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Siemens und NATO vertiefen Zusammenarbeit bei Cyber-Security

Locked Shields
Siemens und NATO vertiefen Zusammenarbeit bei Cyber-Security

Siemens und NATO CCDCOE vertiefen ihre Zusammenarbeit bei Cyber-Sicherheit für kritische Infrastrukturen.
Siemens und NATO CCDCOE vertiefen ihre Zusammenarbeit bei Cyber-Sicherheit für kritische Infrastrukturen.
Bild: putilov_denis/ stock.adobe.com
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Siemens Smart Infrastructure und das NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCOE) setzen ihre Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit für kritische Infrastrukturen fort. Die vom CCDCOE jährlich organisierte Cyber-Verteidigungsübung „Locked Shields“ sei dabei zentral für den gemeinsamen Aufbau von Verteidigungsfähigkeiten. Mit der neuen Vereinbarung intensivieren beide Parteien ihre Zusammenarbeit im Bereich Cyber-Sicherheitstrainings für Stromnetze.

Durch das Training mit der Netzleit-Technik „Spectrum Power“ gewinnt Siemens wertvolle Erkenntnisse über mögliche Angriffspunkte. Gleichzeitig könne das Unternehmen sicherheitsrelevante Funktionen oder Protokolle für seine Produkte und Lösungen umfassend testen, schreibt Siemens in einer Pressemitteilung.

Cyber-Sicherheit in Stromnetzen wird immer wichtiger

Das Betreiben von Stromnetzen hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Das hängt mit der Integration erneuerbarer und dezentraler Energiequellen zusammen.

Der Bedarf an Netz-Optimierung, der Interaktion zwischen den Prosumern (Verbraucher und zugleich Produzent) und die Anzahl neuer Marktteilnehmer hat deutlich zugenommen.

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie in Übertragungs- und Verteilnetzen steigt, wodurch sich auch die Anzahl der Angriffspunkte in digitalen Stromnetzen erhöht.

Als Resultat hat die Cyber-Sicherheit von Stromnetzen höchste Priorität.

Verteidigungsübung „Locked Shields“ gegen Cyber-Angriffe

Seit 2010 findet jährlich die von der NATO CCDCOE organisierte Cyber-Verteidigungsübung „Locked Shields“ statt. Ihr Ziel: Cyber-Reaktionsteams für die Verteidigung gegen Cyber-Angriffe auszubilden.

Siemens ist seit 2017 dabei, um Szenarien für Stromnetze in die Verteidigungsübung einzubeziehen.

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In der Übung müssen die Verteidiger die Verteidigungslinien einer komplexen Infrastruktur mit verschiedenen Systemen und Anwendungen festlegen. Diese sollen dann Cyber-Angriffen standhalten, die von einer großen Gruppe von Hackern ausgeführt werden.

Die Cyber-Sicherheitsexperten lernen bei der Übung etwa, wie die Stromversorgung aufrechterhalten werden kann, während sie Bedrohungen nachgehen, Angriffe melden und das System wiederherstellen.

Klaffus: „Stromnetze bilden Rückgrat moderner Gesellschaften“

„Stromnetze und alles, was mit ihnen verbunden ist, bilden das Rückgrat moderner Gesellschaften. Sie sind daher attraktive Ziele für Hacker“, sagt Robert Klaffus, CEO von Siemens Digital Grid.

Daher seien die Erkenntnisse aus „Locked Shields“ für Schutz von Stromnetzen von entscheidender Bedeutung. Siemens erhalte durch die Zusammenarbeit mit dem NATO CCDCEO wertvolle Einblicke in neue Angriffsformen.

Ein Beispiel für die Erprobung neuer Funktionen im Rahmen dieser Zusammenarbeit ist das offene Standard-Kommunikationsprotokoll OPC UA PUB/SUB, das bei vielen IoT-Anwendungen zum Einsatz kommt.

Der Direktor des NATO CCDCEO, Oberst Jaak Tarien, sieht die Zusammenarbeit mit Siemens positiv. Ziel der Vereinbarung sei es nun, „die Interaktion zwischen den verschiedenen Akteuren der Cyber-Verteidigung zu stärken sowie die Kooperation und den Ausstauch von Best Practice zu vertiefen. Unsere Gesellschaften sind auf eine starke und resiliente kritische Infrastruktur angewiesen“, so Tarien. (wag)


Kontakt zu Siemens


Siemens AG
Werner-von-Siemens-Straße 1
80333 München
Tel.: +49 89 63600
E-Mail: contact@siemens.com
Website: www.siemens.de

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