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Ifaa-Projekt AWA: Müssen Beschäftigte in Zukunft alle programmieren können?

Future Work
Müssen Beschäftigte in Zukunft alle programmieren können?

Programmierer codet Code Ifaa Programm AWA
Müssen wir zukünftig alle programmieren können, fragt das Ifaa im Projekt AWA.
Bild: joyfotoliakid/stock. adobe.com

Die Aufgaben in der Metall- und Elektro-Industrie verändern sich durch den Einsatz digitaler Technik in der Produktion. Dazu gehören etwa Datenbrillen, Tablets oder Assistenzsysteme. Auch Maschinen und Anlagen selbst werden zunehmend digitaler, sind miteinander vernetzt und fungieren als Datenlieferanten. „Dies stellt veränderte Anforderungen an die Beschäftigten“, meint Amelia Koczy, wissenschaftliche Expertin des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (Ifaa).

Im Projekt Arbeitsaufgaben im Wandel (AWA) untersucht das Ifaa, welche Kompetenzen in Zukunft gefragt sind. „Die Ergebnisse unserer Interviews zeigen, dass Beschäftigte zunehmend in der Lage sein müssen, Informations- und Kommunikationstechnologien zweckmäßig und im Sinne ihrer Aufgaben und Zielstellungen zu nutzen“, sagt Projektmitarbeiterin Amelia Koczy.

Das bedeutet: Beschäftigte müssen wissen, wie eine Software zu bedienen ist und wie sie zur Beschaffung der nötigen Informationen genutzt werden kann. Weil Daten und Informationen von nahezu überall abgerufen werden können, müssten User erkennen, wann sie welche Informationen benötigen. Wichtig ist, Informationen aus verschiedenen Quellen zu selektieren, ihre Qualität zu beurteilen und sie adressatengerecht und situationsspezifisch aufzubereiten und weiterzugeben.

Für die meisten Beschäftigten gilt: Anwenden, nicht programmieren

Bei der Untersuchung unterscheidet das Ifaa zwischen IT-Anwenderkompetenzen sowie IT-Fachwissen und Programmierkenntnissen. „Erstere werden in der heutigen Arbeitswelt zunehmend erwartet, sind aber durch die private Nutzung von Smart Phones oder Tablets häufig bereits vorhanden“, beobachtet Koczy.

Programmierer werden in den 2020ern rar sein

IT-Fachwissen und Programmierkenntnisse hingegen würden in den vom Ifaa untersuchten Fällen dagegen nur von ausgewählten Beschäftigten verlangt. Daher stellen sie „keine Schlüsselqualifikation für die Breite der Belegschaft dar“, so Projektmitarbeiterin Koczy.

Anforderungen an die Unternehmenssoftware

Die Entwickler von Unternehmens-Software gestalten Anwenderoberflächen überwiegend so, wie Nutzer es vom eigenen Smartphone oder Tablet kennen. Dadurch wird die intuitive Anwendung der Software erleichtert.

Für Personal-Verantwortliche bedeutet das: Bei der Einführung von digitalen Hilfsmitteln ist etwa eine zweckmäßige Einweisung nützlich, um Beschäftigten die Nutzung schnell und einfach zu ermöglichen. Häufig sind verschiedene Tools bereits aus dem privaten Bereich bekannt – darauf kann aufgebaut werden. Besonders wichtig: Den persönlichen Nutzen des Anwenders in seiner täglichen Arbeit herausstellen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Untersuchungen im Projekt „AWA“. (wag)


Kontakt zum Ifaa

ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.
Uerdinger Str. 56
40474 Düsseldorf
Tel.: +49 211 5422 630
E-Mail: info@ifaa-mail.de
Website: www.arbeitswissenschaft.net


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