Leverkusener Konzern treibt Veränderungen voran

Bayer verkauft Einheit „Animal Health“ an Elanco

Konzernzentrale von Bayer in Leverkusen
Die Konzernzentrale der Bayer AG in Leverkusen. Bild: Bayer AG
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Das Leverkusener Unternehmen Bayer trennt sich von seiner „Animal Health“-Division. Nach einer Mitteilung des Konzerns legte das US-amerikanische Unternehmen Elanco am Dienstag für die Tierarzneimittelsparte 7,6 Milliarden US-Dollar (etwa 6,85 Milliarden Euro) auf den Tisch. Die Summe soll zu 5,3 Milliarden US-Dollar in bar bezahlt werden, hinzu kommen 2,3 Milliarden US-Dollar in Aktien von Elanco.

Bayer geht davon aus, dass das Geschäft bis Mitte 2020 über die Bühne gehen wird. Außerdem beabsichtige man, sich zu gegebener Zeit vom Anteil an Elanco zu trennen, schreibt der Leverkusener Konzern.

„Diese Transaktion stärkt unseren Fokus als ein führendes Life-Science-Unternehmen“, sagt Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. Die Trennung vom Animal-Health-Geschäft ist die größte Transaktion in einer Reihe von Portfoliomaßnahmen, die Bayer im November 2018 angestoßen hatte. Zuvor hatte das Unternehmen bereits den Verkauf der Consumer-Health-Marken Coppertone und Dr. Scholl’s sowie seiner 60-prozentigen Beteiligung am deutschen Standortdienstleister Currenta angekündigt. Dr. Scholl’s, die Fußpflege-Marke des Konzerns, wurde für 585 Millionen US-Dollar an Yellow Wood Partners verkauft, Coppertone (Sonnenschutz) für 550 Millionen US-Dollar an Beiersdorf. Die ARD berichtet, dass dadurch zwar der Verlust durch die Glyphosat-Klagen etwas ausgeglichen werden könnten, jedoch seien auch 12.000 Arbeitsplätze von den Umbaumaßnahmen betroffen. Elanco wird durch den Deal der Pressemitteilung zufolge das zweitgrößte Unternehmen im Bereich Tiergesundheit.

Enormer Respekt vor dem „Animal Health“-Team

„Ich habe enormen Respekt vor dem Team von Bayer Animal Health und bewundere die Begeisterung, mit der es die Gesundheit und das Wohlbefinden von Tieren verbessert“, sagt Jeffrey N. Simmons, Präsident und CEO von Elanco. „Von der Kombination aus Elancos starker Beziehung zu Tierärzten und der führenden Rolle von Bayer im Einzel- und Onlinehandel werden letztlich all unsere Kunden profitieren. Wir freuen uns darauf, unsere komplementären Geschäfte und Fähigkeiten zusammenzubringen, um ein voll auf die Tiergesundheit fokussiertes Unternehmen zu bilden, das Landwirte, Tierärzte und Haustierbesitzer kontinuierlich mit Innovationen versorgt.“

Bayer Animal Health zählt laut Konzern zu den international führenden Unternehmen im Bereich Tiergesundheit und erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 1,8 Milliarden US-Dollar. Zu den Produkten zählen Floh-, Wurm- und Zeckenschutzmittel. Das Halsband Seresto, das Haustiere vor Parasiten schützen soll, sei eines der am schnellsten wachsenden Produkte in diesem Bereich.

„Den Mitarbeitern von Animal Health möchten wir für ihr langjähriges Engagement und den damit verbundenen Erfolg von Bayer und unserem Tiergesundheitsgeschäft danken. Es ist uns gelungen, die Interessen unserer Belegschaft abzusichern“, sagt Baumann. Gemäß der Vereinbarung mit Elanco bleiben die Mitarbeiter der deutschen Animal Health GmbH bis Ende 2025 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt und werden zu vergleichbaren Konditionen weiterbeschäftigt. Für die Beschäftigten der KVP Kiel und der Bayer Vital, die zum Übergang zu Elanco vorgesehen sind, gilt der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und der Erhalt vergleichbarer Arbeitsbedingungen für drei Jahre nach Vollzug der Transaktion, teilt Bayer mit. (wag)


Kontakt zu den Unternehmen

Bayer AG
Kaiser-Wilhelm-Allee 1
51373 Leverkusen
Tel.: +49 214 30-1
E-Mail: info@bayer.com
Website: www.bayer.de

Elanco Deutschland GmbH
Werner-Reimers-Straße 2-4
61352 Bad Homburg v.d.H.
Tel.: +49 800 4534 847
Fax: +49 800 7234 083
Website: www.elanco.de

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