Von neuen Technologien profitieren

Digitale Transformation als Wettbewerbsvorteil

Digitale Transformation
Bild: Looker_Studio / fotolia.com
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Die Art und Weise, wie Geschäfte getätigt werden, hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert. Früher reichte es oft aus, mit einem exklusiven Produkt der erste auf dem Markt zu sein. Heute werden von modernen Unternehmen fundierte Kenntnisse im Bereich Digitalisierung erwartet. Dies zieht eine Tranformation der Geschäftsabläufe nach sich, was auch als „digitale Transformation“ bezeichnet wird. Eine Definition des Begriffs ist allerdings nicht ganz einfach.

„Digitale Transformation“ kann unterschiedlichste Bedeutungen haben. Während ein etabliertes Unternehmen darunter etwa Maßnahmen zur Entwicklung einer Social-Media-Strategie versteht, könnte digitale Transformation für ein Start-up die Schaffung eines kanalübergreifenden Erlebnisses für den User bedeuten. Ivan Menezes, CEO von Diageo, hat eine eigene Definition parat: „Es geht nicht um digitales Marketing, sondern darum, Produkte und Dienstleistungen in einer digitalen Welt effektiv zu vermarkten.“ Tatsache ist: Die heutige Geschäftswelt ist bereits digital.

Mit der digitalen Transformation verbirgt sich auch immer ein geschäftlicher Wandel, für den viele Unternehmen noch nicht bereit sind. Alles wird auf den Prüfstand gestellt: Abläufe vom Backoffice, das Design der Website, die Buchhaltung, das Marketing – hier könnten alle Bereiche eines Unternehmens aufgezählt werden. Bei vielen Mitarbeitern führ außerdem die mit der Transformation einhergehende Veränderung der Unternehmenskultur zu großer Verunsicherung, denn sie wissen nicht, womit sie als nächstes rechnen müssen.

Eine aktuelle Studie von Russell Reynolds kommt zu dem Schluss, dass weniger als vier Prozent der 500 weltweit größten Unternehmen in der Lage sind, vollständig digitale Geschäftsprozesse zu unterstützen. Auch in den USA sind weniger als 25 Prozent der Unternehmen bereit für eine umfassende Digitalisierung.

Wie Unternehmen von der digitalen Transformation profitieren

Unternehmen müssen sich bestimmte technologische Möglichkeiten durch schrittweise Anpassung zunutze machen. Das Marktforschungsunternehmen Econsultancy von Marketing Week hat dieses Problem aus statistischer Perspektive beleuchtet. Verschiedene Umfragen und Interviews ergaben, dass 2014 bereits 75 Prozent der Befragten die Digitalisierung als wichtiges Ziel für ihr Unternehmen bezeichneten. Im Jahr zuvor waren es erst 69 Prozent gewesen. Und doch ändert sich abgesehen von sehr oberflächlichen Dingen nichts. Der Grund? Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gaben an, keine Notwendigkeit für Veränderungen zu sehen.

Die MIT Sloan School of Management befasste sich näher mit dem Problem. „Eines hat sich ganz klar gezeigt: Die erfolgreichsten Unternehmen – die wir als ,Digirati‘ bezeichnen – kombinieren Digitalisierungsinitiativen mit starken Führungsqualitäten und nutzen Technologien für ihren Wandel“, heißt es in einer Studie der Business School. „Wir bezeichnen das als digitale Reife. Die digitale Reife variiert von Unternehmen zu Unternehmen: Reifere Unternehmen erzielen bessere Ergebnisse als ihre Mitbewerber.“ So setzen Unternehmen mit besonders ausgeprägter digitaler Reife die Technologien nicht ein, um persönliche Gespräche zu ersetzen, sondern um diese zu verbessern oder um ein hochgradig personalisiertes Einkaufserlebnis zu schaffen.

Auf dem Weg zur digitalen Transformation

Dabei können verschiedene Maßnahmen ergreifen werden, um die digitale Transformation des eigenen Unternehmens einfacher gestalten. Häufig erweist es sich als wirksam, Dinge auf andere Weise zu beschreiben und auch die überwachten Kennzahlen verständlicher zu kommunizieren. Eine weitere Maßnahme besteht darin, das Führungsteam beispielsweise um einen Designer zu erweitern (für diese Maßnahme haben sich etwa Apple und Burberry entschieden). Hilfreich ist es auch, die richtigen Daten zur Verfügung zu haben: Echtzeitdaten, Synchronisierung und automatische Analysen tragen entscheidend dazu bei, die Notwendigkeit und den Nutzen bestimmter Technologietools nachzuweisen. Letztlich setzt eine erfolgreiche digitale Transformation aber vor allem voraus, dass Sie in Ihrem Unternehmen eine Kultur des Wandels leben, damit Ihren Mitarbeitern, Führungskräften, Lieferanten und Kunden klar ist, in welche Richtung sich Ihr Unternehmen zukünftig entwickeln wird. (wag)

SAP Deutschland

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