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Innovationsindikator 2020: Deutschland erneut auf Platz 4

Innovationen
Innovationsindikator 2020: Deutschland erneut auf Platz 4

Innovationsindikator 2020 Bundesverband Deutsche Industrie BDI tiero Adobe Stock
Laut Innovationsindikator des BDI steht Deutschland im Bereich Innovationen auf dem vierten Platz. Bild: tiero / stock.adobe.com
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Deutschland gehört nach wie vor zu den Top 5 der innovativsten Länder weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), in dessen Auftrag der „Innovationsindikator 2020″ erstellt wurde. Doch obwohl die Bundesrepublik wie im Vorjahr auf Rang vier gelandet ist, warnt BDI-Präsident Dieter Kempf wie schon in den vergangenen Jahren davor, sich auf dieser Position auszuruhen: „Deutschlands Innovationsdynamik droht ins Mittelfeld zu rutschen. Im Vergleich zu unseren Wettbewerbern treten wir auf der Stelle.“

Kempf weist darauf hin, dass sich der Abwärtstrend seit 2014 auch in diesem Jahr fortgesetzt habe. Dies sei besonders dadurch ersichtlich, dass Deutschland in keiner der fünf Subkategorien eine Spitzenposition belegt: Zwar klettert die Bundesrepublik im Subindikator Wirtschaft um zwei Plätze von Rang neun auf sieben, bei den Subindikatoren Wissenschaft (von Platz zehn auf 12) und Staat (von Platz acht auf neun) jedoch rutscht sie ab. Im Bereich Bildung liegt Deutschland auf Rang elf, bei Gesellschaft auf 12. Der „Innovationsindikator“ vergleicht die Innovationsstärke von 35 Volkswirtschaften miteinander.

Kempf: Deutschland verschließt sich vor ausländischen Technologien

Der BDI hat einige Punkte dafür ausgemacht, dass Deutschland auf der Stelle tritt. So mangele es etwa an der Förderung von Forschungsexzellenz. Im internationalen Vergleich liege man hier nur im Mittelfeld. Auch beim innovationsgetriebenen Wettbewerb offenbare die Bundesrepublik Schwächen. Im Gegensatz zu flächenmäßig kleineren Ländern fehle es Deutschland an Offenheit ausländischen Technologien gegenüber. Doch gerade diese schufen Anreize für Innovationen im heimischen Wettbewerb, zeigt sich der BDI überzeugt.

„Wir alle müssen uns für mehr Technologieoffenheit einsetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Kempf. „Das Vorhaben der Bundesregierung, in fünf Jahren 3,5 Prozent des BIP in Forschung und Entwicklung zu investieren, ist richtig.“ Kempf ruft die Politik dazu auf, aus dem „Dornröschenschlaf“ aufzuwachen, um den angekündigten Innovationsimpuls nicht verpuffen zu lassen. Laut „Innovationsindikator“ könnten Investitionen in die KI-Forschung, den Zukunftsfonds und den Fachkräftenachwuchs sowie die steuerliche FuE-Förderung die Innovationsdynamik von Unternehmen in Deutschland fördern.

Schweiz holt sich den ersten Platz zurück

Die Schweiz übernimmt nach kurzfristiger Staffelübergabe 2018 wieder den ersten Platz im Ranking vor Singapur. Deutschland liegt deutlich hinter den beiden Spitzenreitern und dem drittplatzierten Belgien, führt aber das hart umkämpfte Mittelfeld an: Mit geringem Abstand folgen Schweden, Dänemark, Irland und die USA auf den Plätzen fünf bis acht. China belegt wieder Rang 26. Die hohen Ambitionen der chinesischen Innovationspolitik beschränken sich weiterhin nur auf Leuchtturmtechnologien ohne Breitenwirkung, schreibt der BDI. (wag)

Weitere Informationen zum Innovationsindikator gibt es auf der Website des BDI.


Kontakt zum BDI

Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI)
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: +49 30 2028 0
E-Mail: info@bdi.eu
Internet: www.bdi.eu

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