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Jeder zweite Befragte des deutschen Fertigungssektors würde wegen fehlender Datenkompetenz-Förderung kündigen

Befragung im deutschen Fertigungssektor
Jeder Zweite würde wegen fehlender Datenkompetenz-Förderung kündigen

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Datenkompetenz: die Fähigkeiten der Mitarbeiter entwickeln.
Bild: K.C./stock.adobe.com

Viele Angestellte des Fertigungssektors in Deutschland sind besorgt: Laut einer aktuellen Studie von Qlik, einem führenden Anbieter von Datenanalysen, fühlen sich 42 Prozent der Befragten dieses Industriesektors weder ausreichend datenkompetent noch gut gerüstet im Hinblick auf den datenintensiven, automatisierten Arbeitsplatz der Zukunft. Fast ebenso viele (44 Prozent) befürchten, dass ihr Arbeitsplatz gar durch Automation obsolet werden könnte. Im direkten Vergleich dazu, was Angestellte zwölf weiterer Industriesektoren geantwortet haben, liegen Angestellte des Fertigungssektors damit über dem Mittelwert (40 Prozent).

48 Prozent der Befragten äußerten Bedenken, dass ihr momentaner Arbeitgeber kein oder kein ausreichendes Bewusstsein dafür habe, welche Fähigkeiten die Belegschaft schon heute entwickeln muss, um gut auf den automatisierten, datenintensiven Arbeitsplatz der Zukunft vorbereitet zu sein.

47 Prozent hegen Bedenken darüber, dass sich ihr Arbeitgeber nicht in der Verantwortung sieht, sie diesbezüglich zu fördern. Und nur gut jeder fünfte Befragte (22 Prozent) vertraut aktuell darauf, dass die zuständige Personalabteilung alle notwendigen Anforderungen des zukünftigen Arbeitsmarktes überhaupt im Blick hat.

52 Prozent sehen eine Chance nur in einem Arbeitsplatzwechsel

Als logische Konsequenz sehen mehr als die Hälfte der befragten deutschen Angestellten des Fertigungssektors nur in einem Arbeitsplatzwechsel die Chance auf bessere Arbeitsbedingungen und eine wertschätzende Weiterbildungskultur: 52 Prozent würden kündigen, um in einem Unternehmen anzufangen, das sie hinsichtlich des Arbeitsplatzes von morgen weiterbildet (Vergleich Mittelwert: 47 Prozent).

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Etwa ein Drittel (35 Prozent) sind ebendiesen Schritt in der Vergangenheit bereits gegangen (41 Prozent von ihnen in den letzten zwölf Monaten), und sogar 48 Prozent beabsichtigen dies ganz konkret. Nur fast jeder Dritte (28 Prozent) sieht sich momentan nicht aktiv nach einer neuen Beschäftigung mit besseren Qualifizierungsaussichten um.

Datenkompetenz: die Fähigkeiten der Mitarbeiter entwickeln

„Wir hören oft, dass Mitarbeiter verstehen müssen, wie KI ihre Arbeit beeinflussen und ergänzen wird. Aber noch wichtiger ist, dass wir ihnen helfen, die Fähigkeit zu entwickeln, dass sie dem Ergebnis der intelligenten Algorithmen einen menschlichen Mehrwert verleihen“, sagt Matthias Herkommer, Director Presales DACH bei Qlik.

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Datenkompetenz wird entscheidend sein, um die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz über die menschliche Zusammenarbeit hinaus zu erweitern. Die Mitarbeiter müssen in die Lage versetzt werden, die maschinelle Intelligenz mit menschlicher Kreativität und kritischem Denken zu ergänzen“, erklärt Matthias Linden, Vice President Sales Southern Europe bei Qlik.

Von einer passiven Datennutzung hin zu Active Intelligence

Der Data Literacy: The Upskilling Evolution-Report, der in Zusammenarbeit mit The Future Labs entwickelt wurde, kombiniert Erkenntnisse aus Experteninterviews mit Umfragen* unter 1.209 globalen Führungskräften und 6.197 Mitarbeitern, davon 200 Führungskräfte und 1.000 Mitarbeiter aus Deutschland.

Die Ergebnisse, die in allen untersuchten Regionen weitgehend übereinstimmen, zeigen, wie das rasante Wachstum der Datennutzung die Erwartungen der Unternehmen an ihre Datenpotenziale steigert und im Gegenzug die Arbeitsmethoden verändert.

Der Bericht prognostiziert, wie sich dies auf die künftigen Qualifikationsanforderungen, aber auch auf die beruflichen Möglichkeiten auswirken wird. Denn die Unternehmen entwickeln sich von einer passiven Datennutzung hin zu Active Intelligence. Das bedeutet: Während Daten kontinuierlich in Arbeitsabläufe integriert werden, macht ebendies nötig, in Echtzeit auf Ereignisse zu reagieren. (bec)

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*Über die Umfrage
Der Bericht „Data Literacy: The Upskilling Evolution“ basiert auf einer von Censuswide im Oktober und November 2021 durchgeführten Umfrage unter 1.209 Führungskräften und 6.197 Vollzeitbeschäftigten in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern in Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich, Japan, Australien und Neuseeland.

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