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Osram wird von österreichischem Elektronikunternehmen AMS übernommen

Übernahme
Osram wird von österreichischem Elektronikunternehmen AMS übernommen

AMS AG kauft Osram
Osram wird vom österreichischen Sensorhersteller AMS übernommen, der wesentlich kleiner ist als das Münchner Unternehmen. Bild: Osram
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Mission erfolgreich: Im zweiten Anlauf ist es dem österreichischen Chip- und Sensor-Hersteller AMS gelungen, die erhoffte Übernahme von Osram zu besiegeln. Es ist zugleich die größte Übernahme eines österreichischen Unternehmens.

Mit 55 Prozent der Aktionäre des Münchner Beleuchtungsspezialisten wurde das Übernahmeangebot von 41 Euro pro Aktie angenommen, teilt AMS mit. Somit ist ein monatelanges Übernahmetheater um eines der bekanntesten deutschen Unternehmen vorerst zu Ende. Jedoch steht die kartellrechtliche Genehmigung noch aus.

Die Frist für die zweite Offerte war am Donnerstag, 5.12., um Mitternacht abgelaufen. Im Oktober war der erste Anlauf gescheitert. Mit 4,6 Milliarden Euro ist es die größte Übernahme eines österreichischen Konzerns.

„Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, die Mindestannahmeschwelle unseres Angebots für Osram zu erreichen“, sagt Alexander Everke, Vorstandsvorsitzender von AMS. „Wir wollen durch den Zusammenschluss von AMS und Osram einen weltweit führenden Anbieter von Sensorlösungen und Photonik mit Sitz in Europa schaffen“, sagt Everke weiter. Er verspricht, auf Grundlage des gemeinsamen Ziels „eng mit dem Osram-Management und allen Stakeholdern von Osram“ zusammenzuarbeiten.

Investoren zögern noch mit Verkauf von Osram-Aktien

Zeitgleich wirbt Everke bei den Aktionären, die ihre Osram-Aktien noch nicht an AMS verkauft haben. Sie haben laut AMS im Rahmen der Nachfrist noch bis zum 24.12.2019 Zeit. Die Investoren hoffen jedoch auf ein größeres Stück vom Kuchen im Anschluss an das öffentliche Verfahren, wenn AMS seine Anteile in einem zweiten Schritt auf mindestens 75 Prozent aufstocken möchte.

Beschäftigungsgarantie bis 2022 bei Osram

Die Österreicher haben  zudem zugesagt, bis 2022 niemand bei Osram fusionsbedingt zu entlassen. Die deutschen Standorte sollen sogar gestärkt werden. „Gemeinsam und im Dialog mit den Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern werden der Osram- und AMS-Vorstand nun einen tragfähigen Integrationsfahrplan auf Augenhöhe vorbereiten“, heißt es in der Osram-Mitteilung.

Die IG Metall und der Osram-Konzernbetriebsrat waren bis vor Kurzem nicht überzeugt. Grund dafür ist die Finanzierung: AMS ist erheblich kleiner als Osram, und um das Münchner Unternehmen übernehmen zu können, will AMS ungeachtet einer jetzt schon hohen langfristigen Verschuldung in Milliardenhöhe weitere Kredite in Höhe von knapp 3,9 Milliarden Euro aufnehmen. Deswegen fürchten die Arbeitnehmervertreter eine Zerschlagung Osrams, bei der letztlich die weltweit 24 000 Osram-Mitarbeiter die Zeche zahlen würden.(ag)


Kontakt zu Osram und ASM

OSRAM Licht AG
Marcel-Breuer-Str. 6
80807 München
Tel.: +49 89 62130
E-Mail: contact@osram.com
Website: www.osram.com

AMS AG
Tobelbader Strasse 30
8141 Premstaetten
Österreich
Tel.:+43 3136 500-0
E-Mail: info@ams.com
Website: www.ams.com

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