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SAP: Robotic Process Automation hilft dabei, repetitive Aufgaben zu erledigen und beschleunigt Prozesse

SAP zum Thema RPA
Prozesse beschleunigen mit Hilfe von Robotic Process Automation

Prozessautomatisierung durch Roboter zahlt sich immer aus. Rompong_tom Adobe Stock
Laut SAP zahlt sich Prozessautomatisierung durch Roboter immer aus.
Bild: sompong_tom/ stock.adobe.com
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Es ist ein wichtiger Bestandteil des „Hyperautomatisierung“ und ein Tech-Trend des Jahres: Robotic Process Automation (RPA). Experten – auch etwa die Markt-Analysten von Gartner – sagen, er werde Unternehmen und Branchen stärker beeinflussen als die meisten IT-Trends zuvor.

Roboter sind keineswegs nur Apparate, die in Fertigungshallen arbeiten oder als selbstfahrende Maschinen umherflitzen. Sie erledigen routiniert die ihnen gestellten Aufgaben. Bei Robotic Process Automation (RPA) geht es aber um etwas anderes.

Roboter ahmen menschlichte Interaktion mit Software nach

Mit RPA sind Software-Anwendungen gemeint, keine physischen Maschinen. Es handelt sich um Anwendungen, die eine menschliche Interaktion mit Benutzerschnittstellen von Softwaresystemen nachahmen.

„Die Prozesse können ohne Unterbrechung rund um die Uhr 24 Stunden 7 Tage die Woche laufen – bei sinkenden Fehlerraten; ein Roboter hat keinen schlechten Tag, die Qualität ist immer gleich“, sagt Sebastian Schrötel von SAP.

Schrötel kümmert sich beim Walldorfer Software-Hersteller um Innovations- und Entwicklungsthemen und verantwortet seit 2018 das Thema RPA.

Mit Robotic Process Automation zum intelligenten Unternehmen

„Maschinelles Lernen, intelligente robotergesteuerte Prozessautomatisierung und integrierte Analysefunktionen sind die Kernkomponenten für Unternehmen, die zu intelligenten Unternehmen werden möchten“, sagt Schrötel. Und er ist sich sicher, dass sich Automatisierung im Laufe der Zeit immer auszahlt.

Zunehmende Globalisierung, sich immer schneller drehende Märkte, komplexe IT-Landschaften und die rasch fortschreitende Digitalisierung aller Geschäftsbereiche: Die Anforderungen an die Automatisierung ist definitiv weiter gestiegen.

Robotic Process Automation sei als Bestandteil der „Hyperautomatisierung“ ein Trend des Jahres 2020, sagen die Experten von Gartner: „Die Automatisierung von einfachen, von Menschen ausgeführten Arbeitsabläufen auf Basis von Regelwerken ist eine Untermenge von Künstlicher Intelligenz (KI) und stark im Kommen“, heißt es von Seiten der Markt-Analysten.

Computersysteme übernehmen Ausführung der Geschäftsprozesse

Automatisierung sei inzwischen Pflicht. Die Enterprise-IT werde in weitere und höhere Level von Automatisierung investieren.

„In Zukunft übernehmen die Computersysteme die Ausführung der Geschäftsprozesse“, ist sich Schrötel sicher. „Der Mensch kümmert sich um die schwierigen Ausnahmefälle oder die strategische Steuerung.“

Lästige Aufgaben? Einfach an den Roboter abgeben!

Für den SAP-Experten wird RPA zudem durch eine „Naturkonstante von Enterprise IT-Landschaften“ befördert: In Unternehmen gäbe es immer mindestens ein Legacy-System. Wenn dafür auf ein neues System migriert werden würde, entstünde, je mehr Zeit vergeht, wieder ein neues „Alt-System“. RPA löse dieses Problem.

RPA-Anwendungen in Finanz, Einkauf und HR

RPA kann fast überall – im Finanzwesen, im Einkauf, im Personalwesen oder in der Materialwirtschaft – angewandt werden. „Je repetitiver eine Aufgabe und je heterogener die IT-Landschaft, in der eine Aufgabe ausgeführt wird, desto wahrscheinlicher ist es ein RPA-Anwendungsfall“, sagt Schrötel.

Ein Beispiel: Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des schweizerischen Kantons Zürich bewältigt die derzeit vielen Voranmeldungen auf Kurzarbeit mit einem Software-Roboter von SAP. In der Regel bearbeitet das Amt etwa zehn Anträge pro Monat. Im März schnellte die Zahl auf 30.000 hoch. Mittlerweile ist der Berg abgearbeitet. Die Effizienzsteigerung betrug bis zu 85 Prozent, erklärten die Verantwortlichen auf einer Pressekonferenz.

RPA als Baustein einer Business Technology Platform

RPA werde in Zukunft nicht mehr für sich allein stehen. Die Software-Roboter würden mit anderen Technologien zu einer breiteren Business Technology Plattform als End-to-End-Lösung verschmelzen. Dazu gehören Bereiche wie Business Process Management (BPM), Process Mining, Business Intelligence (BI) und Middleware-Integrationstechnologien, aber auch Anwendungs-Entwicklungs-Plattformen.

RPA nutzt Machine Learning- und Artificial Intelligence-Modelle

Allerdings könne man nicht alles mit RPA automatisieren. Um auch unstrukturierte Informationen automatisiert in die Prozesse übernehmen zu können, gibt es Lösungen, die sowohl RPA als auch Machine-Learning- und Artifical-Intelligence-Modelle nutzen.

„Intelligente Technologien setzen wir ein, um unstrukturierte Daten und Dokumente, Bilder oder Sprache automatisch zu bearbeiten, aber auch, um Entscheidungen zu treffen, die nicht über eine einfache Regel abgebildet werden können“, sagt Schrötel. „Ein trainiertes Machine-Learning-Modell kann in einem Automatisierungsprozess sehr gut und mit hoher Frequenz datengetriebene Entscheidungen treffen.“

Den Zusammenhang zwischen RPA und KI beschreibt Schrötel folgendermaßen: „Robotic Process Automation sind die Arme und Beine des Roboters, der nach etwas greift und Informationen und Dokumente von A nach B transportiert. Künschtliche Intelligenz sind die Augen, der Mund und die Ohren.“

Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse automatisieren wollen, sollten beachten, dass die oft strikte Trennung zwischen IT und Business überbrückt werden müsse.

Denn alle Firmen mit erfolgreichen RPA-Projekten arbeiteten interdisziplinär. „Die Business-Units haben die besten Kenntnisse über die Prozessabläufe. Aber nur eine intelligente IT kann den lückenlosen und sicheren Betrieb über die Abteilungsgrenzen hinweg garantieren“, so Schrötel. (wag)


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69190 Walldorf
Tel.: +49 62277 4747 4
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Website: www.sap.com

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