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Bitkom-Studie zu Smart Cities: Fehlende Digitalisierung macht Städte unattraktiv

Digitalisierung
Smart City: Fehlende Digitalisierung macht Städte unattraktiv

Smart Cities Bitkom-Studie jungen Menschen könnten wegziehen. Bild: metamorworks/Adobe Stock
Ein Viertel der Jüngeren könnte bei zu langsamer Digitalisierung in Städten und Gemeinden wegziehen.
Bild: metamorworks/stock. adobe.com
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Die Digitalisierung von Städten und Gemeinden könnte sich in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Standortfaktor entwickeln – und analoge Orte vor ernsthafte Probleme stellen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Bitkom, für die 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt wurden. 26 Prozent der 16- bis 29-Jährigen gab demnach an, dass eine zu langsame Digitalisierung am Heimatort ein möglicher Grund für einen Umzug ist. Unter den 30- bis 64-Jährigen beträgt der Anteil 22 Prozent.

Nur für die Älteren ab 65 Jahren spielt die Digitalisierung bei der Wohnorts-Entscheidung praktisch keine Rolle (vier Prozent).

Zugleich sagt eine deutliche Mehrheit von 58 Prozent, dass die eigene Stadt oder Gemeinde die Digitalisierung bislang verschlafen habe. Nur 36 Prozent haben den Eindruck, im Alltag bereits von der Digitalisierung der eigenen Stadt oder Gemeinde zu profitieren.

„Digitale Infrastruktur und der digitale Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen ist kein nettes Extra, sondern wird von immer mehr Bürgern aktiv eingefordert“, stellt Achim Berg, Präsident des Bitkom, fest. Die Corona-Pandemie habe dazu geführt, dass die Anforderungen an das digitale Leben und Arbeiten zusätzlich gestiegen sind. „Entsprechend steigen auch die Ansprüche an die Städte“, so der Bitkom-Chef. Er empfiehlt den Verantwortlichen, in die Digitalisierung zu investieren, um junge Menschen im Ort zu halten. Denn: die Digitalisierung erhöhe die Lebensqualität. „Gleichzeitig wird damit der Standort attraktiver für Unternehmen“, sagt Berg.

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Nur ein Fünftel lehnt mehr digitale Technologien ab

Die wenigsten Digitalisierungs-Projekte dürften am Widerstand der Bevölkerung scheitern. Nur 20 Prozent möchte nicht, dass in der eigenen Stadt oder Gemeinde mehr digitale Technologien zum Einsatz kommen. Die größte Ablehnung gibt es unter den Senioren ab 65 Jahren, aber auch dort ist die Digitalisierungs-Skepsis mit 27 Prozent eine Minderheitenposition.

Von der „Smart City“ als Sammelbegriff für den Einsatz digitaler Technologien am Heimatort haben 75 Prozent bereits gehört oder gelesen. Allerdings können nur 18 Prozent nach eigener Einschätzung gut erklären, was sich dahinter verbirgt – etwa von Verwaltungs-Dienstleistungen auf Online-Portalen der Kommune über freies WLAN bis hin zur intelligenten Verkehrssteuerung. 35 Prozent wissen in etwa, was eine Smart City ist. Und 21 Prozent haben zwar davon gehört oder gelesen, wissen aber nicht genau, worum es sich dabei handelt.

Smart Country Convention: Digitalisierung beschleunigen

Vom 26. bis 28. Oktober 2021 findet die Smart Country Convention auf dem Berliner Messegelände statt. Im Fokus der Veranstaltung: Die Digitalisierung von Städten, Gemeinden und Regionen. Die Convention richtet richtet sich an Vertreter von Bund, Ländern, Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie nachgeordneten Behörden und kommunalen Unternehmen. Weitere Informationen zur Smart Country Convention finden Sie hier. (wag)


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