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Bitkom-Umfrage: Corona-Krise trifft Startups hart – zweiter Lockdown könnte Ende bedeuten

Bitkom-Umfrage
Corona-Krise trifft Startups hart – zweiter Lockdown könnte Ende bedeuten

Corona-Krise trifft deutsche Startups mit voller Wucht. Bild: Vasyl/Adobe Stock
So gut wie auf diesem Bild ist die Stimmung in deutschen Startups aktuell wohl nicht.
Bild: Vasyl/stock.adobe.com
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Die Corona-Krise hat Startups in Deutschland hart getroffen. Das berichtet der Bitkom in einer aktuellen Pressemitteilung. Laut einer Umfrage des Digitalverbands habe sich die Situation für 68 Prozent der Startups seit Beginn der Pandemie verschlechtert. Knapp neun von zehn (88 Prozent) geben außerdem an, dass sich die Situation für Startups im Allgemeinen verschlechtert hat. 78 Prozent erwarten eine Pleitewelle unter deutschen Startups.

Die Corona-Pandemie trifft die Jungunternehmen so hart, dass sich fast jedes zweite Startup (47 Prozent) um seine Existenz sorgt.

Würde eine zweite Welle zu einer erneuten harten Lockdown-Situation führen, würden Startups, die ihre Existenz bedroht sehen, nur noch für drei bis vier Monate (14 Wochen) durchhalten.

Die Umfrage des Bitkom wurde im Mai und Juni durchgeführt. Insgesamt wurden 112 Startups befragt.

Startups entscheidend für digitale Innovationsfähigkeit

Bitkom-Präsident Achim Berg bemerkt, dass in den vergangenen Wochen viel über die Rettung von Konzernen gesprochen wurde. Allerdings: „Startups sind hierzulande aber inzwischen längst wichtige Arbeitgeber – und sie sind entscheidend für unsere digitale Innovationsfähigkeit“, so Berg.

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„Es ist uns in den vergangenen Jahren mit vielen Anstrengungen gelungen, Deutschland zu einem Hot-Spot für Technologie-Startups zu machen. Diese Arbeit dürfen wir jetzt nicht aufs Spiel setzen“, mahnt der Bitkom-Präsident.

Corona-Krise führt zu Umsatzrückgang

Etwas mehr als vier von zehn Startups (43 Prozent) beklagen Umsatzrückgänge seit Ausbruch der Corona-Krise.

Diesen gegenüber stehen 15 Prozent, die in den vergangenen Monaten ihren Umsatz steigern konnten.

41 Prozent erleben, dass die Entwicklung ihrer Angebote aktuell nur sehr langsam vorankommt.

Startups fühlen sich von Politik allein gelassen

Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten geben zwar an, dass die Bundesregierung in der Corona-Krise grundsätzlich die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Trotzdem fühlen sich die Startups von der Politik nicht ausreichend unterstützt.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) beklagen nämlich, dass die Politik zu wenig unternimmt, um in Schieflage geratene Startups zu unterstützen.

So stellen die Jungunternehmen der Bundesregierung bei der Startup-Politik ein eher bescheidenes Zeugnis aus: Im Durchschnitt gab es die Schulnote „ausreichend“ (4,2).

Rund die Hälfte der Befragten (47 Prozent) vergibt die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“.

Gerade am Anfang der Corona-Krise habe es den Anschein gehabt, dass Startups in der politischen Debatte nur eine untergeordnete Rolle spielten, merkt Berg an. „Das hat sich zuletzt geändert, den ersten Ankündigungen sind auch konkrete Pläne und Beschlüsse gefolgt. Jetzt muss es darum gehen, dass die Hilfen auch bei den Startups ankommen“, fordert der Bitkom-Chef. (wag)


Kontakt zum Bitkom


Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Albrechtstraße 10
10117 Berlin-Mitte
Tel.: +49 30 2757 60
E-Mail: bitkom@bitkom.org
Website: www.bitkom.org

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