Studie von KPMG und Bitkom

Unternehmen setzen immer öfter auf die Cloud

Immer mehr Unternehmen setzen auf Cloud Computing
Für lediglich acht Prozent der von Bitkom und KPMG befragten Unternehmen ist die Cloud bislang kein Thema. Bild: Gorodenkoff / fotolia.com
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Laut einer Studie von Bitkom Research im Auftrag von KPMG wächst Cloud Computing so stark wie noch nie in Deutschland. Drei von vier Unternehmen (73 Prozent) nutzten im Jahr 2018 Rechenleistungen aus der Cloud. Das ist ein Plus von sieben Prozent im Gegensatz zum Vorjahr.

19 Prozent der Unternehmen planen einen Cloud-Einsatz, für lediglich acht Prozent ist die Cloud noch immer kein Thema. Für die repräsentative Umfrage wurden 553 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Detuschland befragt.

Dr. Axel Pols, der Geschäftsführer von Bitkom Research, hat eine Erklärung dafür, warum die meisten Unternehmen nicht mehr auf Cloud Computing verzichten wollen oder können: „Cloud-Anwendungen sind nicht nur kosteneffizienter, sondern auch die Basis für zukunftsfähige Geschäftsmodelle.“ Cloud Computing bezeichnet aus Anwendersicht die Nutzung von IT-Leistungen wie Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Dabei kann es sich bei der Cloud um ein organisationsinternes Intranet handeln (Private Cloud Computing) oder um das öffentliche Internet (Public Cloud Computing). Im vergangenen Jahr nutzten 55 Prozent Private-Cloud-Anwendungen, während 35 Prozent auf Public-Cloud-Lösungen setzten.

Datenschutz essentiell für Großteil der Befragten

Bei der Auswahl des Cloud-Dienstleisters spielt für die Unternehmen vor allem der Datenschutz eine Rolle. 90 Prozent geben an, dass für sie die Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO; zur Studie: Datenschutz größte Hürde beim Einsatz neuer Technologien) bei Cloud-Lösungen unverzichtbar ist. Eine transparente Sicherheitsarchitektur ist für 79 Prozent essentiell, 76 Prozent sehen die Integrationsfähigkeit der Lösungen als unverzichtbar.

Statistik DSGVO wichtigster Kritikpunkt bei Cloud Computing
Auch in diesem Jahr bleibt für die Unternehmen die DSGVO-Konformität wichtigstes Auswahlkriterium bei der Wahl eines Cloud-Computing-Anbieters. Bild: Bitkom / KPMG

Für etwas mehr als zwei Drittel der Befragten muss der Hauptsitz des Cloud-Anbieters (67 Prozent) und das Rechenzentrum (66 Prozent) im Rechtsgebiet der EU sitzen. „Wer den Datenschutz vernachlässigt, ist für Cloud-Anwender sofort aus dem Rennen. Anbieter müssen den Spagat zwischen hohen Sicherheitsanforderungen und einfacher Systemintegration meistern“, sagt Pols.

Public Cloud: Viele Unternehmen sind zufrieden

Auch wenn die Public Cloud von noch nicht so vielen Unternehmen eingesetzt wird, machen die befragten Nutzer insgesamt positive Erfahrungen. Acht von zehn befragten Unternehmen freuen sich über eine schnellere Skalierbarkeit ihrer IT-Leistungen. 76 Prozent bestätigen eine Verbesserung beim ortsunabhängigen Zugriff auf ihre IT. Etwas mehr als die Hälfte, nämlich 54 Prozent, gaben an, dass die Public Cloud die eigene Datensicherheit verbessert habe. Und 18 Prozent konnten durch die Public Cloud ihre IT-Kosten senken. Der IT-Verwaltungsaufwand ist für 37 Prozent geringer geworden, für fast genauso viele hat der Aufwand allerdings zugenommen (36 Prozent).

Sicherheitsbedenken häufigstes Hemmnis in Unternehmen

Wer noch keine Public-Cloud-Lösungen einsetzt, sorgt sich vor allem um die Sicherheit seiner Daten. 73 Prozent der Nicht-Nutzer fürchten einen unberechtigten Zugriff auf Unternehmensdaten, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. 64 Prozent haben Angst vor Datenverlusten, jeder zweite Nicht-Nutzer (51 Prozent) vermutet eine unklare Rechtslage.

Nur noch jeder fünfte Nicht-Nutzer (22 Prozent) berichtet von internem Widerstand (2017: 35 Prozent). „Sicherheitsbedenken sollten die Digitalisierung im Unternehmen nicht ausbremsen. Deshalb muss das Thema Sicherheit beim Cloud-Einsatz in allen Prozessschritten zentraler Bestandteil sein – angefangen bei der Planung“, erklärt Marko Vogel, Partner Cyber Security beim Beratungsunternehmen KPMG, in dessen Auftrag die Bitkom-Studie entstanden ist.

Dabei ist die Public Cloud laut der Befragten weniger anfällig für Sicherheitsvorfälle als die eigene IT im Unternehmen. Ein Viertel (26 Prozent) der Public-Cloud-Nutzer gibt an, dass es in den letzten 12 Monaten zu Sicherheitsvorfällen in den von ihnen genutzten Cloud-Lösungen gekommen ist. Für weitere 27 Prozent bestand ein solcher Verdacht. Zum Vergleich: Von Sicherheitsvorfällen in der unternehmensinternen IT berichtet über ein Drittel (37 Prozent) der Unternehmen, ein weiteres Drittel (32 Prozent) hegte solch einen Verdacht. (wag)

Weitere Informationen zum Thema Cloud Computing sowie der vollständige Bericht „Cloud-Monitor 2019“ finden Sie hier.

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