Startseite » Coronavirus »

VDMA: Deutsche Maschinen-Exporte leiden unter Corona-Krise

Maschinen- und Anlagenbau
Deutsche Maschinenexporte leiden unter Corona-Krise

Im ersten Quartal 2020 sanken sie die Maschinen-Exporte um 6,6 Prozent auf 41,9 Milliarden Euro.
Im ersten Quartal 2020 sanken die deutschen Maschinenexporte um 6,6 Prozent auf 41,9 Milliarden Euro.
Bild: tuastockphoto/ stock.adobe.com
Anzeige

Die Maschinenexporte sind laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) immer stärker von der Corona-Pandemie betroffen. So sanken die Ausfuhren im ersten Quartal 2020 um 6,6 Prozent auf 41,9 Milliarden Euro. Während sie im Januar und im Februar ihren Vorjahreswert lediglich um 3,9 beziehungsweise 4,4 Prozent verfehlt hatten, sanken sie im März um 11 Prozent.

„In den ersten beiden Monaten dieses Jahres dürften sich die Auswirkungen der Corona-Krise mit Ausnahme der Ausfuhren nach China kaum in den Exportzahlen niedergeschlagen haben. Das hat sich im März schlagartig geändert“, sagt VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres lagen die Maschinenexporte aus Deutschland in die EU-27 um 8,5 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Das Exportgeschäft mit den vom Corona-Virus stark gebeutelten Ländern wie Frankreich (minus 14,8 Prozent), Italien (minus 16,1 Prozent) und Spanien (minus 13,9 Prozent) enttäuschte in diesem Zeitraum besonders. Auch hier war der Rückgang im Januar und Februar noch recht moderat.

Im März sind laut VDMA die deutschen Maschinenausfuhren nach Spanien, Italien und Frankreich um 25 bis 33 Prozent im Vorjahresvergleich gefallen. Knapp 15 Prozent aller deutscher Maschinenexporte gehen allein in diese drei Länder.

Positive Signale aus Polen

„Die Exportrückgänge in die EU-Partnerländer könnten in den kommenden Berichtsmonaten zweistellig ausfallen, denn bereits im März verzeichneten die deutschen Maschinenbauer ein Minus von mehr als 21 Prozent beim Export in die EU“, berichtet Wortmann. Mit einem Wachstum von mehr als 8 Prozent im ersten Quartal 2020 stellen sich allerdings die deutschen Maschinenexporte nach Polen momentan noch gegen den Trend.

Das osteuropäische Land hat sich in der Rangliste damit an Österreich, den Niederlanden und Italien vorbeigeschoben und belegt nun Platz 4 der wichtigsten Zielländer für Maschinenexporte aus Deutschland. Doch auch bei den Lieferungen nach Polen lag das März-Ergebnis zweistellig im Minus (minus 14,2 Prozent).

Einschätzungen für Exporte nach China und USA unterschiedlich

Die beiden wichtigsten Einzelmärkte für die deutschen Maschinenexporteure, die USA und China, waren im ersten Quartal unterschiedlich stark von der Corona-Ausbreitung betroffen. Die Vereinigten Staaten konnten von Januar bis März ihren hohen Vorjahreswert sogar nochmals leicht um 0,5 Prozent steigern.

„Hier spielt sicher eine Rolle, dass Präsident Trump erst am 13. März den nationalen Notstand ausgerufen hat“, analysiert VDMA-Konjunkturexperte Wortmann. Das China-Geschäft nahm hingegen im ersten Quartal um 8,9 Prozent ab. Allerdings wurde das Vorjahresniveau im März mit einem Rückgang von 1,1 Prozent nur noch knapp verfehlt.

„Für die Zukunft rechnen wir auf den beiden größten Exportmärkten des Maschinenbaus mit einer gegenläufigen Entwicklung. Wir sehen leichte Entspannungstendenzen bei den Maschinenexporten nach China. Im Gegenzug hat sich das bis zum März noch positive Bild in den USA bereits deutlich eingetrübt. Auch aus unserer aktuellen Corona-Blitzumfrage geht hervor, dass die Nachfrage aus den USA abnehmen dürfte“, erläutert Wortmann. (ag)


Kontakt zum VDMA


VDMA e.V.
Lyoner Str. 18
60528 Frankfurt
Tel.: +49 6966 030
E-Mail kommunikation@vdma.org
Website: www.vdma.org

Ebenfalls interessant:

VDMA: Keine Zeit für falsche Arbeitsmarktpolitik


Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de