Für Verwaltung und Produktion

Volkswagen beschließt „Roadmap Digitale Transformation“

Personalvorstand Gunnar Kilian, Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke Volkswagen, Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh und Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group Components. Quelle: Volkswagen
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Die Modernisierung und Digitalisierung des Unternehmens treibt Volkswagen mit Hochdruck voran: Bis 2023 will Volkswagen bis zu vier Milliarden Euro in Digitalisierungsprojekte investieren — vorrangig in der Verwaltung, aber auch in der Produktion. Mindestens 2.000 neue Arbeitsplätze mit Bezug zur Digitalisierung sollen geschaffen werden. Das haben Vorstand und Gesamtbetriebsrat in ihrer „Roadmap Digitale Transformation“ vereinbart.

Agile Arbeitsweisen, verbesserte Prozesse und Digitalisierung sollen Beschäftigte entlasten und Abläufe beschleunigen. Bislang manuell durchgeführte Aufgaben werden durch verbesserte IT vereinfacht. Dadurch sollen bei der Volkswagen AG Pkw, der Volkswagen Group Components und der Volkswagen Sachsen GmbH in den nächsten vier Jahren bis zu 4.000 Stellen im indirekten Bereich nicht wieder besetzt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Aufgaben durch Digitalisierung, Prozessoptimierung und Organisationsverschlankung entfallen.

Produktivität wird steigen

Zugleich wurden weitere Investitionen in die Industrie 4.0 und ein damit einhergehender Produktivitätsfortschritt von fünf Prozent pro Jahr bis 2023 im direkten Bereich vereinbart. Für die personelle Transformation im Zuge der Digitalisierungs-Offensive von Volkswagen wird zudem das Qualifizierungsbudget um 60 Millionen Euro auf insgesamt rund 160 Millionen Euro erhöht. Eine einheitliche Beschäftigungssicherung für die Volkswagen AG und die Volkswagen Sachsen GmbH wird bis 2029 vereinbart.

Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke Volkswagen, sagt: „Mit der Roadmap Digitale Transformation geben wir der Modernisierung von Volkswagen weiteren Schub. Wir machen das Unternehmen nachhaltig fit für das digitale Zeitalter. Wir bauen neue Digital-Kompetenzen auf, stellen unsere Organisation in allen Bereichen schneller, schlanker und wettbewerbsfähiger auf. Zugleich schaffen wir neue, moderne digitale und agile Arbeitsplätze und verbessern unsere Produktivität. ‚New Volkswagen‘ wird so auch für die Mitarbeiter greifbarer. Wenn Stellen durch Digitalisierung wegfallen, machen wir das entlang der demografischen Kurve so sozialverträglich wie möglich.“ Die mit der Investition einhergehenden Kostensenkungen helfen auch dabei, die Transformation von Volkswagen aus eigener Kraft zu finanzieren. Die Marke hat sich zum Ziel gesetzt, bereits ab 2022 eine Rendite von sechs Prozent zu erwirtschaften. Das ist drei Jahre früher als ursprünglich geplant.

Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group Components, ergänzt: „Für unsere Komponentenwerke ist die Roadmap Digitale Transformation der Beschleuniger für unsere Transformation in die E-Mobilität. Wir übernehmen künftig Verantwortung von Batteriezelle und Batteriesystem über E-Antrieb bis zu Ladeinfrastruktur und Recycling — und brauchen dafür eine Digitalisierung unserer Prozesse, eine höhere Software-Kompetenz und eine schlanke und agile Steuerung der weltweiten Komponentenaktivitäten.“

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh sagt: „Mit der Beschäftigungssicherung bis 2029 sind betriebsbedingte Kündigungen in den nächsten zehn Jahren ausgeschlossen. Das ist ein wichtiges Signal: Die Digitalisierung bringt Veränderungen, aber der Arbeitsplatz bei Volkswagen bleibt sicher. Beim möglichen Abbau von Arbeitsplätzen muss klar sein, dass diese Tätigkeiten tatsächlich entfallen — ansonsten wird weiterhin jede Stelle nachbesetzt, denn Arbeitsverdichtung wird es mit uns nicht geben. Auch die Freigabe weiterer Jahrgänge für die Altersteilzeit war uns wichtig.“ (rhh)

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