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Regelmäßige Pausenkultur steigert die Leistungsfähigkeit und Gesundheit

Arbeitsleben
Regelmäßige Pausenkultur steigert die Leistungsfähigkeit

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Laut Experten ist es im Büroalltag wichtig, regelmäßige Pausen einzulegen. Bild: BartPhoto/stock.adobe.com
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Regelmäßige Pausen im Arbeitsalltag sollen die Leistungsfähigkeit steigern und die Gesundheit fördern. Der zeitliche Druck hindert uns jedoch meist daran, eine kurze Siesta einzulegen. Das führt zu gesundheitlichen Beschwerden und nachlassender Konzentrationsfähigkeit. Welche Pausenregelungen gibt es und wie kriegt man sie im eng getakteten Arbeitstag unter? Ein Überblick. 

Autor: Matthias Spielmann, Experte der Nürnberger Versicherung

Mittagessen vor dem PC oder ganz ausfallen lassen, in der Teeküche weiterhin die Mails checken, von einem Termin zum anderen hetzen – enge Deadlines sind meist der Grund, dass Arbeitnehmer ohne Pausen durcharbeiten. Dabei führt Durcharbeiten nicht unbedingt zu besseren Ergebnissen. Im Gegenteil: „Arbeiten ohne Pause führt schneller zu Ermüdung und nachlassender Konzentration – die Gefahr, Fehler zu machen, steigt“, so Matthias Spielmann. Doch wie lassen sich Erholungszeiten, ob kurz oder lang, in einen vollen Terminkalender oder ein prall gefülltes Auftragsbuch einplanen?

Pausen aus arbeitsrechtlicher Sicht

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) schreibt vor, dass Arbeitnehmer nicht länger als sechs Stunden ohne Pause tätig sein dürfen. Die Pause muss dann mindestens 30 Minuten betragen und darf weder am Anfang noch am Ende der sechs Stunden liegen. In manchen Branchen, beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Schichtbetrieb, können Ausnahmeregelungen gelten. Für Bildschirmarbeit fordert die Arbeitsstättenverordnung außerdem, dass der Arbeitgeber für Unterbrechungen sorgen muss – beispielsweise durch andere Tätigkeiten oder eben eine Pause. „Zudem sind Änderungen im Rahmen von Tarifverträgen möglich“, ergänzt der Experte der Nürnberger Versicherung.

Wie und wo die Pausen verbracht werden, ist dem Mitarbeiter überlassen. Denn die Pausen sind Freizeit und werden nicht bezahlt. Allerdings dürfen Arbeitgeber im Rahmen ihres Direktionsrechts entscheiden, wann die Pausen stattfinden sollen – damit beispielsweise das Büro nicht plötzlich verwaist ist. Achten Arbeitgeber nicht auf die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeiten bei ihren Angestellten, kann die zuständige Aufsichtsbehörde sogar ein Bußgeld verhängen.

Pausen in den Arbeitsalltag einplanen

„Idealerweise wechseln sich Phasen konzentrierter Arbeit mit regelmäßigen kurzen und längeren Pausen ab“, empfiehlt Spielmann. Immer wieder mal fünf Minuten abschalten, etwa durch Aufstehen vom Arbeitsplatz und kurzes Durchatmen, kann schon helfen. Wer seinen Arbeitstag mit einem Kalender organisiert, kann sich Pausen auch fest einplanen. Etwa bei der Fahrt von einem Kunden zum anderen fünf Minuten nach der Ankunft zum Kaffeetrinken einplanen, bevor es wieder losgeht.

Oder im Büro nach Abschluss einer Aufgabe einen Termin festlegen, um fünf Minuten frische Luft zu schnappen. Die Mittagspause sollte nur in Ausnahmefällen der Arbeit zum Opfer fallen – unabhängig davon, ob jemand ein Sandwich isst oder in die Kantine geht. Damit die Belegschaft Pausen nicht als Zeitverschwendung ansieht, empfiehlt der Experte Arbeitgebern, selbst eine Pausenkultur vorzuleben. Unternehmen, die das körperliche Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter aktiv fördern möchten, können zudem einen Ruhe- oder Fitnessraum einrichten.

Arbeitgeber in der Pflicht für erweiterten Schutz

„Gesunde Mitarbeiter sind unbezahlbar“, betont Spielmann. Zudem ist für viele Arbeitnehmer bei der Wahl eines Arbeitgebers nicht mehr ausschließlich das Gehalt ausschlaggebend. Verstärkt spielen Sozialleistungen wie beispielsweise eine betriebliche Krankenversicherung eine wichtige Rolle. Das zeigen auch die Zuwachszahlen für die bKV: Von 2015 auf 2018 hat sich die Zahl der Unternehmen, die ihren Mitarbeitern diese Leistung anbieten, verdoppelt. In der Regel schließt der Arbeitgeber die bKV für die gesamte Belegschaft ab.(ag)


Kontakt zur Nürnberger Versicherung

Nürnberger Versicherung
Ostendstraße 100
90334 Nürnberg
Tel.: +49 911 531-5
E-Mail: info@nuernberger.de
Website: www.nuernberger.de

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