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Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheitstechnologie KASTEL setzt IT-Sicherheit bei Industrie 4.0 und 5G auf die Agenda

KIT-Forschung
KASTEL setzt IT-Sicherheit bei Industrie 4.0 und 5G auf die Agenda

Das in KASTEL entwickelte Blurry Box-Verfahren – und erhielt dafür 2014 den Deutschen IT-Sicherheitspreis.
Das in KASTEL entwickelte Blurry Box-Verfahren – und erhielt dafür 2014 den Deutschen IT-Sicherheitspreis.
Bild: Patrick Langer
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Im eigens gegründeten Institut für Informationssicherheit und Verlässlichkeit am KIT wird KASTEL unbefristet fortgesetzt. KASTEL steht für Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheitstechnologie, wurde vor zehn Jahren gegründet und hat die IT-Sicherheitsforschung erfolgreich vorangetrieben. Zu den zentralen Themen der kommenden Jahre zählt die IT-Sicherheit mit Blick auf Industrie 4.0 und 5G-Netzausbau.

Das Ziel von KASTEL: Wirtschaft und Gesellschaft durch den interdisziplinären Ansatz – dazu gehören alle Kompetenzen zum Thema IT-Sicherheit am KIT – besser vor der zunehmenden Zahl von Cyberattacken zu schützen.

„Ansteigende Komplexität, zunehmende Vernetzung und die Beschleunigung in den IT-Systemen stellen wachsende Herausforderungen für die Sicherheit dar“, sagt Professor Jörn Müller-Quade, einer der Initiatoren von KASTEL. Angreifer verfügten inzwischen über enormes Know-how und nahezu unbegrenzte Ressourcen. Die rasant fortschreitende Digitalisierung sorgt außerdem für eine Zunahme der Risiken im Cyberspace.

Mit Industrie 4.0 und dem 5G-Ausbau kämen weitere Herausforderungen auf das neu gegründete Institut zu, so Müller-Quade. Eine der zentralen Aufgaben der Zukunft sei die Beweisbarkeit von Sicherheit: „Wie gehen wir damit um, dass wir keine digitale Souveränität mehr über unsere Geräte haben? Man muss Soft- und Hardware künftig so entwerfen, dass es einen wie auch immer gearteten Beweis gibt, dass die Nutzung sicher ist, ohne Schwachstellen und Hintertürchen.“

KASTEL: Bewusstsein für Gefahren digitaler Überwachung schärfen

„Im neuen Institut können wir uns jetzt systematisch mit dem Schutz der Privatsphäre beschäftigen. Wir müssen die Mechanismen identifizieren, die das Datensammeln ermöglichen. Und dann die Frage stellen, wo und wie sie die Gesellschaft schädigen“, erläutert Thorsten Strufe, der Professor für Praktische IT-Sicherheit am KIT und einer der Forschungsleiter von KASTEL ist. Strufes Untersuchungen trugen unter anderem dazu bei, Datenschutzprobleme in den Sozialen Medien aufzudecken.

KASTEL hat auch das Ziel, das Wissen um die Gefährdungen der Privatsphäre der Gesellschaft besser zugänglich zu machen, um eine Debatte anzustoßen. Bereits 2015 wurden bei der Ausstellung „Global Control“ im ZKM Karlsruhe Installationen präsentiert, mit denen die Technologien der digitalen Überwachung den Besuchern vor Augen geführt werden konnten.

KASTEL will zur Abwehr von Industriespionage beitragen

Seit seiner Gründung hat KASTEL einiges für den Bereich IT-Sicherheit getan. Das Blurry Box-Verfahren etwa wurde 2014 mit dem Deutschen IT-Sicherheitspreis ausgezeichnet. Es handelte sich dabei um einen Softwareschutz zur Abwehr von Industriespionage und -sabotage, der auch dann schützt, wenn den Angreifenden der Schutzmechanismus bekannt ist.

Als Mitglied der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe des Nationalen Cyber-Sicherheitsrats berät KASTEL-Sprecher Müller-Quade die Bundesregierung in strategischen Fragen der Cybersicherheit. Dabei werden beispielsweise die wachsenden Sicherheitsrisiken durch das Internet der Dinge thematisiert.

Aktuell untersucht das Team um Juniorprofessor Christian Wressnegger im Projekt „Poison Ivy“, wie Sicherheitsangriffe auf Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI), wie zum Beispiel datenbasierte Hintertüren, erkannt und abgewehrt werden können. (wag)


Kontakt zum KIT

Karlsruher Institut für Technologie
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 6080
E-Mail: info@kit.edu
Website: www.kit.edu

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