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Investitionsbereitschaft von US-Unternehmen sinkt

KPMG-Studie
Investitionsbereitschaft von US-Unternehmen sinkt

KPMG Studie US-Unternehmen Investitionen
Ein Großteil der US-Unternehmen wollen weniger Geld in Deutschland investieren. Bild: suriyapong / stock.adobe.com
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Für US-Unternehmen ist Deutschland ein attraktiver Standort. Dennoch ist die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen aus den USA in Deutschland gedämpft. Dies zeigt die Umfrage „US-Business in Germany 2020“ von KPMG, in der die Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage und ihre Zukunftsaussichten in der Bundesrepublik ambivalent beurteilen.

Laut Studie, für die 100 US-amerikanische Unternehmen in Deutschland befragt wurden, wollen nur noch knapp 25 Prozent der Unternehmen zehn Millionen Euro oder mehr in den kommenden drei Jahren in Deutschland investieren. 2017 waren es noch 47 Prozent. Für KPMG ein deutliches Signal, denn 77 Prozent schätzen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut oder sehr gut ein. 73 Prozent blicken außerdem optimistisch auf die kommenden drei Jahre.

Glunz: Steuersenkungen könnten Investitionen ansteigen lassen

„Die Ergebnisse unserer Umfrage lassen aufhorchen. Deutschland darf sich aus Sicht der hierzulande aktiven US-Unternehmen nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen“, sagt Andreas Glunz, Bereichsvorstand International Business bei KPMG. Die Lösung für Glunz: „Um für die für Deutschland wichtigsten Investoren attraktiv zu bleiben, müsste das komplexe deutsche Steuersystem vereinfacht und die Steuerbelastung für Unternehmen gesenkt werden. Außerdem müssten Neuansiedlungen und Erweiterungsinvestitionen gerade im Bereich künstlicher Intelligenz stärker gefördert werden.“

US-Unternehmen fühlen sich in Deutschland schlecht unterstützt

Bei 21 Prozent der befragten Unternehmen landet Deutschland im Bezug auf Steuern und Abgaben im EU-Vergleich auf einem der letzten fünf Plätze. Mangelnde Innovationsfähigkeit schreckt Unternehmen aus den USA ebenfalls ab. Nicht einmal jedes fünfte Unternehmen (17 Prozent) fühlt sich in Deutschland optimal dabei unterstützt, sich neu anzusiedeln oder verstärkt zu investieren. Mit der Infrastruktur sind ebenfalls immer weniger der befragten Unternehmen zufrieden: Nur noch 60 Prozent sind der Ansicht, dass Deutschland zu den Top-5 in der EU bei der Infrastruktur gehört. Ein Verlust von zwölf Prozentpunkten gegenüber 2017. „Damit Deutschland ein attraktiver Standort für ausländische Unternehmen bleibt, muss die Bundesrepublik in den Netzausbau für Mobilfunk und Strom ebenso wie den Ausbau der Verkehrsnetze investieren“, sagt Warren Marine, USA Country Practice Leiter bei KPMG.

Kerngeschäft, Digitalisierung, Zukunft: So investieren US-Unternehmen

Für die meisten US-Unternehmen, die in Deutschland Geld investieren, bleibt das Kerngeschäft der wichtigste Bereich. 70 Prozent legen hier ihr Geld an. Jedes zweite beabsichtigt Investitionen in die Digitalisierung, jedes dritte will in Zukunftstechnologien investieren. „Dieser Bedarf zeigt, dass gut ausgebildete Fachkräfte rund um Digitalisierung und Technologisierung ein wesentlicher Standortfaktor für ausländische Unternehmen sind. Hier gibt es in Deutschland noch Luft nach oben“, sagt Glunz. Nur ein Viertel der US-Unternehmen sieht Deutschland aktuell bei den relevanten Fachkräften unter den besten fünf in der EU. (wag)


Kontakt zu KPMG

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Klingelhöferstraße 18
10785 Berlin
Tel.: +49 30 2068 0
E-Mail: information@kpmg.de
Website: www.kpmg.de

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