Startseite » Arbeitswelt »

Maschinen- und Anlagenbau: Maschinenbau-Unternehmen streichen 32.000 Stellen im ersten Halbjahr

Maschinen- und Anlagenbau
Maschinenbau-Unternehmen streichen 32.000 Stellen im ersten Halbjahr

Maschinenbau: 32.000 Stellen wurden im ersten Halbjahr 2020 abgebaut. Bild: fotomek/Adobe Stock
Im Maschinenbau wurden im ersten Halbjahr 2020 32.000 Stellen abgebaut.
Bild: fotomek/stock.adobe.com
Anzeige

Die konjunkturellen Belastungen haben im Maschinenbau im ersten Halbjahr des Jahres 2020 zu einem Abbau von 32.000 Stellen geführt. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hält daher eine Verlängerung des Kurzarbeitergelds für den richtigen Weg.

Der Maschinen- und Anlagenbau befindet sich in einer unkomfortablen Lage. 32.000 Arbeitsplätze mussten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres abgebaut werden. Grund dafür sind eine Konjunktur mit tiefen Bremsspuren, Handelsbarrieren, der strukturelle Wandel in wichtigen Kunden-Industrien und die Corona-Pandemie.

Damit waren Ende Juni 2020 rund 1,03 Millionen Menschen in diesem Industriebereich beschäftigt. Und dennoch: „Angesichts der immensen Belastungen, denen unsere Industrie ausgesetzt ist, bleibt dies ein moderater Abbau“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Personalabbau, weil Unternehmen nicht ausgelastet sind

Die verminderte Arbeitsmarktdynamik zeichnete sich in den Ergebnissen der Corona-Blitzumfragen ab, die regelmäßig vom VDMA durchgeführt werden.

17 Prozent der zuletzt Anfang Juli befragten Unternehmen gaben an, ihre nicht mehr ausgelasteten Fertigungskapazitäten durch einen Abbau von Stammpersonal anzupassen. 68 Prozent setzen Kurzarbeit ein.

„Wie schon 2009 sichert Kurzarbeit zahlreiche Arbeitsplätze und bewährt sich auch in dieser Krise als verlässliches, beschäftigungssicherndes Instrument“, sagt Ralph Wiechers. Der VDMA-Chefvolkswirt sieht Bundesfinanzminister Olaf Scholz daher auf dem richtigen Weg, wenn er die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds auf 24 Monate ausdehnen will.

Rund ein Drittel der Beschäftigten im Maschinenbau befand sich im Juli in Kurzarbeit. Damit befinden sich im Juli etwa 378.000 Angestellte in Kurzarbeit, schätzt der VDMA. Im Juni waren es noch 354.000 Kurzarbeiter – ein deutlich geringerer Anstieg im Vergleich zu den Vormonaten.

Gratwanderung: Einstellungsstopps und Suche nach Fachkräften

Viele Maschinenbaufirmen befinden sich der derzeit auf einer Gratwanderung zwischen Einstellungsstopps und der Suche nach Fachkräften. Diese werden besonders für die Digitalisierung gesucht.

Aktuell überwiegt jedoch die Vorsicht: „Die Zahl der gemeldeten Stellen im Maschinenbau hat sich zum Vorjahr fast halbiert”, stellt Wiechers fest. Die Arbeitskräftenachfrage im Ingenieurbereich ist im ersten Quartal um 14,5 und im zweiten Quartal um 23,7 Prozent zurückgegangen.

„Ob es um Mobilitätswende, Klimawandel, oder Energiewende geht – im Rennen um die besten Lösungen von morgen sind die Ideen kreativer Köpfe das Rückgrat unseres innovationsstarken Maschinenbaus und letztlich Garant der Wettbewerbsfähigkeit“, betont Wichers. (wag)


Kontakt zum VDMA

VDMA e. V.
Lyoner Str. 18
60528 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 6603 0
E-Mail: kommunikation@vdma.org
Website: www.vdma.org

Ebenfalls interessant:

Coronakrise: Zuversicht im Maschinen- und Anlagenbau steigt


Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de