Automobilzulieferer

Update: Bosch plant, weitere 1000 Stellen abzubauen

Bosch IT Campus Feuerbach Stellenabbau
Der IT-Campus von Bosch in Feuerbach. Bild: Bosch
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Laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung plant Automobilzulieferer Bosch bis Ende 2022 weitere 1000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu streichen. In diesem Fall soll es den Geschäftsbereich Automotive Steering (Lenksysteme) in Schwäbisch Gmünd treffen. 

Grund für den Stellenabbau soll der verschärfte Wettbewerbs- und Preisdruck im Markt für Lenksysteme sein. Am Donnerstag, 24.10. wurden die Mitarbeiter über die Pläne informiert.

In Schwäbisch Gmünd sitzt der Bosch-Geschäftsbereich Automotive Steering (Lenksysteme), früher Joint Venture von Bosch und ZF, das Anfang 2015 komplett von Bosch übernommen wurde. Der Standort hat heute ein Kostenproblem. So wurde bereits 2017 eine Standortvereinbarung mit dem Betriebsrat und der IG Metall geschlossen, die Kostensenkungen und einen Abbau von 760 Arbeitsplätzen bedeutete und im Gegenzug Investitionen von 100 Millionen Euro am Standort brachte. Die Vereinbarung gilt bis Ende 2022. Die Personalanpassungen seien vollständig sozial verträglich umgesetzt worden, heißt es bei Bosch. Jetzt werde verstärkt gespart.

„Wir müssen jetzt handeln, um uns mit einer tiefgreifenden Restrukturierung wieder wettbewerbs- und damit zukunftsfähig zu machen“, teilte der Vorsitzende des Bereichsvorstands, Christian Sobottka, mit.(ag)


Originalmeldung vom 23.10.

Der Stuttgarter Automobilzulieferer Bosch will an seinen Standorten Schwieberdingen und Feuerbach 1.600 Arbeitsplätze streichen. Das berichtete der SWR am Dienstag. In den beiden kommenden Jahren sollen demnach jeweils 800 Stellen abgebaut werden, wie ein Sprecher gegenüber SWR Aktuell bestätigte.

Schon am Montag seien alle Mitarbeiter informiert worden, schreibt SWR Aktuell auf seiner Website. Ein Unternehmenssprecher ließ verlauten, dass Bosch mit den zuständigen Betriebsräten im Austausch stehe. Am Dienstag seien die Pläne auf verschiedenen Betriebsversammlungen diskutiert worden. Nach Angaben des Werksschutzes seien alleine in Feuerbach rund 2.000 Beschäftigte vor Ort gewesen, schreibt der SWR weiter.

Freiwillige Mehrarbeit soll reduziert werden

Bosch plant, die Stellen nicht in der Produktion, sondern etwa im Vertrieb oder der Verwaltung einzusparen. Das Unternehmen betont, dass es um Personalkapazität, nicht um Entlassungen gehe. Ein Teil der Arbeitsplätze soll etwa dadurch eingespart werden, indem viele Beschäftigte ihre freiwillige Mehrarbeit reduzieren – was nach Rechnungen von Bosch etwa 500 Stellen pro Jahr bringen würde. Außerdem, so der Automobilzulieferer, gebe es interne Vermittlungsplattformen oder die Möglichkeit, als Entwickler in die E-Mobilität zu wechseln.

Das Stuttgarter Unternehmen gehe davon aus, dass die weltweite Autoproduktion stärker zurückgeht, als bisher angenommen. Deshalb gelte es, sich an diese Rahmenbedingungen anzupassen. Auch Bosch-Chef Volkmar Denner hatte in den vergangenen Monaten in Interviews immer wieder einen spürbaren Stellenabbau angekündigt.

IG Metall fordert Bosch zur Zusammenarbeit mit Gewerkschaften auf

Die IG Metall Stuttgart und die IG Metall Baden-Württemberg reagierten laut SWR Aktuell „bestürzt“ auf die Ankündigung. „Damit stellt sich der Traditionskonzern in eine Reihe mit renditegetriebenen Automobilzulieferern, deren vorrangiges Ziel es ist, die Marge zu steigern – notfalls auf dem Rücken der Beschäftigten“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Gewerkschaften forderten Bosch auf, Veränderungen gemeinsam mit den Beschäftigten anzugehen statt Personalabbau zu betreiben. (wag)

Hier finden Sie die Mitteilung des SWR.


Kontakt zu Bosch

Robert Bosch GmbH
Robert-Bosch-Platz 1
70839 Gerlingen-Schillerhöhe
Tel.: +49 711 400 40990
E-Mail: kontakt@bosch.de
Website: www.bosch.de

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