EY-Analyse

Microsoft ist das wertvollste Unternehmen der Welt

Microsoft Headquarter Redmond
Microsofts "Building 92" in Redmond. Das Softwareunternehmen ist laut E&Y das wertvollste der Welt. Bild: Coolcaesar
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Technologiekonzerne aus den USA dominieren das Ranking der wertvollsten Unternehmen der Welt. In den Top Ten finden sich acht US-Konzerne wieder – sechs von ihnen kommen aus der Technologiebranche. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY). EY untersucht halbjährlich die Marktkapitalisierung der 100 am höchsten bewerteten Unternehmen weltweit.

Lediglich die Plätze sieben und acht werden nicht von US-Unternehmen belegt. Doch auch dort stehen zwei Technologiekonzere, allerdings chinesische: Alibaba und Tencent.

Die fünf wertvollsten Unternehmen setzen allesamt auf digitale Geschäftsmodelle – Microsoft, Amazon, Apple, die Google-Mutter Alphabet und Facebook. Während die 100 wertvollsten Unternehmen ihren Marktwert im ersten Halbjahr insgesamt um knapp 17 Prozent auf 21,5 Billionen US-Dollar steigerten, wuchs der Wert dieser fünf Digitalkonzerne sogar um 24 Prozent auf knapp 4,2 Billionen US-Dollar.

Der Marktwert der deutschen Unternehmen stieg im vergangenen halben Jahr überdurchschnittlich um 28 Prozent. Allerdings befinden sich nur noch zwei deutsche Unternehmen – SAP (Platz 52) und die Allianz (Platz 98) – in den Top 100. Siemens ist von Platz 94 auf 107 zurückgefallen. Ende 2017 platzierten sich noch sechs deutsche Unternehmen in den Top 100.

„Mit digitalen Geschäftsmodellen haben vor allem US-amerikanische Unternehmen den Nerv der Zeit getroffen – mit ihren Dienstleistungen und Produkten revolutionieren sie ganze Branchen und erzielen enorme Gewinne“, sagt Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland. „Die Investoren trauen ihnen offenbar zu, weitere Innovationen hervorzubringen und auch Strukturen in noch mehr Branchen aufzubrechen. Die hohen Bewertungen spiegeln diese Erwartungshaltung wider. Die klassischen Industriekonzerne befinden sich dagegen mitten im Umbruch und sehen sich plötzlich ganz neuen Konkurrenten gegenüber.“

Die meisten Unternehmen stammen aus dem IT-Sektor

Entsprechend ist der IT-Sektor in den Top 100 am stärksten vertreten: 24 Unternehmen – und damit eines mehr als noch vor sechs Monaten – sind in der Informationstechnologie tätig. Die Konsumgüterbranche stellt 20 Unternehmen, der Finanzsektor 19.

Nordamerika ist derzeit Sitz von 58 der Top-100-Unternehmen – ein Unternehmen mehr als zum Jahresende 2018. In Europa sind unverändert 21 der Top-Unternehmen beheimatet, die Region Asien/Pazifik ist Hauptsitz von 20 Unternehmen aus den Top 100.

Marktwert in Nordamerika deutlich höher als in Asien und Europa

Während die Top-100-Unternehmen in Nordamerika derzeit auf eine Gesamtmarktkapitalisierung von 14,2 Billionen US-Dollar kommen, beträgt der Wert der asiatischen Unternehmen im Top-100-Ranking knapp 4 Billionen US-Dollar. Die europäischen Konzerne können nur 3,3 Billionen US-Dollar in die Waagschale werfen.

Als teuerstes europäisches Unternehmen platziert sich der schweizerische Lebensmittelkonzern Nestlé mit einem Marktwert von 297,8 Milliarden US-Dollar auf Rang 14.

„Die Digitalisierung bestimmt zunehmend die Entwicklung der Konzerne und ihrer Aktienkurse“, beobachtet Barth. „Bisher ist es insbesondere den US-amerikanischen Internetriesen gelungen, aus dem Digitalisierungstrend Kapital zu schlagen und funktionierende Ökosysteme zu schaffen. Die Kunden und Investoren honorieren das. Vor allem in Europa sind viele Konzerne aber noch auf der Suche nach einem überzeugenden Zukunftsmodell.“ (wag)

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