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IT-Trends-Studie 2022 von Capgemini: IT-Budgets in Unternehmen und Organisationen steigen stark an

IT-Trends-Studie 2022
Drei Viertel der Unternehmen erhöhen 2022 ihr IT-Budget

IT-Trends-Studie 2022 Capgemini
Die IT-Trends-Studie 2022 von Capgemini zeigt: Die Mehrheit der Unternehmen wird das Budget für die IT-Sicherheit erhöhen.
Bild: VideoFlow/stock.adobe. com

Fast drei Viertel der Unternehmen und Behörden haben vor, im kommenden Jahr die IT-Ausgaben zu erhöhen. Das zeigt die IT-Trends-Studie 2021 von Capgemini. Die Prognosen für das Jahr 2023 seien demnach ähnlich positiv. Die zusätzlichen Investitionen vor allem in die Modernisierung bestehender Systemlandschaften. Für die Studie, deren Endergebnisse im Februar 2022 feststehen werden, hat Capgemini 195 IT- und Fachverantwortliche von Großunternehmen und Behörden aus der DACH-Region befragt.

Laut Studie rechnen 73 Prozent der Befragten mit steigenden IT-Budgets im kommenden Jahr. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung, die Capgemini erstmals 2003 durchführte.

Knapp ein Drittel der Studienteilnehmer will seine IT-Investitionen 2022 sogar um mehr als zehn Prozent erhöhen (im Vergleich zu etwa jedem Fünften im Vorjahr).

Auch der Anteil derjenigen, die ihre IT-Ausgaben kürzen möchten, ist gesunken: Von knapp 15 Prozent im Vorjahr auf nun etwa elf Prozent.

Grafik: Entwicklung der IT-Budgets im Jahr 2022
Entwicklung der IT-Budgets im Jahr 2022. Grafik: Capgemini

Auch 2023 soll mehr investiert werden: Knapp 73 Prozent der Befragten rechnen dann mit höheren Ausgaben. Fast ein Drittel vermutet Steigerungen um mehr als zehn Prozent.

IT-Trends-Studie 2022: Wirtschaft auf Expansionskurs

Knapp 83 Prozent geben an, dass ihre Organisation 2022 wirtschaftlich oder organisatorisch wachsen soll. Zehn Prozent haben keine Expansionspläne und wollen stabilisieren. 1,4 Prozent der Unternehmen sollen kleiner werden.

„IT spielt bei den Expansionsplänen vieler Organisationen eine entscheidende Rolle, das zeigen die hohen Investitionen in diesen Bereich“, kommentiert Sven L. Roth die Studien-Ergebnisse.

Mehr als die Hälfte verfügt über unzureichenden Schutz vor Cyber-Angriffen

Der Head of Business & Technology Solutions bei Capgemini Deutschland geht davon aus, dass Digitalisierung und intelligente Systeme nicht nur Wettbewerbsvorteile generieren werden. Sie würden außerdem die Treibhausgas-Emissionen reduzieren sowie den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel abfedern, „indem etwa Mitarbeiter von Routine-Aufgaben entlastet werden“.

Unternehmen investieren mehr Geld in IT-Modernisierung

Im Jahr 2021 flossen noch knapp 47 Prozent des IT-Budgets in den Erhalt der bestehenden Systemlandschaft. Im kommenden Jahr sind es nur noch knapp 44 Prozent. Die Ausgaben für Neuentwicklungen werden auf 24 Prozent sinken (Vorjahr: 26 Prozent).

Stattdessen planen die Befragten, mehr Geld für Modernisierungen auszugeben: Der Anteil dieser Investitionen am Gesamt-IT-Budget steigt von rund 27 auf knapp 32 Prozent.

„Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Modernisierungen in vielen Fällen um Projekte handelt, bei denen Anwendungen Cloud-fähig gemacht werden“, sagt Thomas Heimann, Enterprise Architect Director bei Capgemini. „Denn angesichts der hohen Sicherheits- und Umweltstandards, dem breiten Service-Angebot und dem Preis-Leistungsverhältnis lohnt es sich, jetzt auch ältere Kernanwendungen zu modernisieren und in die Cloud zu bringen.“

IT-Innovationen werden inzwischen fast genauso so häufig von der Business- wie von der IT-Seite finanziert. Das zeigt zum einen, dass das Kerngeschäft vieler Unternehmen mittlerweile auf IT fußt.

Zum anderen stufen Business-Entscheider die IT als Wettbewerbsfaktor ein und initiieren deutlich mehr Digitalprojekte als früher. Allerdings: Nur in etwa jeder zehnten Organisation arbeiten Business- und IT-Bereich bei gemeinsamen IT-Vorhaben auf Augenhöhe zusammen. Bei allen anderen gilt immer noch, dass der Hauptgeldgeber den größten Einfluss auf Entscheidungen hat. (wag)


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