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Venture Pulse 2019 von KPMG: 16 neue Einhörner und Rekordinvestitionen in Deutschland und Europa

KPMG Venture Pulse 2019
16 neue Einhörner und Rekordinvestitionen in Deutschland

Venture Pulse 2019 KPMG peshkov Adobe Stock
Laut KPMG war 2019 das Jahr der Risikokapitalinvestitionen in Deutschland und Europa. Bild: peshkov / stock.adobe.com
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Die Summe der Risikokapitalinvestitionen hat in Deutschland und in Europa vergangenes Jahr neue Rekordhöhen erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt der Venture Pulse 2019 von KPMG, für den das Wirtschaftsberatungsunternehmen regelmäßig die globalen Investitionen in Venture Capital auswertet. Dies sei bemerkenswert, immerhin war der weltweite Trend 2019 rückläufig, schreibt KPMG.

Die Summe des 2019 in Europa investierten Risikokapitals im Vergleich zum Vorjahr stieg von 28,17 auf 37,53 Milliarden Dollar. Noch extremer war es in Deutschland: Hier verdoppelten sich die Zuwendungen beinahe, am Ende wurden 6,89 Milliarden Dollar investiert (Vorjahr: 3,71 Milliarden Dollar). Weltweit war hingegen ein Rückgang zu verzeichnen. 2018 waren es noch 301,5 Milliarden Dollar, 2019 „nur noch“ 256,8 Milliarden Dollar.

16 zusätzliche Einhörner im Jahr 2019

Die Zahl der Unternehmen, die als Einhörner bezeichnet werden (erstmals mit mindestens einer Milliarde Dollar bewertet), stieg 2019 auf 110. Im Jahr 2018 waren es noch 94. Zwei Drittel davon stammen aus den USA. Neben Ländern wie USA, China, Deutschland oder Großbritannien erreichten vergangenes Jahr aber auch junge Startups aus weniger beachteten Staaten diesen Status. Etwa der Second Hand-Onlinemarktplatz Vinted (Litauen), das Nanotechnologie-Unternehmen OCSIAL (Luxemburg) oder der Kurierdienst Glovo (Spanien). 18 Einhörner gab es insgesamt in Europa im Jahr 2019 – ebenfalls ein neuer Rekord, nach zehn im Jahr 2018 und drei in 2017.

Bedeutung der Family Offices wächst

Venture Capital-Investoren fokussieren sich mittlerweile auf Unternehmen mit etablierten Geschäftsmodellen, die sich bereits als rentabel erwiesen haben. Das hat im letzten Jahr zu einem Rückgang bei den Frühphasenfinanzierungen geführt. Noch sei das kein Problem, doch „sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte es eines werden“, sagt Tim Dümichen, Partner bei KPMG. „Nämlich, wenn die Investoren in einigen Jahren ihre jetzigen Investments versilbern und ihr Geld neu anlegen wollen.“

In diese sich abzeichnende Lücke scheinen immer mehr Family Offices zu stoßen – auch, weil sie für ihre nachhaltige Art ihrer Investitionen bekannt sind. „Für Family Offices sind Investitionen in Start-ups aus zweierlei Gründen interessant. Zum einen natürlich, um einen Return zu generieren. Aber auch, weil sie Investitionen bevorzugen, deren Technologie oder Anwendung sich für das eigene Business nutzen lässt“, sagt Stefan Kimmel, Partner bei KPMG. „Ich gehe von einem auch in diesem Jahr starken Venture Capital-Markt in Deutschland und Europa aus“, ergänzt KPMG-Partner Dr. Ashkan Kalantary. (wag)


Kontakt zu KPMG

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Klingelhöferstraße 18
10785 Berlin
Tel.: +49 30 2068 0
E-Mail: information@kpmg.de
Website: www.kpmg.de

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