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Bosch kombiniert Industrie 4.0 mit Künstlicher Intelligenz (KI)

Industrie 4.0
Bosch kombiniert Industrie 4.0 mit Künstlicher Intelligenz

KI im Bosch-Halbleiterwerk in Reutlingen
KI im Bosch-Halbleiterwerk in Reutlingen.
Bild: Martin Stollberg/Jan Potente
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Bei der Entwicklung der Fabrik der Zukunft setzt Bosch auf Industrie 4.0. Produkte werden zunächst in eigenen Werken getestet und validiert, ehe das Unternehmen diese auf dem externen Markt anbietet. Einen zusätzlichen Schub verspricht sich Bosch durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Mithilfe von KI ließen sich der Ausschuss in Fabriken reduzieren oder die Auslastung von Maschinen und Anlagen erhöhen.

Wenn Industrie 4.0 mit Künstlicher Intelligenz kombiniert wird, sind komplexe Aufgaben einfacher zu lösen: Die vernetzte Produktion liefert Daten, die KI wertet sie aus.

Eingesetzt wird die Technologie etwa bei der Planung von Produktionsprozessen in hochautomatisierten Chipfabriken wie dem Bosch-Halbleiterwerk in Reutlingen. Die KI hilft hier, die Wafer zeit- und kostensparend durch bis zu 1000 Bearbeitungsschritte zu steuern. Bosch spricht von einer Steigerung des Wafer-Durchsatzes um fünf Prozent – die Investition rechne sich also schon nach drei Monaten.

Auch in der Qualitätskontrolle nutzt Bosch Künstliche Intelligenz. Am Standort Immenstadt wird den Montage-Mitarbeiter sofort angezeigt, wenn ein getestetes Bauteil fehlerhaft ist. Das Ergebnis liefert ein selbstlernendes System. Die Basis bilden gesammelte Daten mit Fehler-Mustern – so können relevante von nicht-relevanten Fehlermeldungen unterschieden werden. Die hohe Erfolgsquote wird durch wöchentliches Re-Training der Algorithmen ständig verbessert.

Bosch startet 5G-Tests im Halbleiterwerk Reutlingen

Qualitätsverbesserung steht auch im Bosch-Rexroth-Werk in Homburg im Mittelpunkt. Werkzeugmaschinen bearbeiten dort Hydraulik-Ventilgehäuse für mobile Anwendungen wie Traktoren. Die Werkzeugmaschinen erfassen die Daten, auf deren Basis sich mit Machine-Learning-Methoden echtzeitnahe Aussagen zur Qualität der Werkstücke treffen lassen. Bei Bedarf werden Fertigungsprozesse umgehend angepasst und so Ausschuss reduziert. Die serienreif entwickelte KI-Anwendung sorgt auch dafür, dass aufwändige nachgelagerte Labormessungen entfallen.

Bosch stellt KI-Lösungen auch Kunden bereit

Mit „Machine Vision AI“ hat der Bosch-Sondermaschinenbau eine Applikationsplattform für die maschinelle optische Inspektion von Werkstücken konzipiert. Diese soll dabei helfen, schwer zu identifizierende Merkmale wie Kratzer und Ausbrüche in Oberflächen oder Defekte in Schweißnähten nachzuweisen. Die Technologie wird derzeit sukzessive in Bosch-Werken ausgerollt.

Bosch baut seine Versorgung mit erneuerbaren Energien aus

Auch zu einer ressourcenschonenden Produktion kann KI einen Beitrag leisten. Die Energy Platform aus dem Industrie-4.0-Portfolio etwa verwendet intelligente Algorithmen, um kurzfristig Abweichungen im Energieverbrauch von Maschinen zu erkennen und Lastspitzen aufzufangen. So lässt sich der CO2-Ausstoß in Fabriken weiter reduzieren; im Industrie-4.0-Leitwerk von Bosch in Homburg beispielsweise binnen zwei Jahren um gut zehn Prozent.

Die Energy Platform erfährt jetzt ein Erweiterung um ein sogenanntes Balancing Energy Network. Diese Softwarelösung nutzt KI, um die Energieflüsse in einem Produktionsbetrieb zu steuern und zu optimieren. Bosch verspricht dadurch eine erhöhte Energieeffizienz und die optimale Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Die Software habe das Potenzial, den ökologischen Fußabdruck großer Gebäude wie Krankenhäuser, Einkaufszentren oder Sportarenen zu verringern.

Industrie 4.0: Mehr als 100 Kunden nutzen Bosch-Software

Bosch arbeitet seit 2012 daran, Produktion und Logistik zu vernetzen. In einer Pressemitteilung heißt es, dass in nahezu allen Bosch-Werken Industrie-4.0-Lösungen im Einsatz sind.

Und die Projekte lieferten messbaren Mehrwert: Mit Hilfe von Industrie 4.0 sei es möglich, die Produktivität an einzelnen Standorten um bis zu 25 Prozent zu steigern. Zu den Industrie-4.0-Lösungen zählt die von Bosch Connected Industry entwickelte Software Nexeed. Laut Firmenangaben nutzen bereits mehr als 100 Kunden die Software, darunter BMW und der Sensorhersteller Sick. (wag)


Kontakt zu Bosch

Robert Bosch GmbH
Robert-Bosch-Platz 1
70839 Gerlingen-Schillerhöhe
Tel.: +49 711 4004 0990
E-Mail: kontakt@bosch.de
Website: www.bosch.de

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