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Continental macht Milliardenverlust

Automobilzulieferer
Continental macht Milliardenverlust

Continental Hauptverwaltung Hannover
Bild: Continental AG
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Die Krise in der Automobilindustrie setzt auch dem Automobilzulieferer Continental stark zu. Im abgelaufenen Quartal verringerte sich das Konzernergebnis auf -1,99 Milliarden Euro nach 626 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für das abschließende Quartal dieses Jahres rechnet Continental ebenfalls mit rückläufigen Produktionsraten in China, den USA und Europa.

Ein Ende der Krise scheint also nicht in Sicht. Die Umwälzungen auf dem Automobilmarkt sind dabei kein unwesentlicher Faktor. Vor wenigen Monaten hatte das Hannoveraner Unternehmen angekündigt, sich vom Verbrenner zu verabschieden.

Operativ habe man sich aber trotz rückläufiger Märkte solide entwickelt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen verringerte sich jedoch um etwa drei Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) lag bei 615 Millionen Euro (Marge: 5,6 Prozent).

Jetzt gelte es, die Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu erhöhen, ist Conti-Vorstandsvorsitzender Dr. Elmar Degenhart überzeugt: „Mit unserem weltweiten Strukturprogramm ‚Transformation 2019 – 2029‘ ergreifen wir dafür konsequent die erforderlichen Maßnahmen. Dies ist ein herausfordernder, aber notwendiger Prozess zur Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit.“ An den Jahreszielen hält Degenhart fest und rechnet zum Jahresende mit einem Umsatz von rund 44 bis 45 Milliarden Euro. Der Spiegel berichtet, dass auch Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen werden könnten.

Konzentration auf fünf zukünftige Wachstums-Kernfelder

Mit der Strategie 2030 will sich der Konzern auf die Wachstumsfelder assistiertes und automatisiertes Fahren, vernetztes Fahren, Mobilitätsdienstleistungen, Reifengeschäft sowie das Geschäft mit Industrie- und Endkunden konzentrieren. Gleichzeitig soll mit dem Antriebsgeschäft Vitesco Technologies profitables Wachstum im Sektor Elektromobilität erreicht werden. Volkswagen greift für seinen Elektrowagen ID.3 auf Technik von Vitesco zurück, außerdem wurde kürzlich eine Vereinbarung für mehrere Großserienmodelle der Groupe PSA und Hyundai bekanntgegeben.

Die Produktion von Automobilen geht derweil weltweit zurück. „Dieses Jahr werden weltweit voraussichtlich unter 90 Millionen Fahrzeuge produziert werden. Im Vergleich zu den Marktannahmen von vor zwei Jahren sind das mehr als 10 Millionen Fahrzeuge weniger“, erläutert Continentals Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Bei Continental rechne man auch in den kommenden fünf Jahren nicht damit, dass die Produktion wieder wesentlich steigt. Mit Blick auf das nächste Jahr sagt Schäfer: „Im besten Fall sehen wir in 2020 weltweit eine Seitwärtsbewegung der Automobilproduktion.“ Aus diesem Grund schreibt der Konzern auch 2,5 Milliarden Euro ab. Von Juli bis September entspricht so der Verlust knapp zwei Milliarden Euro.

Zum Ende des dritten Quartals 2019 beschäftigt Continental weltweit 242.516 Mitarbeiter – 710 weniger als Ende 2018. Die entlassenen Mitarbeiter kommen vorwiegend aus der Automotive Group. Damit reagierte Continental auf die geringe weltweite Fahrzeugproduktion. (wag)


Kontakt zu Continental

Continental AG
Vahrenwalder Straße 9
30165 Hannover
Tel.: +49 511 9380 1
E-Mail: mail_service@conti.de
Website: www.continental.de

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