Künstliche Intelligenz

KI wartet in Steuerabteilungen noch immer auf Durchbruch

Künstliche Intelligenz Gerd Altmann Pixabay
Bild: Gerd Altmann / Pixabay
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In deutschen Steuerabteilungen wartet Künstliche Intelligenz (KI) noch auf den Durchbruch. Dennoch zeigt die Studie „Künstliche Intelligenz: Umdenken in der Steuerfunktion“ von Ernst and Young (EY), dass die Bereitschaft, KI einzusetzen, definitiv vorhanden ist. Für die Studie befragte EY 130 Führungskräfte aus dem Bereich Steuern und Finanzen. Eines der Kernergebnisse: Während sich 93 Prozent der Befragten einen KI-Einsatz vorstellen können, setzen nur 41 Prozent diese auch wirklich ein. Ein Grund für diese Differenz: Rund 70 Prozent geben an, sich mit KI noch relativ wenig auszukennen.

EY-Partner Florian Buschbacher sieht bei diesen Zahlen Handlungsbedarf: „Es ist an der Zeit, dass Steuerexperten das Potenzial von Künstlicher Intelligenz erkennen. Statt auf fehleranfällige Handarbeit zu setzen, gilt es, die Möglichkeiten von KI auszuschöpfen.“

Herausforderungen bei der Implementierung von KI

Bei den Voraussetzungen zum Einsatz von KI stoßen die Unternehmen auf Hürden. „Unsere Studie zeigt, dass die Steuerabteilungen den Megatrend KI zwar im Blick haben und eine große Mehrheit der Technologie sehr aufgeschlossen gegenübersteht“, sagt Buschbacher. „In der Umsetzung ist davon jedoch in den Steuerabteilungen noch relativ wenig zu spüren. Das liegt auch an den Herausforderungen, die viele Steuerexperten beim Thema KI sehen“.

Laut Studie geben 84 Prozent der Befragten an, nicht das notwendige Fachwissen zum Umgang mit KI zu besitzen. Gleichzeitig beklagt mehr als die Hälfte die unzureichende Datenlage (58 Prozent), während 57 Prozent der Teilnehmer mögliche Budget-Probleme sehen. Fast genauso viele Befragte erkennen außerdem im Datenschutz eine zentrale Herausforderung beim Einsatz von KI.

Potenzial von KI erkennen und einsetzen

Trotz dieser Hürden bietet KI großes Potenzial, um die Prozesse zukünftig effizienter zu gestalten. 72 Prozent der Befragten erwarten durch den Einsatz von KI reduzierte Prozessdurchlaufzeiten, 67 Prozent sehen eine Entlastung von monotonen Tätigkeiten und 59 Prozent nehmen an, dass mithilfe von KI weniger Prozesskosten entstehen. Zudem sehen die Steuerprofis vielfältige Einsatzmöglichkeiten der Technologie wie Smart Robotics, Machine Learning und Text Analysis. Vor allem bei der Umsatzsteuervoranmeldung und der Generierung von steuerrelevanten Daten (jeweils 96 Prozent) erwarten die Befragten konkrete Unterstützung von KI. „Künstliche Intelligenz kann die Leistungsfähigkeit einer Steuerabteilung erheblich ausbauen. Mit KI gelingt es, kostenintensive Prozesse zu automatisieren, Risiken zu erfassen sowie zu managen und zeitraubende Aufgaben schneller zu erledigen“, betont Buschbacher.

Der digitale Knackpunkt

Besonders in Hinblick auf die digitale Transformation kann Künstliche Intelligenz zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden – in der Steuerabteilung und darüber hinaus. Wenn Unternehmen zunehmend auf digitale Geschäftsmodelle setzen, dann braucht es umfassende Analysen, um aus den Daten einen Mehrwert zu schaffen. „Genau diese Datenströme, seien es Daten zu Übergabezeitpunkt, Services, Ort des Vertragsabschlusses oder dem Wert eines – auch digitalen – Produkts, sind für die steuerliche Würdigung essenziell. Das ist der maßgebliche Punkt, warum KI in der Steuerabteilung jetzt und in Zukunft immer wichtiger wird“, resümiert Buschbacher. (wag)


Kontakt zu Ernst and Young

Ernst & Young GmbH
Flughafenstraße 61
70629 Stuttgart
Tel.: +49 711 98810
Fax: +49 711 9881 550
E-Mail: info@de.ey.com
Website: www.ey.com/de

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