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Daimler-Unternehmensleitung legt Sparplan mit Personalkostensenkung fest

Corona-Krise
Daimler gibt Sparplan bekannt

Daimler Endmontage bei Valmet Automotive, Uusikaupunki /Finnland
Die Sparpläne bei Daimler schreiten weiter voran. Die Mitarbeiter sollen künftig 2 Stunden/Woche weniger arbeiten und auf Sonderzahlungen verzichten.
Bild: Daimler
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Autobauer Daimler hat gestern (28. Juli 2020) eine neue Sparmaßnahme verkündet. Nach intensiven Gesprächen haben sich Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat auf Eckpunkte zur Reduzierung von Personalkosten in Deutschland geeinigt. Die vereinbarten Maßnahmen dienen dazu, der besonderen wirtschaftlichen Belastung durch die Corona-Pandemie Rechnung zu tragen und die Beschäftigung weiter zu sichern, heißt es in der Pressemitteilung des Stuttgarter Automobilherstellers. 

Die wesentlichen Maßnahmen bei Daimler um Personalkosten zu sparen sind:

  • Die Wochenarbeitszeit für Daimler-Beschäftigte in der Verwaltung und in den produktionsnahen Bereichen wird vom 1.10.2020 bis 30.09.2021 in der Regel um zwei Stunden ohne Lohnausgleich reduziert.
  • Für alle Beschäftigten in Verwaltung und Produktion entfällt die Ergebnisbeteiligung für das Geschäftsjahr 2020.
  • Das tarifliche Zusatzgeld 2021 wird ebenfalls verpflichtend für alle in bezahlte Freistellungstage gewandelt.

Die Details zur Umsetzung der Eckpunkte-Vereinbarung werden in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern weiter ausgearbeitet. Die Vereinbarung gilt für:

  • alle Beschäftigten der Daimler AG,
  • alle Beschäftigten der Mercedes-Benz AG,
  • alle Beschäftigten der Daimler Truck AG,
  • alle Beschäftigten der Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG
  • alle Beschäftigten der Daimler Gastronomie GmbH in Deutschland.

„Wir danken der Belegschaft für ihren wichtigen zeitlich befristeten Beitrag, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen. Darüber hinaus gilt es, weiterhin miteinander die langfristigen strukturellen Themen anzupacken und zu lösen. Nur so kommen wir gestärkt und sicher aus der Krise und sichern damit die Zukunft des Unternehmens und der Arbeitsplätze“, sagt Wilfried Porth, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Daimler AG.

Beschäftigung bei Daimler bleibt bis 2030 gesichert

„Wir kommen unserem Versprechen nach, den Zustand der Verunsicherung über sichere Arbeitsplätze so kurz wie möglich zu halten. Die vereinbarten Eckpunkte sind ein deutlicher Beitrag zur Sicherung der Beschäftigung und Stabilisierung unserer Finanzlage. Niemand soll sich in seiner Existenz bedroht fühlen. Mehr noch: Beschäftigung bei Daimler bleibt bis 2030 gesichert und betriebsbedingte Kündigungen bleiben ausgeschlossen“, erläutert Michael Brecht, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Daimler AG.

Mit diesen zusätzlichen Maßnahmen reagiert das Stuttgarter Unternehmen auf die deutliche Verschärfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie.

Bereits im Dezember 2019 hat sich Daimler mit dem Gesamtbetriebsrat in einer Gesamtbetriebsvereinbarung (GBV) auf Maßnahmen zur Kostensenkung und zur sozialverträglichen Reduzierung von Arbeitsplätzen verständigt, um die Konzernstruktur zu verschlanken und damit Effizienz und Flexibilität zu steigern.

Ziel ist, die Personalkosten bis Ende 2022 und darüber hinaus signifikant zu senken. Daimler nutzt dazu zum einen die natürliche Fluktuation, um freiwerdende Arbeitsplätze abzubauen. Zudem wurden beispielsweise die Möglichkeiten zur Altersteilzeit erweitert und in Deutschland ein Abfindungsprogramm gestartet, um Stellen in der Verwaltung zu reduzieren. Bei diesem Programm gilt grundsätzlich die doppelte Freiwilligkeit. (ag)


Kontakt zu Daimler

Daimler AG
Mercedesstraße 120
70372 Stuttgart
Tel.: +49 711 170
E-Mail: dialog@daimler.com
Website: www.daimler.de

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