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Deloitte Human Capital Trend Report: Fünf HR-Trends für das Jahr 2021

Deloitte Human Capital Trend Report
Fünf HR-Trends für das Jahr 2021

Human Ressources, Personalabteilungen, Deloitte hat fünf Trends für HR identifiziert. Bild: Blue Planet Studio/Adobestock
Deloitte hat im aktuellen Human Capital Trends Report fünf Trends für HR-Abteilungen identifiziert.
Bild: Blue Planet Studio/stock. adobe.com
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Unternehmen weltweit reagieren auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie mit Restrukturierungen und einem neu ausgerichteten People Management. Das zeigt der aktuelle Human Capital Trend Report* von Deloitte. Die Umfrageergebnisse werden von Deloitte so interpretiert, dass viele Unternehmen diese kontinuierliche Disruption als neuen Normalzustand definieren.

Etwas mehr als 60 Prozent gaben in der Studie an, dass sie die Aufgaben und Tätigkeiten in ihren Unternehmen komplett überdenken wollen. Vor der Pandemie gaben dies nur 29 Prozent der Befragten an.

Für 45 Prozent ist der wichtigste Schritt dabei die Einführung einer Unternehmenskultur, die Wachstum, Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit fördert. Ebenfalls bei vielen Entscheidern an vorderster Stelle: Weiterbildung der Mitarbeiter (41 Prozent) und Nutzung neuer Technologien (35 Prozent).

„Hier zahlt sich der flexible Einsatz von Mitarbeiter-Teams in der Hochphase der Pandemie aus“, sagt Maren Hauptmann, Partnerin und Leiterin Human Capital bei Deloitte. Der Einsatz smarter Technologien könne hier dazu beitragen, Teams zu stärken.

Human Capital Trend Report: Das ändert sich 2021 für HR

Im Human Capital Trends Report hat Deloitte fünf entscheidende HR-Trends identifiziert. Diese sind:

  • Wohlbefinden: Work-Life-Balance bedeutete in der Vergangenheit, dass Erholung als Ausgleich nach Ende des Arbeitstags verstanden wurde. Von diesem Prinzip lösen sich Unternehmen aktuell. Stattdessen sollen Arbeit und Arbeitsort so gestaltet werden, dass ein größtmögliches Wohlbefinden ermöglicht wird.
  • Weiterbildung: Weiterbildung wird seltener zentral gesteuert. Die Belegschaft soll stattdessen – abhängig von ihren Aufgaben –eigenen Lernpfaden zu folgen. So kann sie der dynamischen Veränderung der Tätigkeiten gerecht werden.
  • Mensch-Maschine Teams: Smarte Technologien werden so in Teams eingebunden, dass Menschen und KI komplementär zusammenarbeiten können. Das verlangt insbesondere eine neue Führung dieser Mensch-Maschine-Teams.
  • Steuerung: Organisationen werden in Echtzeit vorliegende Indikatoren nutzen, um Fokus und Fähigkeiten ihrer Belegschaft vorausschauend zu steuern.
  • Reformation: In Folge dieser Entwicklungen sowie aufgrund von COVID-19 verändern sich die Kompetenzen und die Verantwortung der HR-Abteilungen grundlegend. Es entsteht dabei aber auch die Möglichkeit, Arbeit so zu reformieren, dass die menschlichen Stärken aller Mitarbeiter optimal genutzt werden können.

Mehr Verantwortung und Kompetenz für HR

„Die Anpassungsfähigkeit und Kreativität der Menschen ist heute eines der wichtigsten Assets eines Unternehmens“, sagt Maren Hauptmann.

Die HR-Abteilungen erlebten damit eine deutliche Aufwertung. Für sie bestünde nun die Chance – aber auch die Verantwortung – Arbeit gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern neu zu gestalten und an die Kompetenzen und das Engagement jedes Einzelnen anzupassen.

Infolge der Pandemie glauben mehr Entscheider und auch die Personalabteilungen selbst, dass sie diese Herausforderungen erfolgreich meistern können. Rund 54 Prozent der Executives außerhalb der HR-Bereiche vertrauen ihren Personalabteilungen oder vertrauen ihnen sehr (vor der Pandemie: 42 Prozent). Im HR-Bereich hat das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten noch stärker zugenommen, hier bezeichnen sich 74 Prozent der Executives als sicher oder sehr sicher, die Herausforderungen zu meistern (vor der Pandemie: 58 Prozent).

Die Chief Human Resources Officer der Zukunft werden in Zukunft eine größere Rolle in der Gestaltung der Business-Strategie und der Geschäftsprozesse einnehmen, glaubt Hauptmann. „Sie halten einen maßgeblichen Schlüssel zu höherer Wertschöpfung in Händen und können die Weichen stellen für eine höhere Widerstandsfähigkeit des Unternehmens und zur optimalen Nutzung der Potenziale aller Mitarbeiter.“

Über den Deloitte Human Capital Trends Report

Beim Human Capital Trends Report handelt es sich laut Deloitte um die größte globale Feldstudie zu People Themen. Er erscheint seit 2010. Für die aktuelle Ausgabe („The social enterprise in a world disrupted“) befragte Deloitte Ende vergangenen Jahres 6.000 Führungskräfte und Manager in 99 Ländern. Davon waren etwa 1.200 Mitglieder der Geschäftsführung oder des Vorstands. In Deutschland wurden rund 360 Unternehmensvertreter befragt. (wag)


Kontakt zu Deloitte

Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rosenheimer Platz 4
81669 München
Tel.: +49 89 2903 60
E-Mail: kontakt@deloitte.de
Website: www.deloitte.de

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