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VDMA berichtet: Maschinenbau erholt sich im September 2020 schrittweise von Corona-Folgen

Maschinen- und Anlagenbau
Maschinenbau erholt sich schrittweise von Corona-Folgen

Container werden auf ein Schiff verlanden. Der VDMA berichtet, dass sich der Maschinenbau langsam von der Corona-Krise erholt. Bild: aerial-drone/Adobe Stock
Laut VDMA erholt sich der Maschinen- und Anlagenbau im September 2020 langsam von der Corona-Krise.
Bild: aerial-drone/stock. adobe.com
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Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland erholt sich schrittweise von den Folgen der Corona-Krise. Das schreibt der VDMA in einer aktuellen Pressemitteilung. Nach dem saisonalen Rückschlag im August zeigte der Auftragseingang im September 2020 wieder ein positives Bild. Sorgen macht sich der Verband allerdings angesichts der erneut ansteigenden Infektions-Zahlen.

Der Maschinen- und Anlagenbau konnte zwar die Auftragseingangs-Zahlen des Vorjahres nicht erreichen (reale Unterschreitung von zehn Prozent), aber: „Die Inlandsorders verzeichneten […] erstmals seit Januar dieses Jahres wieder einen Zuwachs“, berichtet Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des VDMA.

Aber auch hier ein aber: Das Orderplus von 4 Prozent im Inland hängt mit einem schwachen Vergleichsmonat im Vorjahr zusammen. Bei den Aufträgen aus dem Ausland war das Bild gegenläufig: die Orders sanken aufgrund eines starken Basiseffekts um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zuletzt hat sich die Auftragslage also ein wenig aufgehellt. Wiechers hält sich dennoch mit übertriebenem Optimismus zurück. Denn „Rückschläge sind angesichts einer zunehmenden Verunsicherung der Investoren wegen der steigenden Infektionszahlen nicht auszuschließen“, gibt der VDMA-Chefvolkswirt zu bedenken.

15 Prozent Auftags-Rückgang in den ersten 9 Monaten 2020

In den ersten neun Monaten des Jahres (Januar bis September 2020) stand ein reales Minus von 15 Prozent in den Auftragsbüchern des Maschinen- und Anlagenbaus. Darin spiegeln sich sowohl der gute Start ins Jahr, aber auch die anschließenden heftigen Corona-Verwerfungen wider. Das erste Quartal hatte die mittelständische Maschinenbau-Industrie mit einem kleinen Bestell-Rückgang von 2 Prozent abgeschlossen, im zweiten Quartal folgte dann ein Minus von 30 Prozent.

„Die Unternehmen kämpfen um jeden Auftrag. Der Tiefpunkt wurde im dritten Quartal eindeutig überwunden – vorerst“, analysiert Wiechers die Zahlen. Jetzt sei allerdings die Politik gefragt: „Wichtig ist, dass die Regierung ihre Hilfsprogramme noch stärker durch langfristige, Innovationen und Investitionen fördernde Maßnahmen ergänzt und sich zum Beispiel den Forderungen nach Steuererhöhungen eindeutig widersetzt“, fordert der VDMA-Chefvolkswirt.

Auftrags-Rückgang von real 14 Prozent von Juli bis September

Im Zeitraum von Juli bis September 2020 sank der Auftragseingang um real 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aus dem Inland kamen 10 Prozent weniger Bestellungen, die Auslandsaufträge blieben um 16 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Dabei schrumpften die Aufträge aus den Euro-Ländern um 16 Prozent, aus den Nicht-Euro-Länder wurden 17 Prozent weniger Bestellungen verbucht. (wag)


Kontakt zum VDMA

VDMA e. V.
Lyoner Str. 18
60528 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 6603 0
E-Mail: kommunikation@vdma.org
Website: www.vdma.org

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