktion wird BASF von einem verbesserten Zugang zu wichtigen Wachstumsmärkten in Asien und Südamerika profitieren und künftig noch enger mit Kunden vor Ort zusammenarbeiten können. Die Produkt-Pipeline von BASF und ihr Produkt-Portfolio im Bereich technischer Kunststoffe werden ebenfalls erweitert. Dies wird die Position des Unternehmens als Anbieter von innovativen Lösungen unter anderem für die Transport-, Bau- und Konsumgüterindustrie stärken. Durch die Rückwärtsintegration bei wichtigen Rohstoffen wie Adipodinitril (ADN) wird BASF zudem künftig auf allen Stufen der Wertschöpfungskette für PA6.6 vertreten sein und die Kapazitäten zur Herstellung von Polymeren weiter erhöhen können. (wag)


Kontakt zu den Unternehmen

BASF SE
Carl-Bosch-Str. 38
67056 Ludwigshafen
Tel.: +49 621 60-0
Fax: +49 621 60-42525
E-Mail: global.info@basf.com
Website: www.basf.de

Solvay GmbH
Hans-Böckler-Allee 20
30173 Hannover
Tel.: +4 511 857-0
Website: www.solvay.de

DOMO Caproleuna GmbH
Am Haupttor, Bau 3101
06237 Leuna
Tel.: +49 3461 43-2200
Fax: +49 3461 43-2220
E-Mail: caproleuna@domo.org
Website: www.domochemicals.com

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