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Deutschland, Irland und Großbritannien dominieren

Hochtechnologiestandorte in der EU
Deutschland, Irland und Großbritannien dominieren

Karte zur Studie „Hochtechnologiestandorte EU", Quelle: Contor
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Die Studie „Hochtechnologiestandorte EU“ zeigt, wo die besten Standorte für Hochtechnologieunternehmen in der Europäischen Union liegen. Dazu wurden 1.342 EU Regionen anhand von 30 Indikatoren von der Contor GmbH untersucht.

In der ersten Contor-Studie zu Hochtechnologiestandorten in der EU im Jahre 2004 haben deutsche Standorte noch unter ferner liefen abgeschnitten, und Deutschland galt allgemein noch als kranker Mann in Europa. Doch heute gehören deutsche Regionen zu den besten Hochtechnologiestandorten. Während im Jahr 2004 deutsche Regionen besonders bei ökonomischen Faktoren wie Produktivität, Lohnniveau und Steuerbelastung zurückfielen, hat sich hier in den letzten Jahren einiges getan und deutsche Regionen können insgesamt auch hierbei mit anderen Regionen konkurrieren.

Deutsche Regionen sind jedoch Spitze bei Indikatoren, die Hochtechnologie erst ermöglichen oder begünstigen, wie Bildung, Wohlstand und soziale Faktoren. Zusammen mit der besonderen Stärke bei technikaffinen Wirtschaftszweigen führt dies zum hervorragenden Abschneiden vieler deutscher Regionen. So gehören 47 deutsche Regionen zu den Top-100 Regionen der EU. Auf Rang 1 der Studie liegt Ingolstadt. Ingolstadt bietet eine hohe regionale Attraktivität mit relativ hohem Wohlstand und geringer Arbeitslosigkeit, einer positiven Bevölkerungsentwicklung und einer im EU-Vergleich geringeren Alterung der Gesellschaft.

Positive Bildungsindikatoren

Darüber hinaus zeigen sich sehr positive Bildungsindikatoren, die auf ein hohes Bildungsniveau schließen lassen. In Ingolstadt und dem Großraum Ingolstadt ist dabei nicht nur eine Branche der mittleren Hochtechnologie und der Hochtechnologie stark vertreten, sondern nahezu sämtliche der hier analysierten Wirtschaftszweige. Zu der besonderen Stärke in der verarbeitenden Hochtechnologie gesellt sich eine ausgeprägte Stärke im Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen mit hohem Technologieniveau.

Die Steuerbelastung in Deutschland insgesamt liegt nicht allzu weit von der durchschnittlichen Steuerbelastung in der EU entfernt. Dieses Mehr an Belastung wird wahrscheinlich trotz vergleichsweise höhere Löhne ausgeglichen durch die extrem hohe Produktivität in der Region Ingolstadt.

Jedoch nicht nur deutsche Regionen schneiden besonders gut ab, auch irische und britische Regionen sind besonders gut für Hochtechnologieunternehmen geeignet. Alle irischen und 33 britische Regionen zählen zu den 100 geeignetsten Regionen. Dazu gesellen sich einzelne Regionen aus den Ländern Dänemark, Polen, Finnland, Slowakei, Frankreich, Ungarn, Schweden und Tschechische Republik. Damit werden die Top-100 Regionen von Irland, Großbritannien und Deutschland dominiert. Spannend für die zukünftige Entwicklung könnte dabei sein, ob sich Großbritannien mit einem wahrscheinlichen Brexit selbst aus einer hervorragenden Konkurrenzsituation im europäischen Standortwettbewerb katapultiert.

Die Studie wurde allein mit dem Standortanalyse-Tool Contor-Regio erstellt. Um die Studie durchzuführen, wurde zunächst ein Katalog mit Standortanforderungen eines typisierten Hochtechnologieunternehmens erstellt. Grundlage dieses Katalogs waren Anforderungen, die bereits im Jahr 2004 für die damalige Contor-Studie „Standorte typisierter Unternehmen in Europa“ in Zusammenarbeit mit dem Manager Magazin aufgestellt wurden. Dieser Anforderungskatalogwurde noch detaillierter fokussiert auf die Hochtechnologie.

Dazu wurden Ergebnisse aus Gesprächen und Diskussionen mit Unternehmen und Wirtschaftswissenschaftlern, Erfahrung aus weiteren 15 Jahren Standortberatung sowie die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 15 Jahre integriert. Gemäß dieses Anforderungskatalogs wurden dann insgesamt 30 Indikatoren in dem Standortanalyse-Tool Contor-Regio ausgewählt und gewichtet und damit die Analyse gerechnet. Zur Plausibilitätsprüfung der Ergebnisse wurden dann verschiedene Sensitivitätsanalysen ebenfalls mit Contor-Regio durchgeführt. (rhh)

Interaktive Karte zur Studie


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