Neue Hintergründe zum Serverausfall bei Porsche

Update: IT-Störung legt Porsche-Fertigung lahm

Porsche Fertigung IT-Störung
Durch eine IT-Störung wurde die Porsche Fertigung in Zuffenhausen lahmgelegt. (Bild: AFP)
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Einen Tag nach dem Produktionsausfall bei Porsche gibt es neue Hintergründe dazu. Laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten war ein fehlerhafter Datenspeicher die Ursache für die massive IT-Störung im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen sowe im SUV-Werk Leipzig.  

Der Stuttgarter Autobauer hatte wegen der Störung die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen sowie im SUV-Werk Leipzig für einige Stunden einstellen müssen. Dort wird vorwiegend der Porsche Macan gefertigt. „Um einen Angriff von außen handelt es sich nicht“, sagte ein Porsche-Sprecher.

Porsche sei für den Ausfall nicht verantwortlich, erklärte ein weiterer Porsche-Sprecher. Eine Versicherung für die Produktionsausfälle gebe es in solchen Fällen aber nicht. Stattdessen habe man vertragliche Vereinbarungen mit Systemlieferanten, die auch die Haftung im Falle eines Defekts regeln. Im aktuellen Fall müsse Porsche das allerdings erst noch tiefer gehend untersuchen, so der Sprecher.

Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sei für Porsche nach eigenen Angaben kein nachhaltiger Schaden durch den Ausfall entstanden. Was vor allem daran liegt, dass der Sportwagenbauer nur verhältnismäßig kleine Stückzahlen produziere und die Fertigung eben nur wenige Stunden still stand. In Zuffenhausen laufen laut Porsche an einem Tag rund 250 Sportwagen vom Band, im Werk in Leipzig sind es rund 400 Autos.


Originalmeldung vom 16.10.2019:

Mehr als 200 Server sind am Dienstag (15.10.2019) beim Sportwagenbauer Porsche ausgefallen. Durch den Ausfall in der IT stand auch die Produktion vorübergehend still, berichtet der Spiegel.

Betroffen waren dem Bericht zufolge alle auf SAP-Software basierenden Prozesse an den Standorten in Zuffenhausen und Leipzig. Zunächst seien am Mittag erste Probleme gemeldet worden, das komplette Ausmaß der Störung habe sich jedoch erst Stunden danach offenbart.

In Zuffenhausen (bei Stuttgart), wo rund 7000 Mitarbeiter pro Tag circa 200 Porsche produzieren, kam die Fertigung durch den IT-Ausfall komplett zum Stillstand.

Vom Ausfall betroffen seien nicht nur die Fertigung gewesen, sondern auch Ersatzteillager und Kundenprozesse, heißt es in der Meldung des Spiegel. 221 Server sollen demnach betroffen gewesen sein. Grund für den Ausfall sei kein Angriff von außen, sondern ein internes Problem gewesen.

Der Ausfall bei Porsche ist laut dem Bericht kein Einzelfall gewesen. Auch der Automatisierungsspezialist Pilz habe am Sonntag sämtliche Systeme aufgrund eines gezielten Cyberangriffs vom Netz nehmen müssen. Betroffen seien „sämtliche Server- und PC-Arbeitsplätze inklusive des Kommunikationsnetzwerkes“, teilt das Unternehmen mit. Man habe die Staatsanwaltschaft sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingeschaltet und einen Krisenstab gegründet um die Störungen zu beheben und den Urheber des Angriffs zu identifizieren. Dennoch würden die Störungen „noch einige Tage andauern“. Thomas Pilz, Geschäftsführer, äußerte sich auf dem derzeit stattfindenden Maschinenbau-Gipfel in Berlin zum Cyberangriff mit einer klaren Ansage: Pilz zahlt kein Lösegeld an Hacker-Erpresser. Wegducken ist kein Thema für Pilz.(ag)

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