Verkehrswende

VW steigt bei Anbieter für E-Mobility-Software ein

Thorsten Nicklass, Elli und Martin Klässner, has-to-be
Thorsten Nicklass, CEO Elli (links) und Martin Klässner, CEO has·to·be GmbH (rechts). Bild: Volkswagen
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Der Volkswagen-Konzern übernimmt über seine Tochtergesellschaft Elli eine Minderheitsbeteiligung an der has-to-be GmbH. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch (31. Juli) mit. Die has-to-be GmbH bietet Software-Lösungen und Services für die Elektromobilität an. Gemeinsames Ziel ist es, den Ausbau des europaweiten Ladenetzes für E-Autos voranzutreiben und am Markt für Ladelösungen zu partizipieren, schreibt VW in einer Pressemitteilung. Die konzerneigenen Ladesäulen werden bereits teilweise mit der Software von has-to-be betrieben.

„Einfaches und komfortables Laden ist ein Muss für den schnellen Durchbruch der E-Mobilität“, sagt Thomas Ulbrich, Vorstand für E-Mobilität bei Volkswagen. „Dafür brauchen wir nicht nur mehr Ladesäulen, sie müssen zusätzlich auch intelligent vernetzt sein und funktionieren.“ Das Laden eines E-Autos müsse genauso selbstverständlich werden wie das Laden eines Smartphones, so Ulbrich. „Gemeinsam mit has·to·be wolle man das schnell wachsende Geschäftsfeld der Ladeinfrastruktur erschließen und weiterentwickeln. „Dabei setzen wir die Software von has·to·be auch selbst ein.“ Bis 2025 will VW 36.000 Ladepunkte in ganz Europa aufstellen.

Die vor sechs Jahren gegründete has·to·be GmbH verwaltet mit über 70 Mitarbeitern mehr als 16.000 Ladepunkte weltweit, vor allem aber in Europa. Seit der Gründung habe sich der Umsatz jedes Jahr zumindest verdoppelt, heißt es von Seiten des Unternehmens. Mittlerweile reicht das Spektrum der Kundenliste von der Automobilbranche über die Energieversorger bis zu Industrieunternehmen. Als vorderste Referenz gilt Ionity, das größte Schnellladenetzwerk Europas: Ein Zusammenschluss der BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und des Volkswagen Konzerns mit Audi und Porsche. Bis Ende 2020 plant Ionity die Errichtung von insgesamt 400 Schnellladeparks an europäischen Autobahnen. Bei allen Stationen kommt die Software von has·to·be zum Einsatz.

Klässner baute schon vor elf Jahren Prototypen

has-to-be-Unternehmensgründer Martin Klässner baute bereits vor elf Jahren Prototypen für Ladestationen in seiner Garage. In der Softwareentwicklung für Ladeinfrastrukturen sah er enormes Potenzial. Heute ist sich der has·to·be-Gründer sicher. Für die Partnerschaft mit VW kündigt er Großes an: „Mit Volkswagen an Bord werden wir die E-Mobilität in Europa und über seine Grenzen hinaus vorantreiben.“

Das Tochterunternehmens des Wolfsburger Konzerns, Elli, übernimmt etwa ein Viertel der Anteile an der has·to·be GmbH. „Elli hat sich das Ziel gesetzt, die Themenbereiche Energie und Mobilität digital zu vernetzen“, sagt Elli-CEO Thorsten Nicklass. Laden soll günstig und einfach werden, man wolle sich als zuverlässiger Partner für innovative und nachhaltige Energielösungen rund um das Elektrofahrzeug etablieren. „Mit der Beteiligung an has·to·be schaffen wir nun die Voraussetzung für ein nahtloses Kundenerlebnis beim Laden und für die Integration weiterer digitaler Dienste der Volkswagen Group.“

In den kommenden fünf Jahren will Volkswagen mehr als 30 Milliarden Euro in die E-Mobilität investieren. Das Budget fließt dabei in die geplanten 70 rein elektrischen Modelle sowie in intelligente Ladelösungen, Energieangebote und digitale Mobilitätsdiente. (wag)

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