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Coronavirus: Über 55 Prozent deutscher Unternehmen leiden unter Folgen der Corona-Epidemie

Coronavirus
Ifo-Institut: Über 55 Prozent der deutschen Unternehmen leiden unter Corona-Folgen

Leere Fabrikhalle Adobestock Apfelweile
Durch das Coronavirus bleiben Messehallen erstmal leer. Bild: Apfelweile/stock.adobe.com
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56,2 Prozent der deutschen Firmen leiden laut dem Ifo-Institut unter den Folgen der Corona-Epidemie und den damit verbundenen negativen Auswirkungen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts unter knapp 3400 Firmen in Industrie, Handel und bei Dienstleistern.

Am schlimmsten ist die Lage bei den Reiseveranstaltern und Reisebüros, wo fast 96 Prozent negativ betroffen sind. Auch das Gastgewerbe mit 79 Prozent ist stark betroffen. Von einer positiven Auswirkung berichten nur 2,2 Prozent aller Firmen.

Im Verarbeitenden Gewerbe lag der Anteil der Unternehmen, die negative Auswirkungen der Corona-Epidemie spüren, bei 63 Prozent. 76,4 Prozent der beeinträchtigten Firmen sagen, es fielen Dienstreisen aus oder verzögerten sich.

Die Lieferung von Vorprodukten oder Rohstoffen bereitet 52,0 Prozent der betroffenen Unternehmen Schwierigkeiten. Die Geschäftstätigkeit bei ausländischen Töchtern ist bei 46,3 Prozent beeinträchtigt, und 44,1 Prozent spüren einen Rückgang der Nachfrage.

Elektroindustrie, Maschinenbau und Chemiebranche am schlimmsten betroffen

Am stärksten betroffen sind Unternehmen der Elektroindustrie, des Maschinenbaus, der Möbelindustrie und der Chemiebranche. Aber auch im Handel leidet die Geschäftstätigkeit von 63 Prozent der befragten Firmen.

Verzögerungen oder der Ausfall von Lieferungen im Einkauf (65,9 Prozent der beeinträchtigten Firmen) bereiten die größten Probleme, gefolgt von einem Rückgang der Nachfrage (58,7 Prozent) und Verzögerungen oder Ausfall von Dienstreisen (52,3 Prozent).

Bei den Dienstleistungsunternehmen spüren bereits 50,3 Prozent der Unternehmen negative Auswirkungen. Grund ist vor allem ein Rückgang der Nachfrage (65,5 Prozent der beeinträchtigten Firmen), insbesondere, weil Messen und Kongresse abgesagt und Aufträge oder Reservierungen storniert wurden. Zudem gibt es einen massiven Rückgang im Tourismus.

Auch VDMA warnt vor schwierigen Zeiten

Auch der VDMA vermeldete erst kürzlich, dass aufgrund des Coronavirus insbesondere auf den Maschinen- und Anlagenbau schwierige Zeiten zukommen werden. Zu den bereits seit längerem spürbaren Belastungen – Handelskonflikte, weltwirtschaftliche Schwäche, Strukturwandel im Automobilbau – kommt nun noch das Coronavirus mit seinen nicht absehbaren Folgen für die Gesamtwirtschaft hinzu, heißt es von Seiten des VDMA.(ag)


Welche Messen finden statt? Welche nicht?

Eine Übersicht, welche Messen in Deutschland in Zeiten des Coronavirus tatsächlich stattfinden und welche nicht, finden Sie hier: Coronavirus: Welche Messen stattfinden – und welche nicht


Kontakt zum Ifo-Institut

Ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
Poschingerstraße 5
81679 München
Tel.: +49 89 9224 0
E-Mail: ifo@ifo.de
Website: www.ifo.de

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