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Das Fraunhofer IPA berät, welche Software Energieflüsse innerhalb der Fertigung überwachen, prognostizieren und steuern

Energiefluss
Energieeffiziente Produktion: So findet man die richtige Software

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Einen Weg durch die vielen cloudbasierten Softwarelösungen, die den Stromverbrauch in der Produktion steuern können, bahnt das Fraunhofer IPA. Bild: red150770/stock.adobe.com

Je mehr Strom aus erneuerbaren Energie-Quellen stammt, desto mehr unterliegt das Stromangebot wetterbedingten Schwankungen. Mit ihnen steigt oder fällt der Kurs an der Leipziger Strombörse. Unternehmen, die von solchen Kurs-Schwankungen profitieren möchten, müssen ihre Produktion dann auslasten, wenn der Strompreis niedrig oder negativ ist. Softwarelösungen können helfen – doch welche?

Der Markt für Softwarelösungen, die Energieflüsse innerhalb der Fertigung überwachen, prognostizieren und steuern können, ist unübersichtlich geworden.

„Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die oft noch unerfahren mit dem Einsatz von Softwarelösungen für die energieeffiziente Produktion sind, ist es deshalb schwer geworden, den für sie besten Dienst ausfindig zu machen“, sagt Can Kaymakci von der Abteilung Industrielle Energiesysteme am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

Fraunhofer-Projekt ML4P optimiert Effizienz der Industrieproduktion

Der Forscher hat deshalb zusammen mit seinem Kollegen Philipp Pelger, mit Professor Alexander Sauer, Leiter des Fraunhofer IPA und des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart, sowie mit Simon Wenninger von der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT ein vierstufiges Auswahlverfahren entwickelt und bei einem Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes erprobt.

In vier Schritten zur Steuerungssoftware für Energieflüsse

Das Auswahlverfahren ermöglicht die effiziente Lösung komplexer Auswahlprobleme und integriert das praktische Know-how der Forscher in den Bereichen Energie sowie IT in den Entscheidungsprozess zur Identifikation einer optimalen Softwarelösung für den beschriebenen Anwendungsfall:

  • Im ersten Schritt klären die Forscher zusammen mit dem jeweiligen KMU die Anforderungen und damit auch, welche Bewertungskriterien im weiteren Auswahlverfahren berücksichtigt werden.
  • Anschließend wählen die Wissenschaftler diejenigen Lösungen aus, die den Anforderungen gerecht werden, und bewerten beispielsweise deren Leistungsfähigkeit, Nutzerfreundlichkeit, Datensicherheit und Kosten.
  • Im dritten Schritt werden diese Eigenschaften unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Anforderungen gegeneinander abgewogen und entsprechend gewichtet.
  • Am Ende steht eine übersichtliche Darstellung, die zeigt, welche Software am besten geeignet ist.

Das Verfahren wurde für die Auswahl eines Clouddienstleisters zur elektrischen Lastprognose für einen KMU genutzt. Nichtsdestotrotz ist das Auswahlverfahren auch für andere Softwarelösungen beispielsweise zum Monitoring von Energieflüssen oder dem intelligenten Lastmanagement anwendbar. (eve)

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